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Antikapitalist International Niger
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Algerien und die AES-Staaten:
Ein neues Bündnis?
Algerien und die Mitgliedsstaaten der Sahel-Konföderation – Mali, Niger und Burkina Faso – kommen sich zunehmend näher. Algerien, flächenmäßig der größte Staat Afrikas, hatte sich bereits in der Vergangenheit von der ehemaligen Kolonialmacht Frankreich gelöst und britische, US-amerikanische sowie französische Konzerne verstaatlicht.
Nach einer Phase der Normalisierung der Beziehungen zu diesen Ländern sah sich Algerien in den letzten Jahren vermehrt Destabilisierungsversuchen ausgesetzt – sowohl von westlichen Staaten als auch von anderen kapitalistischen Mächten. So werden separatistische Bestrebungen unterstützt, und immer wieder dringen bewaffnete Terrormilizen vom zerstörten Libyen aus nach Algerien ein. Von dort aus wurden nicht nur die AES-Staaten infiltriert, auch die Bodenschätze Algeriens gerieten ins Visier der Angreifer.
Vor diesem Hintergrund haben sich Algerien und die AES-Staaten in den vergangenen Monaten spürbar angenähert. Erst letzte Woche gab Algerien eine malische Militärdrohne zurück, die im Grenzgebiet abgeschossen worden war; beide Seiten entschuldigten sich gegenseitig für den Vorfall. Ebenfalls in der letzten Woche übergab Algerien dem Niger militärisches Gerät, darunter drei Hubschrauber. Burkina Faso brach vor wenigen Wochen die diplomatischen Beziehungen zu Frankreich ab und nahm stattdessen wieder Kontakt zu Algerien auf, das seinerseits erhebliche Differenzen mit Paris hat.
Offenbar unterstützt Algerien nun die Regierungstruppen in den AES-Staaten – mit ersten Erfolgen: Burkina Faso konnte im Norden des Landes in schwer zugänglichem Gelände in die Offensive gehen und befindet sich auf dem Weg, islamistische Terrorgruppen vollständig aus dem Staatsgebiet zu vertreiben. Auch Mali war offenbar frühzeitig über geplante Anschläge informiert worden und konnte Angriffe auf vier Städte im Vorfeld vereiteln sowie bewaffnete Islamistenverbände zerschlagen.
Spekuliert wird zudem, dass Golfstaaten wie die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar oder Saudi-Arabien zunehmend Schwierigkeiten haben, islamistische Milizen zu finanzieren, und dass Frankreich nicht mehr in der Lage sei, diese Gruppen weiterhin auszubilden oder zu führen.
Insgesamt scheint der Widerstand gegen kapitalistische Einflussversuche in Nordafrika und der Sahelzone durch das neue Bündnis deutlich gestärkt – ein Modell, das möglicherweise auch in anderen Regionen West- und Zentralafrikas Schule machen könnte.
Redaktion Algerien, Afrika, 10. August 2026


Goldmine enteignet
Nigers Soldatenräte haben die Verstaatlichung der einzigen industriellen Goldmine des Landes angekündigt und dem australischen Betreiber „schwerwiegende Verstöße" vorgeworfen. Die Revolutionsbehörden verstärken ihre Bemühungen, die Kontrolle über die natürlichen Ressourcen des Landes zu erlangen.
Die Revolutionsbehörden erklärten, die Mine befinde sich in einer „alarmierenden wirtschaftlichen Lage".
In einem offiziellen Befehl von General Tiani heißt es: „Angesichts schwerwiegender Verstöße und zur Rettung dieses strategisch wichtigen Unternehmens hat der Staat Niger beschlossen, SML zu verstaatlichen."
Redaktion Niger, 11.8.2025

Nachtrag:  Bis April 2026 hat Niger auch die Uran Minen enteignet. Die Betreiberfirma weigerte sich die Umweltschäden wie radioaktiven Staub zu beseitigen.

 

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Soldatenräte Niger verstaatlichen Goldmine, 11.8.2025 Zum Bereich Afrika / Nige auf das Bild klicken