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Antikapitalist International Asien

Hier ist der Bereich Asien auf Antikapitalist International. die Artikel sind nach Staaten in Untermenüs untergliedert. Informationen und Artikel können gerne an   Redaktion@Antikapitalist.EU geschickt werden.  


Antikapitalistische Politik nötig!

Proteste im Iran ?

In den letzten Tagen soll es im Iran zu Protesten gekommen sein. Der Redaktion liegen derzeit jedoch keine gesicherten Belege für das genaue Ausmaß oder die politische Richtung dieser Proteste vor.

Wie viele kapitalistische Länder ist der Iran von einer Währungskrise betroffen. Der Rial hat in den letzten Jahren kontinuierlich an Wert verloren. Die iranische Zentralbank plante ursprünglich, vier Nullen von den Banknoten zu streichen, um den Umgang mit der Währung zu erleichtern. Diese Pläne wurden jedoch vorerst gestoppt und sollen nun überdacht werden.

Der Iran hat eine vergleichsweise sehr geringe Auslandsverschuldung. Auch die Inlandsverschuldung liegt mit etwa 35 Prozent des Bruttoinlandsprodukts im Verhältnis zu vielen europäischen oder amerikanischen Staaten auf einem moderaten Niveau.

Das Staatsdefizit entsteht vor allem durch die wirtschaftliche Aggression anderer Länder, die mit Sanktionen versuchen, das Land zu destabilisieren. Hinzu kommen massive militärische Angriffe, wie sie in diesem Jahr von Israel und den USA gegen den Iran geflogen wurden und hohe Schäden verursachten.

Dem Iran ist es zwar gelungen, diese wirtschaftlichen und militärischen Angriffe abzuwehren, jedoch um den Preis eines wachsenden Staatsdefizits. Dieses wird durch die Ausweitung der Geldmenge finanziert, also durch Kredite der Zentralbank an die Regierung. Diese Praxis wiederum ist eine Hauptursache für die fortschreitende Geldentwertung.

Die Betriebe im Iran sind in der Regel staatlich oder im Besitz staatlicher Institutionen wie Rentenkassen oder Banken. Versuche des Regimes zu privatisieren, scheiterten bisher am Mangel an privater Kapitalakkumulation im Land.

Milliardäre oder sonstiges Großkapital gibt es im Iran selbst nicht. Diese befinden sich seit langem im Ausland und haben oft Staatsbürgerschaften von Ländern wie den USA oder Großbritannien angenommen. Von dort aus unterstützen sie mutmaßlich die kapitalistische Opposition und die Aggression gegen den Iran.

Das Ziel der kapitalistischen Länder ist es, einen Umsturz im Iran herbeizuführen und die Ressourcen des Landes unter ihre Kontrolle zu bringen. Israel behauptete selbst, sein Geheimdienst stecke hinter angeblichen Protesten und stifte diese an.

Der Iran verfügt über große Ressourcen und könnte diese nutzen, um Mindestlöhne und Sozialleistungen deutlich zu erhöhen. Die Mehrheit der Bevölkerung, vor allem die sogenannten kleinen Leute, dürfte zum Regime stehen. Eine Demonstration von 100.000 Menschen in der Hauptstadt Teheran wäre angesichts von über neun Millionen Einwohnern verhältnismäßig klein. Auf Bildern waren jedoch allenfalls einige Tausend zu sehen, weshalb das Regime gelassen reagiert.

Privatisierungen und kapitalistische Politik sind der falsche Weg. Die Wirtschaft muss auf den vorhandenen Ressourcen basieren und die Produktion sich am Bedarf der Menschen orientieren. Es bedarf bedingungsloser Einkommen, damit sich die Menschen durch freiwillige Arbeit einbringen und Verantwortung übernehmen können. Importe können durch Exporte ausgeglichen werden.

Kapitalistische Länder wie die USA oder Frankreich sind hingegen hoch verschuldet und pfeifen aus dem letzten Loch.

Die Überfälle auf den Iran und die Ausplünderung seiner Ressourcen werden sie nicht retten, so wie sie sich auch die Zerstörung des Iraks, Libyens oder anderer Länder nicht retten konnten. Die Menschen im Iran wissen das sehr gut. Der Kapitalismus kann nur einer kleinen Minderheit etwas bieten, während die Massen verelenden würden.

Redaktion Asien, Iran, 31.12.2025


Kapitalistische Sackgasse:
Japan in der Krise !
Japans Anleihenmarkt implodiert: Die Rendite japanischer Staatsanleihen mit 30-jähriger Laufzeit ist mit 3,15 % offiziell auf den höchsten Stand in der Geschichte gestiegen.
Japan war jahrzehntelang für seine niedrigen langfristigen Zinssätze bekannt. Jetzt haben sie mit hoher Inflation, veränderten politischen Aussichten und einer Schuldenquote von sage und schreibe 260 Prozent zu kämpfen. Darüber hinaus hält Japan US-Schulden im Wert von 1,1 Billionen US-Dollar und ist damit der größte ausländische Gläubiger von US-Schulden.
Gestern bezeichnete Japans Premierminister Ishiba die Lage als „schlimmer als in Griechenland". 
Die Linken in Japan müssen für die Abschaffung des Kapitalismus kämpfen denn in diesem System ist die Lage  aussichtslos, nur mit antikapitalistischer Politik kann man die Zukunft noch gestalten.Redaktion Wirtschaft, 20.5.2025


Zinsen für japanische Staatsanleihen (Schuldscheine)

Jugend und Frauen stehen auf !

Massenproteste in Nepal stürzen die Regierung !

Im September stürzten im südasiatischen Staat Nepal massive Proteste, getragen vor allem von Frauen, der Jugend und Arbeiterinnen, die Regierung. Auslöser der Eskalation war ein brutales Einschreiten des Militärs, das auf Demonstrant*innen schoss und dabei über 30 Menschen tötete sowie etwa 1.500 verletzte.

Die Wut über dieses Blutbad entlud sich schließlich in der mutmaßlichen Stürmung und Inbrandsetzung des Regierungspalastes, in dem sich Ministerien, Propagandamedien und der Regierungssitz befanden. Diese Meldung ist jedoch nicht offiziell bestätigt; es könnte sich auch um das Werk von Agenten oder Provokateuren handeln. In der Folge trat Ministerpräsident Oli zurück und flüchtete aus dem Land.

Die Ursachen für den Volkszorn liegen tiefer: Sie richten sich gegen die allgegenwärtige Korruption, das weiterhin praktizierte Kastensystem, das 70 Prozent der Bevölkerung benachteiligt, die Unterdrückung der Frauen, den Großgrundbesitz sowie die katastrophale wirtschaftliche Lage. Letztere macht eine funktionierende kommunale Selbstverwaltung unmöglich. Das endgültige Fass zum Überlaufen brachte das Verbot sozialer Netzwerke und Kurznachrichtendienste durch die Regierung.

Als Reaktion darauf haben sich die etablierten Eliten – die sozialdemokratische Kongresspartei und ein ganzes Konglomerat angeblich leninistischer oder maoistischer Parteien – noch enger zusammengeschlossen. Ihr oberstes Ziel scheint es zu sein, den Nationalkongress und damit ihre eigenen Einkommensquellen und Pfründe wiederherzustellen. Der Präsident, Ram Poudel, der sich selbst mit dem Titel "Seine ehrenwerte Exzellenz" betitelt, hat die Juristin Sushila Karki zur Übergangs-Regierungschefin ernannt und Neuwahlen für das Frühjahr 2026 in Aussicht gestellt. Derzeit patrouillieren Soldaten in den Straßen, um "Recht und Ordnung" wiederherzustellen.

Für manche mögen diese Vorgänge verwirrend sein, da sie glaubten, in Nepal hätten Kommunisten die Macht. Zwar verfügten die sich maoistisch oder leninistisch nennenden Parteien zusammen mit der Kongresspartei über große Mehrheiten, die sogar für Verfassungsänderungen ausreichten. Doch die tatsächlichen Verhältnisse änderten sich kaum: Das Kastensystem blieb bestehen, Frauen wurden weiter unterdrückt, und Grundrechte wie die Meinungsfreiheit wurden immer weiter eingeschränkt. Die "Kommunisten" in Nepal ähneln in ihrer bürokratischen und kapitalistischen Ausrichtung eher der Regierungspartei Chinas.

Hinzu kommt, dass diese "kommunistischen" Parteien sowie der gesamte Regierungsapparat völlig überaltert sind; kaum ein führendes Mitglied ist unter 70. Sollte sich in Nepal nicht bald etwas Entscheidendes ändern, werden die Massen sehr schnell wieder auf die Straße gehen.
Fortschritt ist mit antikapitalistischer Politik möglich !

Redaktion Asien / Nepal, 23.10.2025


Israel greift Iran an:

Ein weiterer Krieg der Kapitalisten !

In der Nacht zum Freitag, dem 13. Juni 2025, hat das israelische Regime massive Angriffe auf den Iran durchgeführt. Raketen und Bomber trafen Militärstützpunkte, Atomanlagen sowie Wohngebiete, in denen sich angeblich – oder tatsächlich – iranische Militärführer aufhielten. Zudem sollen Drohnen von Agenten aus Verstecken im Iran selbst für Anschläge genutzt worden sein.

Mit diesem Angriff hat das israelische Regime einen weiteren Krieg entfacht – nachdem es bereits Völkermord in besetzten Gebieten verübt und Länder wie den Libanon oder Syrien regelmäßig attackiert.

Kapitalismus in der Krise: Kriege als verzweifelter Ausweg

Die Lage des globalen Kapitalismus ist äußerst prekär. Sogar die zuvor unter fadenscheinigen Vorwänden geführten Vernichtungskriege gegen den Irak, Afghanistan, Libyen, Somalia und bereits früher gegen den Iran endeten in Niederlagen. Das israelische Regime und seine Helfer – insbesondere in den USA und Deutschland – stehen international wegen ihrer verbrecherischen Politik zunehmend in der Kritik.

Kriege sind teuer und schaden dem Geschäft. Doch der kapitalistische Wachstumszwang treibt die Herrschenden immer wieder in neue Konflikte. Der aktuelle Angriff auf den Iran zielt darauf ab, das Land zu destabilisieren, innere Konflikte zu schüren und es so zu schwächen. Kein Staat – nicht einmal konkurierende Mächte wie die BRICS-Staaten – soll dem Kapital und seiner Systemlogik widerstehen können.

Iran als Ziel imperialistischer Destabilisierung
Bereits seit Jahren bereitet der Westen im Iran Terrorbanden vor – sowohl von Westen (Irak) als auch von Osten (Pakistan, Afghanistan) aus. Doch das iranische Regime und die Widerstandskraft der Bevölkerung dürfen nicht unterschätzt werden. Ein Gegenschlag mit Raketen oder von U-Booten aus könnte Israel treffen. Länger andauernde Kampfhandlungen, insbesondere bei einer Blockade der strategisch wichtigen Straße von Hormus, würden die Kapitalisten teuer zu stehen kommen und die globale Systemkrise weiter verschärfen.

Zudem besteht die Gefahr, dass Verbündete des Iran oder Gegner Israels in den Konflikt eingreifen.

Kriege beschleunigen das Ende des Kapitalismus – doch wir brauchen eine Alternative

Kriege lösen keine Probleme des Kapitalismus – sie beschleunigen nur seinen Untergang. Was wir brauchen, ist ein Wirtschaftssystem, das sich an den Bedürfnissen der Menschen und den Menschenrechten orientiert – nicht an Profit und Ausbeutung. Nur so können wir globale Probleme gemeinsam bewältigen.

Redaktion Friedenspolitik / Internationales, 13. Juni 2025

 


Bauernopfer Assad:
Machtübergabe in Syrien !

Der Reststaat Syrien wurde in nur circa 1 Woche von sogenannten "Rebellengruppen" erobert, so die offizielle und allgemein akzeptierte Darstellung. Es brauchte nicht mal eine Woche und die Millionenmetropolen wie Aleppo, Hama, Damaskus und Tartus wurden von regierungsfeindlichen Milizen besetzt und der Präsident Assad ist angeblich erst jetzt in das Exil gegangen.
Vom Widerstand der Syrisch Arabischen Armee (SAA) konnte keine Rede sein, die Übergabe war von der Armeeführung und der Regierung angeordnet worden. Anders ist nicht zu erklären weshalb die Truppen noch vor der Ankunft der "Rebellen" und Milizen angewiesen wurden, die Städte zu verlassen und sich zunächst außerhalb zu versammeln. Es wurde zwar behauptet das der Widerstand organisiert werden würde, in der Realität wurde jedoch das Gegenteil getan und alle Streitkräfte aufgefordert, ihre Posten zu verlassen und sich auf angeblich neue Kampflinien zu begeben. Aber auch dort gab es Anweisungen wieder die Stellungen zu verlassen und sich irgendwo ins Nirgendwo zu begeben. Wenn das nicht klappte und lokale Gruppen ihre Heiligtümer und Festungen verteidigen wollten, erschienen wie aus dem nichts Fallschirmjäger angeblich von der syrischen Armee, noch dazu über den von Rebellenmilizen längst besetzten Flughafen von Hama etwa, um Sie zur Aufgabe zu überreden und diese zu befehlen.
Nicht nur die Regierung Syriens tat nicht nur nichts sondern unterstützte den Vormarsch der Rebellen,auch die angeblichen Verbündeten Syriens wie der Iran und Russland taten selbiges. Abgesehen davon das die syrische Regierung wohl längere Zeit zum Beispiel keine Luftabwehrsysteme oder modernere Waffen wie Drohnen bekommen hat und auch die sonstige Unterstützung wohl mehr und mehr eingestellt wurde.
Zu den Hintergründen dieser Entwicklung kann man nur annehmen, das das syrische Regime unter Assad nur ein Bauernopfer in einem größeren Spiel gewesen ist.
Es hatte zum Beispiel Verhandlungen zwischen Russland, Iran und der Türkei gegeben, zu der das Regime Assad nicht eingeladen worden war. Des weiteren gibt es starke Bemühungen die Golfstaaten in die BRICS Staaten zu integrieren und das Gebiet Syrien zu befrieden. Des weiteren dürfte es Kuhhandel zwischen der Türkei, Russland und Iran gegeben haben, der außer Syrien weitere Regionen betrifft, unter anderem die Regionen der Kurden. Und weitere Vereinbarungen so dass sich die Türkei etwa nicht an den "Sanktionen" einiger Nato Länder gegen Russland und Iran etwa beteiligt.
Im Ergebnis haben derzeit die "Rebellenmilizen" den Syrischen Reststaat übernommen und ihre Gebiete damit erweitert. Es sind dies vor allem quasi Nachfolgeorganisationen von den Taliban und Al Quaida Ablegern.
Was die USA in Syrien tun werden ist kurz vor Amtsübernahme des neuen / alten Präsidenten Trump noch offen. Davon hängt auch die PKK / YPG Miliz in Syrien ab, ohne USA und ohne sonstige Verbündete werden Sie sich in Syrien nicht halten können.
Das Regime des gesuchten Völkermörders Netanyahu in Israel versucht auch ein Stück vom "Kuchen" Syrien abzuschneiden und will außer den seit langem illegal besetzten Golan Höhen weitere Gebiete durch eigene "Rebellen" besetzen lassen. Dieses Problem "erbt" eine noch zu bildende neue Regierung in Syrien.
Die bisherige Regierung Assad ist als Bauernopfer jedenfalls erst einmal aus dem "Spiel", egal was uns noch weiter vorgegaukelt wird.
Wir fordern demokratische Wahlen zu einer Zivielen Regierung in ganz Syrien und überall.  Von irgendwelchen Kapitalisten oder Regimen bezahlten "Milizenbanden" ist nichts zu erwarten. Die Menschen müssen frei und demokratisch selbst bestimmen können ! 

Redaktion, 9.12.2024