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Antikapitalist International Japan
Hier ist die Seite Japan mit  Nachrichten und Analysen von Antikapitalist International. Hinweise, Ergäzungen und Kritiken sehr gerne an die Redaktion@Antikapitalist.eu


Kapitalismus in der Krise:
Schulden, Zinsen, Spekulationsblasen
Die kapitalistische Krise in den USA verschärft sich zunehmend und hat bereits globale Auswirkungen. Dies zeigt sich an verschiedenen Notmaßnahmen, zu denen die US-Regierung in der vergangenen Woche gezwungen war.
So musste das US-Finanzministerium Devisenreserven in Euro verkaufen, um japanische Yen zu kaufen und damit die japanische Währung zu stützen. Japan ist der größte Gläubiger und Käufer von US-Staatsanleihen, befindet sich jedoch selbst in einer tiefen Krise. Um Kapitalabflüsse zu verhindern, wäre Japan eigentlich gezwungen, die eigenen Zinsen anzuheben. Dies würde jedoch eine Flucht japanischen Kapitals aus US-Wertpapieren auslösen und könnte die USA faktisch in die Zahlungsunfähigkeit treiben.
Jahrzehntelang beruhte der Boom an den internationalen Finanzmärkten maßgeblich auf japanischen Krediten. Weltweit konnten Investoren dort große Summen nahezu zinsfrei aufnehmen und in Aktien, Devisen, Staatsanleihen und andere Anlageformen investieren. Durch diese enorme Geldmengenausweitung wurden hohe Profite erzielt. Doch dieses Kreditkartenhaus ist dabei einzustürzen: Der japanische Staat ist so hoch verschuldet, dass die Zentralbank nur noch durch Zinserhöhungen Kapital ins Land zurückholen kann. Genau dies würde jedoch den Zusammenbruch des US-amerikanischen Finanzsystems beschleunigen – weshalb die USA notgedrungen Euro-Reserven verkauften, um den Yen zu stützen.
Gleichzeitig wächst der US-Schuldenberg täglich um Milliarden Dollar. Selbst bei Zinssätzen von rund fünf Prozent finden die US-Staatsanleihen immer weniger Käufer. Daher sah sich die US-Notenbank zu einem weiteren Schritt gezwungen: Sie übernahm eigenständig die nicht mehr verkäuflichen Schuldtitel der Regierung. Wie bereits an anderer Stelle dargelegt, handelt es sich dabei um eine bloße Ausweitung der Geldmenge, die den Wert des Dollars untergräbt. Vor allem aber geht das Vertrauen in die US-Währung und die Finanzpolitik verloren, was dazu führt, dass US-Staatsanleihen zunehmend gemieden werden.
Auch die Spekulationsblase im Bereich der Künstlichen Intelligenz verschärft sich. Um deren Platzen zu verzögern, werden immer größere Kredite benötigt. Dies setzt zugleich den privaten Kreditmarkt unter Druck: Einerseits steigen die Kreditausfälle, andererseits droht das Ende des billigen Geldes aus Japan.
Hinzu kommen geopolitische Faktoren, etwa der verlorene Krieg der USA gegen den Iran. Der Iran hat zurückgeschlagen und die US-Verbündeten am Persischen Golf massiv unter Druck gesetzt. Die Sperrung der Straße von Hormus behindert Ölexporte und Warenimporte, Fluchtwellen aus den bedrohten Emiraten sowie Schäden an Raffinerien und Industrieanlagen zwingen Kapital zur Abwendung aus den USA – anstatt dort weiter zu investieren.
Auch die Krise des US-Militärs ist zu nennen,das überlastet ist und dessen Grenzen der Iran aufgezeigt hat. Die Krise ließe sich durch eine antikapitalistische Politik in den Griff bekommen. Denn in den USA und weltweit existiert viel zu viel privates Kapital, das aus Finanzspekulationen entstanden ist und weiterhin maximale Profite erzwingen will. Dieses Kapital müsste kontrolliert und abgeschöpft werden, um Schulden abzubauen und die Lebensbedingungen der breiten Bevölkerung zu verbessern – etwa im Wohnungsbau, bei der Nahrungsmittel- und Gesundheitsversorgung sowie im Klima- und Umweltschutz.
Die derzeitige US-Regierung lehnt solche Maßnahmen jedoch entschieden ab, da sie selbst aus dem Finanzspekulantentum hervorgegangen ist und von diesem an die Macht gebracht wurde. Dennoch könnte sich bereits im nächsten Jahr eine US-Regierung gezwungen sehen, zumindest einige dieser Schritte umzusetzen – andernfalls drohe der totale Absturz des kapitalistischen Systems.
Redaktion Wirtschaft, 22. August 2026


Friedensbewegung in Japan aktiv:
25 Tausend in Tokio!
In der Innenstadt Tokyos fand am Wochenende eine Demonstration gegen die Militarisierung Japans statt.
Laut den Organisatoren nahmen trotz der starken Hitze 25.000 Menschen an der Protestaktion teil.
Sie fordern den Rücktritt der Regierung von Premierministerin Sanae Takaichi wegen ihrer Politik zur Erhöhung der Verteidigungsausgaben und zur Intensivierung der Waffenexporte.

Redaktion Friedensbewegung, Japan, 20.7.2026

Japaner gegen Aufrüstung und Krieg

Kapitalistische Sackgasse:
Japan in der Krise !
Japans Anleihenmarkt implodiert: Die Rendite japanischer Staatsanleihen mit 30-jähriger Laufzeit ist mit 3,15 % offiziell auf den höchsten Stand in der Geschichte gestiegen.
Japan war jahrzehntelang für seine niedrigen langfristigen Zinssätze bekannt. Jetzt haben sie mit hoher Inflation, veränderten politischen Aussichten und einer Schuldenquote von sage und schreibe 260 Prozent zu kämpfen. Darüber hinaus hält Japan US-Schulden im Wert von 1,1 Billionen US-Dollar und ist damit der größte ausländische Gläubiger von US-Schulden.
Gestern bezeichnete Japans Premierminister Ishiba die Lage als „schlimmer als in Griechenland". 
Die Linken in Japan müssen für die Abschaffung des Kapitalismus kämpfen denn in diesem System ist die Lage  aussichtslos, nur mit antikapitalistischer Politik kann man die Zukunft noch gestalten.
Redaktion Wirtschaft, 20.5.2025


Zinsen für japanische Staatsanleihen (Schuldscheine)