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Antikapitalist International Jemen
Hier ist die Seite zum Staat Jemen mit  Nachrichten und Analysen von Antikapitalist International. Hinweise, Ergäzungen und Kritiken sehr gerne an die Redaktion@Antikapitalist.eu


Saudi-Arabien / Jemen:
Der Krieg dauert an
Der Krieg des saudischen Regimes gegen die jemenitische Regierung in der Hauptstadt Sanaa hält weiterhin an. Die jemenitischen Regierungstruppen, unterstützt von der Huthi-Miliz, rückten zuletzt im Osten und in den vergangenen Tagen auch im Süden vor, um saudisch-abhängige Milizen zu vertreiben. Dabei sollen sie von örtlichen Clan- und Stammesmilizen unterstützt worden sein. Auch die Nachschublager der Saudis sollen getroffen, teilweise zerstört und geplündert worden sein.
Die saudische Luftwaffe versuchte einzugreifen und griff erneut die jemenitische Hauptstadt Sanaa sowie den wichtigen Hafen von Hodeida an. Die jemenitische Regierung ihrerseits attackierte erneut Ölraffinerien und Förderanlagen der Saudis, was mehreren Berichten zufolge schwere Schäden an mehreren Anlagen verursacht haben soll. Zudem sperrte die jemenitische Regierung die Durchfahrt durch das Rote Meer und griff dort Frachtschiffe an, die in Verbindung mit Saudi-Arabien, den USA, Israel oder deren Unterstützern stehen.
Es wurde spekuliert, ob Pakistan oder die Türkei das saudische Regime bei Luftangriffen unterstützen. Wir gehen jedoch nicht davon aus, denn die Aktivierung eines solchen „Bündnisses" würde eher ein Eingeständnis von Schwäche und Hilflosigkeit bedeuten. Zudem ist der Jemen seit vielen Jahren schwere Bombenangriffe durch Saudi-Arabien, Israel und die USA gewohnt, sodass dadurch wohl kaum etwas auszurichten ist.
Der Krieg auf der Arabischen Halbinsel dauert weiterhin in voller Intensität an.
Redaktion Jemen, 9. September 2026


Saudi-Arabien gegen Jemen:
Neuer Krieg auf der Arabischen Halbinsel
Auf der Arabischen Halbinsel ist ein neuer Krieg zwischen Saudi-Arabien und dem Jemen ausgebrochen. Auslöser sollen Angriffe saudischer Streitkräfte auf den Flughafen der jemenitischen Hauptstadt Sanaa gewesen sein. Daraufhin habe der Jemen – insbesondere die wichtigsten militärischen Kräfte der Huthi-Rebellen – zurückgeschossen und zudem eine Blockade der strategisch bedeutenden Meerenge Bab al-Mandab für saudische Schiffe verhängt.

Als Reaktion griffen die Saudis den Hafen von Hudaida im Jemen an. Die Huthi antworteten mit schweren Raketenangriffen unter anderem auf zwei wichtige Raffinerien des saudischen Ölkonzerns Aramco. Diese Brände sind nach Tagen immer noch nicht gelöscht – der Krieg hält an.

Im Jemen war 2014 im Zuge des „Arabischen Frühlings" die korrupte Regierung gestürzt worden. Daraufhin hatte das saudische Regime den Jemen über Jahre hinweg belagert und schwer bombardiert, wodurch Hunderttausende Menschen getötet wurden.

Zudem bauten die Saudis eine eigene „Rebellenarmee" im Jemen auf – dasselbe taten die rivalisierenden Vereinigten Arabischen Emirate. Die vom Iran unterstützten Huthi konnten diese Kräfte jedoch zurückdrängen und kontrollieren inzwischen die wichtigsten Gebiete des Jemen, einschließlich der Hauptstadt Sanaa. 

Als vermittelnde Instanz fungiert ein „Präsidialer Übergangsrat", während die saudische Kontrolle über den Jemen in der Bevölkerung weitgehend abgelehnt wird.

Die Huthi hatten vor einigen Jahren durch Gegenangriffe auf saudische Städte das Regime in Riad bereits zu einem Friedensvertrag gezwungen. Dies könnte sich bald wiederholen: Das saudische Königshaus kann sich einen langen Krieg wirtschaftlich nicht leisten, während die Jemeniten wenig zu verlieren haben.

Redaktion Jemen, 27. Juli 2027