Sie sind hier: Startseite » Asien » Jemen

Antikapitalist International Jemen
Hier ist die Seite zum Staat Jemen mit  Nachrichten und Analysen von Antikapitalist International. Hinweise, Ergäzungen und Kritiken sehr gerne an die Redaktion@Antikapitalist.eu


Offensive der Jemeniten:
Saudi-Arabien am Abgrund
Der Krieg gegen den Jemen holt Saudi-Arabien nun selbst ein. Raketen und Drohnen schlagen auf saudische Flughäfen und vor allem auf Anlagen des saudischen Ölkonzerns Aramco ein. Ölförderanlagen, die Aramco-Zentrale und Flughäfen wie der in der Hauptstadt Riad wurden schwer getroffen.

Das jemenitische Regime in der Hauptstadt Sanaa ist am Boden weiter in der Offensive, hält weiterhin die eroberte Region an der Einfahrt vom Arabischen Meer in das Rote Meer und marschiert derzeit in die drittgrößte Stadt Jemens, Taiz, ein. Die von Saudi-Arabien finanzierten Söldner sind ständig auf dem Rückzug. Zur Unterstützung seiner Söldner hat Saudi-Arabien großangelegte Luftangriffe auf die Hauptstadtregion Sanaa des Jemen durchgeführt. Nun wurde Saudi-Arabien selbst Ziel der Luftangriffe des Jemen.

Die Auswirkungen der jemenitischen Angriffe sind verheerend. Der saudische Staatsfonds, einer der größten der Welt, und damit der saudische Staat leben hauptsächlich von den Einnahmen, die der Ölkonzern Aramco generiert. Diese Einnahmen wurden jedoch bereits durch die Sperrung der Straße von Hormus im Zuge des Angriffskrieges der USA gegen Iran stark dezimiert. Zudem sperrte die Regierung des Jemen den Eingang zum Roten Meer. Nun sind noch diese verheerenden Luftangriffe hinzugekommen.

Diese Angriffe wirken sich vielfach auf das saudische Regime aus. Durch die Angriffe auf Aramco werden die Öleinnahmen weiter stark zurückgehen; sie machten bisher 60 Prozent der Staatseinnahmen aus. Aber durch die Angriffe auf die Flughäfen werden auch die Einnahmen aus Tourismus und sonstigem Gewerbe stark zurückgehen. Zudem werden erhebliche Wertberichtigungen von Immobilien und Rohstoffen zwangsläufig nötig sein, da in Kriegszeiten alles stark an Wert verliert. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Saudi-Arabiens dürfte katastrophal einbrechen und damit erhöhen sich auch die Schulden der Saudis in Prozent vom BIP von derzeit 30 Prozent ganz erheblich, vermutlich um ein Vielfaches.

Eigentlich galt die saudische Armee lange als stärkste in Westasien, stärker als Iran oder Israel. Davon scheint jedoch nichts übrig zu sein; man lässt Söldner für sich kämpfen, solange man sie noch zahlen kann. Vor Kurzem hat Saudi-Arabien auch einen „Verteidigungspakt" mit der Türkei und Pakistan geschlossen. Diese Länder haben auch kleine Beobachtungseinheiten geschickt. Größere Truppenentsendungen brächten für die Saudis jedoch noch mehr Probleme mit sich, da fremde Armeen im Land sicher auch Mitspracheforderungen und Machtansprüche dieser Länder mit sich bringen würden. Zudem lehnen diese Länder das Bündnis Saudi-Arabiens mit Israel ab.

Sollten die USA Iran erneut von saudischem Boden und Luftraum aus angreifen, sind außerdem erhebliche Gegenschläge des Iran auf US-Einrichtungen in Saudi-Arabien zu erwarten, was die Lage des Regimes weiter verschlimmern wird.

Die Lage des saudischen Regimes verschlechtert sich immer mehr, es kommt unter die Räder. Und damit auch der Petro-Dollar, dessen Eckpfeiler es ist.

14.10.2026 Weitere aktuelle Artikel auf den Seiten zu Arabien


Saudi-Arabien / Jemen:
Der Krieg dauert an
Der Krieg des saudischen Regimes gegen die jemenitische Regierung in der Hauptstadt Sanaa hält weiterhin an. Die jemenitischen Regierungstruppen, unterstützt von der Huthi-Miliz, rückten zuletzt im Osten und in den vergangenen Tagen auch im Süden vor, um saudisch-abhängige Milizen zu vertreiben. Dabei sollen sie von örtlichen Clan- und Stammesmilizen unterstützt worden sein. Auch die Nachschublager der Saudis sollen getroffen, teilweise zerstört und geplündert worden sein.
Die saudische Luftwaffe versuchte einzugreifen und griff erneut die jemenitische Hauptstadt Sanaa sowie den wichtigen Hafen von Hodeida an. Die jemenitische Regierung ihrerseits attackierte erneut Ölraffinerien und Förderanlagen der Saudis, was mehreren Berichten zufolge schwere Schäden an mehreren Anlagen verursacht haben soll. Zudem sperrte die jemenitische Regierung die Durchfahrt durch das Rote Meer und griff dort Frachtschiffe an, die in Verbindung mit Saudi-Arabien, den USA, Israel oder deren Unterstützern stehen.
Es wurde spekuliert, ob Pakistan oder die Türkei das saudische Regime bei Luftangriffen unterstützen. Wir gehen jedoch nicht davon aus, denn die Aktivierung eines solchen „Bündnisses" würde eher ein Eingeständnis von Schwäche und Hilflosigkeit bedeuten. Zudem ist der Jemen seit vielen Jahren schwere Bombenangriffe durch Saudi-Arabien, Israel und die USA gewohnt, sodass dadurch wohl kaum etwas auszurichten ist.
Der Krieg auf der Arabischen Halbinsel dauert weiterhin in voller Intensität an.
Redaktion Jemen, 9. September 2026


Saudi-Arabien gegen Jemen:
Neuer Krieg auf der Arabischen Halbinsel
Auf der Arabischen Halbinsel ist ein neuer Krieg zwischen Saudi-Arabien und dem Jemen ausgebrochen. Auslöser sollen Angriffe saudischer Streitkräfte auf den Flughafen der jemenitischen Hauptstadt Sanaa gewesen sein. Daraufhin habe der Jemen – insbesondere die wichtigsten militärischen Kräfte der Huthi-Rebellen – zurückgeschossen und zudem eine Blockade der strategisch bedeutenden Meerenge Bab al-Mandab für saudische Schiffe verhängt.

Als Reaktion griffen die Saudis den Hafen von Hudaida im Jemen an. Die Huthi antworteten mit schweren Raketenangriffen unter anderem auf zwei wichtige Raffinerien des saudischen Ölkonzerns Aramco. Diese Brände sind nach Tagen immer noch nicht gelöscht – der Krieg hält an.

Im Jemen war 2014 im Zuge des „Arabischen Frühlings" die korrupte Regierung gestürzt worden. Daraufhin hatte das saudische Regime den Jemen über Jahre hinweg belagert und schwer bombardiert, wodurch Hunderttausende Menschen getötet wurden.

Zudem bauten die Saudis eine eigene „Rebellenarmee" im Jemen auf – dasselbe taten die rivalisierenden Vereinigten Arabischen Emirate. Die vom Iran unterstützten Huthi konnten diese Kräfte jedoch zurückdrängen und kontrollieren inzwischen die wichtigsten Gebiete des Jemen, einschließlich der Hauptstadt Sanaa. 

Als vermittelnde Instanz fungiert ein „Präsidialer Übergangsrat", während die saudische Kontrolle über den Jemen in der Bevölkerung weitgehend abgelehnt wird.

Die Huthi hatten vor einigen Jahren durch Gegenangriffe auf saudische Städte das Regime in Riad bereits zu einem Friedensvertrag gezwungen. Dies könnte sich bald wiederholen: Das saudische Königshaus kann sich einen langen Krieg wirtschaftlich nicht leisten, während die Jemeniten wenig zu verlieren haben.

Redaktion Jemen, 27. Juli 2027