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Antikapitalist International Mexiko

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Mexiko im Aufschwung? – Antikapitalismus nötig!

Im Vergleich zu Ländern wie Japan, Frankreich, Italien oder den USA ist Mexiko unter Präsidentin Claudia Sheinbaum Pardo vermeintlich im Aufschwung.

Das Land war 1982 und 1994 jeweils am Rande der Zahlungsunfähigkeit, hat sich jedoch deutlich stabilisiert. Besonders seit der Amtsübernahme Sheinbaums gibt es enorme staatliche Investitionen in die Infrastruktur etwa Brücken, Eisenbahnen, die Wasserversorgung, Bildung, Sport, Umweltschutz und Kultur.

Gleichzeitig gibt es Verfassungsänderungen, die Zuwendungen an indigene Gemeinschaften vorschreiben; auch Frauen und Opfer krimineller Gewalt werden unterstützt. Die Zahl der Stipendiaten an Hochschulen wurde verdoppelt, Medien werden geschützt und gefördert. Die steigenden Energie- und Kraftstoffpreise wurden gedeckelt und subventioniert.

Der Verkauf von Wasserrechten wurde verboten, nicht genutzte Rechte wurden annulliert, und das Wasser wurde bäuerlichen Betrieben zur Verfügung gestellt.

Sheinbaum sieht sich als Präsidentin einer Volksregierung, die vom Volk ist und für das Volk arbeitet, wobei sie die kulturelle und moralische Führungsrolle der indigenen Völker hervorhebt. Nieder mit Korruption und Privilegien!", gibt sie als Parole der Regierung aus.

Außenpolitisch hat Mexiko den Staat Palästina anerkannt und sich der Völkermord-Klage gegen das Regime in Tel Aviv vor internationalen Strafgerichten angeschlossen.

Zudem wird Kuba, das sich in einer Wirtschaftskrise und unter Druck des Trump-Regimes befindet, erheblich mit Kraftstoffen, Nahrungsmitteln und anderen Gütern unterstützt. Außerdem gibt es Kleinkredite für kapitalistische Kleinunternehmen.

Die ökonomische Grundlage Mexikos ist derzeit eine Ausweitung des Handels, eine Aufblähung des umlaufenden Vermögens, steigende Exporte und eine Öffnung" gegenüber internationalem Kapital. Um die unberechenbare Zollpolitik und die Abschottung der USA unter Donald Trump auszugleichen, gibt es Kooperationen mit Kanada, der EU und mit BRICS-Mitgliedern wie Brasilien. Black-Rock-Chef Larry Fink kam persönlich nach Mexiko, um Anlagemöglichkeiten mit der Regierungschefin zu besprechen. Auch für inländische Unternehmerverbände, etwa der Zuckerindustrie, hat Sheinbaum ein offenes Ohr.

Einige Erfolge zeigen sich derzeit: Die Zahl der Arbeitsplätze in Mexiko ist im ersten Quartal 2026 um 422.000 gestiegen.

Die Mordrate ist um 34 Prozent auf 52,5 pro Tag gesunken, was natürlich immer noch immens hoch ist. Die Morde finden meist im Rahmen von Schutzgelderpressungen statt, bei denen Zahlungsunfähige oder Zahlungsunwillige oder deren Angestellte bzw. Familienmitglieder ermordet werden. Des Weiteren ermorden die kriminellen Banden auch Gegner, die ihr Banditentum anprangern. Drogen sind ein wichtiges Instrument der Bandenbosse, da ihre Mitglieder abhängig gemacht werden.
Die Kriminalität ist zwar rückläufig, aber weiterhin extrem hoch.

Der Kapitalismus aber ist global und auch in Mexiko ein betrügerischer Kettenbrief, der an sein unvermeidliches Ende gekommen ist. Der Aufschwung ist daher temporär und wird zwangsläufig wieder in die Krise münden.

Nötig ist eine antikapitalistische Politik mit bedingungslosem Grundeinkommen, Deckelung von Einkommen und Vermögen, Kapitalverkehrskontrollen und generell einer Umstellung vom Kapitalismus (mit Lohn, Preis und Profit) auf die Bedürfnisse der Bevölkerung. Um dies durchzusetzen, ist eine breite antikapitalistische Bewegung nötig.

Dafür werben wir: Der Kapitalismus ist kein Naturgesetz, sondern ein aufgezwungenes, unnatürliches, ideologisches und extrem krisenhaftes System, das immer eine herrschende Klasse braucht. Die hohe Moral und Kultur der indigenen Völker kann auf der Basis der fortgeschritteneren Produktivkräfte in ganz Mexiko und weltweit durchgesetzt werden.

Redaktion Mexiko, 15.5.2026