Nazis in der Bundeswehr

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Nazi Netzwerke in der Bundeswehr


Bildmontage: HF

02.05.17
AntifaschismusAntifaschismus, Debatte 

 

Augen Rechts!

Von Siegfried Buttenmüller

Der Oberleutnant der Bundeswehr Franko A.  hat sich als syrischer Asylbewerber ausgegeben und als solcher „islamistische" Anschläge geplant, die zur Hetze und Stimungmache gegen Flüchtlinge genutzt werden sollten. Ein Soldat hat die Öffentlichkeit nun auf die schon lange bekannte Nazi Gesinnung des Oberleutnants hingewiesen, die ihm aufgefallen war. 

Franko A. war in Illkirch bei Straßburg im Elsaß stationiert, sein Jägerbatallion 291 ist Teil der Deutsch / Französischen Brigade die ihren Stab in Müllheim hat, wo vor kurzem wieder Hunderte beim Ostermarsch des Friedensrates Müllheim demonstrierten.

Franko A. gehört einem Rechten Netzwerk in der Bundeswehr an dem mutmaßlich bis jetzt scho mindestens 5 Personen angehören. Verteidigungsministerin von der Leyen tritt bestürzt die Flucht nach vorne an und hat ihren USA Besuch abgesagt, um „aufklären" zu wollen. SPD und Grüne kritisieren sie deshalb leider und verlangen „Solidarität mit der Bundeswehr".

Dort hat man jedoch seit langem schon Rechts gar kein Auge aber Links dafür zwei. Dem Autor wurden Fälle aus den 80er Jahren zugetragen wo der MAD (Militärischer Abschirmdienst, Geheimdienst der BRD) extra zu Rekruten auf die Stube kam und Spinde kontrollieren ließ, ob dort linke Zeitungen lagen. Der Autor selbst mußte als eingezogener Zwangsrekrut MAD Fragebogen ausfüllen. Der ehemalige BWK hatte als einzige Linke Gruppe damals ein nennenswertes Netzwerk von Informanten innerhalb der Bundeswehr.

Franko A. ist jedoch kein zwangseingezogener Rekrut sondern Freiwilliger und kein Soldat, Unteroffizier und nicht einmal ein Feldwebel sondern ein Offizier im Range des Oberleutnants. Er hat sogar an der französischen Militärhochschule studiert und dort extreme Nazi Gesinnung erkennen lassen, wie sogar Vorgesetzten Urteilten. Trotzdem kam er dort durch alle Prüfungen, sämtliche übliche MAD Überprüfungen usw. 

Der MAD hat nur 2 Augen Links und keines Rechts. Rechtsextreme Netzwerke und Vereinigungen gab es in der Bundeswehr immer und sie wurden auch immer geduldet. Erst recht im Ländle wo der Nazi Marinerichter Filbinger Ministerpräsident war und seinen braunen Kultusminister Meyer-Vorfelder hatte, der mit seinen Kontakten in die Bundeswehr das singen aller drei Strophen der Nationalhymne dort durchsetzte und sich selbst wochenlang in Standorten wie Calw aufhielt.

Franko A. hat sicher auch Kontakte zu weiteren Rechtsextremen in der Bundeswehr und außerhalb, dies muss restlos und gründlich aufgeklärt werden. Nahe am Standort Illkirch ist der sogenannte Panzergraben von Rheinau, wo die Nazis letzte Aufgebote von zwangsrekrutierten Kindern und Rentnern verheizten und zahlreiche Brücken wie die Eisenbahnbrücke Breisach über den Rhein sprengten, um die Niederlage zu verzögern. Es muß aufgeklärt werden, ob Franko A. an solchen Nazi Veranstaltungen Teil genommen hat und welche Kontakte er zu welchen Nazis hat.

Der MAD muss wie die Anderen Geheimdienste aufgelöst werden. Soldaten müssen ermutigt werden über rechtsextreme Gesinnung, Menschenrechtsverletzungen und sonstige Mißstände öffentlich Bericht zu erstatten, wie das nun Soldaten über Franko A. getan haben. Die Haupttätigkeit des MAD besteht nämlich darin, solch freie Berichterstattung und Kontakte zu verhindern und überwacht den Mailverkehr aller Soldaten. Offiziere werden besonders streng überwacht denn auch dort gibt es Menschen, die mit vielem nicht einverstanden sind was real läuft. Der Fall des General Bastian in den 80er Jahren ist nur ein bekanntes Beispiel dem heute sicher viele folgen werden.

Das ist längst nicht der einzige Skandal der Bundeswehr und die Ministerin hat mit ihrer scharfen Kritik einmal Recht und Sie weis es garantiert noch viel besser und noch viel mehr Fälle die nicht öffentlich bekannt werden.

Die „Reform" der Bundeswehr kann jedoch nur von unten kommen durch Vernetzung aller Menschen inklusive auch der Soldaten, um eine bessere Gesellschaft zu erreichen, die für die Menschenrechte und für ein anständiges Leben für Alle kämpft.

Siegfried Buttenmüller