Kapitalistische Sparpolitik

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Sparen, aber richtig !


Bildmontage: HF

15.07.15
DebatteDebatte, Krisendebatte 

 

Wie kommen wir raus aus der kapitalistischen Krise ?

Von Siegfried Buttenmüller

Die bürgerlichen Meinungsmonopolisten laufen zur Höchstform auf um uns die Krise des kapitalistischen Wirtschaftssystemes vorzukauen, eine Debatte vorzugaukeln und angebliche Alternativen zu suggerieren. Zwei angebliche Gegenpole und Konzepte zur Lösung der fundamentalen Wirtschaftskrise werden konstruiert und uns aufgedrückt:

Zum einen die angebliche Sparpolitik (Austeritätspolitik) von Schäuble und den kapitalistischen Institutionen, die massive Rentenkürzungen, Privatisierungen und radikale Kürzungen vor allem im sozialen Bereich vorsieht. Als angeblicher Gegenpol wird das Nein zu dieser Politik dargestellt, also Keynesianismus, die Erhöhung der Staatsausgaben durch Kreditaufnahmen um Lohnarbeitsplätze und Profit zu schaffen, den Konsum hoch zu halten oder zu erhöhen und so die kapitalistische „Marktwirtschaft" zu stabilisieren.

Vertieft und ergänzt werden diese angeblichen Alternativen durch 2 Arten nationalistischer Hetze, die die Menschen in Völker spalten und gegeneinander aufhetzen soll. Auf der einen Seite die „verschwenderischen, faulen und gierigen Griechen" und als angeblicher Feind auf der anderen Seite die „hässlichen, faschistischen, imperialistischen" Deutschen. Zwei kapitalistische Konzepte und angeblich einzige Alternativen werden den Menschen von bürgerlichen Medien, den bürgerlichen Parlamenten, ihren Parteien, Politikern und Institutionen in das Bewusstsein hineingedrückt. Wobei die „Linke" Position selbstverständlich an den Sachzwängen scheitern muss, sobald sie in die Realität umgesetzt werden könnte.
An dem Punkt war der griechische Regierungschef Tsirpas und passte sich wie für „Linke" üblich den angeblichen Sachzwängen an.

Um aus dieser Gefangenschaft und Unterdrückung unseres Bewusstseines durch die riesige kapitalistische Volksverblödungsindustrie heraus zu kommen, müssen wir die Sache neu und objektiv angehen. Wir können und dürfen den hochbezahlten Wirtschaftsprofessoren, den privilegierten Politikern des Kapitales und den kapitalistischen Medien nicht vertrauen. Sehen wir die Sache mit dem gesunden Menschenverstand der Hausfrauen und Hausmänner die mit ihrem Budget zurecht kommen müssen und daher nicht abgehoben und weltfremd sind. Sehen wir die Sache mit den Augen der Angestellten, der ArbeiterInnen, der Selbständigen, der Arbeitslosen und aller Menschen die Monat für Monat ihr Budget planen und damit zurecht kommen müssen.

So müssen wir zunächst feststellen, das wir nicht unbegrenzt das Geld zum Fenster hinaus werfen können, auch nicht ständig Kredite aufnehmen können oder ständig andere Leute anpumpen können. Genau so kann dies ein Staat und eine Volkswirtschaft natürlich auch nicht, deshalb scheitern die „Linken" wie Tsirpas an der Realität die wir wahrscheinlich alle aus unseren persönlichen Erfahrungen kennen. Daher klappt die von den bürgerlichen Kapitalisten präsentierte „Linke Alternative" zu der kapitalistischen „Sparpolitik" in der Praxis nicht und sie schließen sich immer wieder der rechtskapitalistischen Politik an.

Die angeblichen Alternativen sind also gar keine, die rechten Kapitalisten sparen gar nicht sondern verteilen lediglich Vermögen und Einkommen von den kleinen Leuten um zu den Vermögenden. Die angeblichen „Linken" wollen gar nicht sparen und ruinieren und zerstören damit das Gemeinwesen.

Wirkliches Sparen ist jedoch positiv wie wir alle aus unseren Erfahrungen wissen. Wir können durch sparen für Notzeiten vorsorgen, auf größere Investitionen sparen oder auf was schönes das uns gefällt. Sparen bedeutet Sicherheit und Überfluss. Aber natürlich dürfen wir nicht an unserer Gesundheit sparen, unserer Pflege, unserer Ausrüstung, unserer Nahrungsmittel und unserem persönlichen Bedarf usw. Genau das machen die kapitalistischen Rechten mit ihrer angeblichen „Sparpolitik", sie beuten uns aus und verteilen um, sie zerstören uns indem sie uns das lebensnotwendige wegnehmen, sie unterdrücken uns. 
Sparen ist das nicht weil trotzdem viel zu viel Geld für Banken, das Militär, die Bürokratie, die Börse und für Umverteilungen zu den Reichen ausgegeben wird. Genau dort wo die rechten Kapitalisten nicht sparen und das Geld der Allgemeinheit verplempern und stehlen, können wir wirklich bequem sparen. Sparen wir uns „die Rechte" und „die Linke" Politik der Kapitalisten. Sparen wir oben an den Kapitalisten, ihren Banken und Börsen, den Bürokraten, ihren Politikern, Ministerien, Parlamenten, Medien und ihrem Militär. Nur wer richtig mit unserem Vermögen spart verdient unser Vertrauen. Sparen wir uns aus der Krise und aus dem Kapitalismus !


Siegfried Buttenmüller