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  <title>Dialektischer Materialismus</title>
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  <pubDate>Fri, 7 Aug 2026 15:45:06 +0200</pubDate>
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        <title>Dialektischer Materialismus - 1</title>
        <description><![CDATA[<P><STRONG><font style="font-size: 14px">Die wissenschaftliche Denkmethode:<BR></FONT><U><FONT color=#ff0000 size=5>Der Dialektische Materialismus<BR></FONT></U></STRONG><STRONG><font style="font-size: 14px">Hier&nbsp;ist der&nbsp;Bereich&nbsp;Dialektischer Materialismus&nbsp;von Antikapitalist International mit&nbsp;Artikeln die zur Erkl&auml;rung dieser wissenschaftlichen Denkrichtung relevant sind. Erg&auml;nzungen, Kritiken oder Artikelvorschl&auml;ge k&ouml;nnen&nbsp;gerne per Mail an die </FONT></STRONG><A href="mailto:Redaktion@Antikapitalist.EU"><FONT color=#0066cc size=4><STRONG>Redaktion@Antikapitalist.EU</STRONG></FONT></A><STRONG><font style="font-size: 14px"> geschickt werden.&nbsp;</FONT></STRONG></P>]]></description>
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        <pubDate>Fri, 7 Aug 2026 15:45:06 +0200</pubDate>
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        <title>Dialektischer Materialismus - 2</title>
        <description><![CDATA[<P><font style="font-size: 14px">F&uuml;r Karl Marx und Friedrich Engels:<BR></FONT><FONT color=#ff0000 size=6><U><STRONG>150 Jahre „Das Kapital"!<BR></STRONG></U></FONT><FONT color=black size=2 face=verdana><FONT size=4 face=Arial>Vor 150 Jahren wurde von Karl Marx und Friedrich Engels der 1 Band von „Das Kapital" herausgegeben. Noch heute &auml;rgern sich die neoliberale Autoren in kapitalistischen Medien wie der FAZ &uuml;ber dieses Werk das 3 B&auml;nde umfa&szlig;t. Und sie beschimpfen Karl Marx als „falschen Propheten"&nbsp; der angeblich nichts richtig vorhergesagt hat.</FONT></P> <P class=bodytext style="WHITE-SPACE: normal; WORD-SPACING: 0px; TEXT-TRANSFORM: none; COLOR: rgb(0,0,0); FONT: small verdana; WIDOWS: 1; LETTER-SPACING: normal; BACKGROUND-COLOR: rgb(255,255,255); TEXT-INDENT: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px"><FONT size=4 face=Arial>Dennoch erreicht Karl Marx bei Umfragen nach den „gr&ouml;&szlig;ten Deutschen" regelm&auml;&szlig;ig einen der vordersten Pl&auml;tze, weil die Krise des kapitalistischen Systems eben immer aktuell bleibt.</FONT></P> <P class=bodytext style="WHITE-SPACE: normal; WORD-SPACING: 0px; TEXT-TRANSFORM: none; COLOR: rgb(0,0,0); FONT: small verdana; WIDOWS: 1; LETTER-SPACING: normal; BACKGROUND-COLOR: rgb(255,255,255); TEXT-INDENT: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px"><FONT size=4 face=Arial>Die Begr&uuml;nder des Marxismus entwickelten den bis dahin und damals utopischen Sozialismus zum wissenschaftlichen Sozialismus weiter.<IMG title="Karl Marx und das Kapital" border=0 hspace=0 alt="Karl Marx und das Kapital" src="http://www.antikapitalist.eu/hpfixseparat_kapital_marx_07.jpg" align=right></FONT></P> <P class=bodytext style="WHITE-SPACE: normal; WORD-SPACING: 0px; TEXT-TRANSFORM: none; COLOR: rgb(0,0,0); FONT: small verdana; WIDOWS: 1; LETTER-SPACING: normal; BACKGROUND-COLOR: rgb(255,255,255); TEXT-INDENT: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px"><FONT size=4 face=Arial>„Das Kapital" ist nicht das Hauptwerk von Karl Marx und Friedrich Engels, obwohl es wegen dem gro&szlig;en Umfang oft so bezeichnet wird. Grundlage des Marxismus ist der Historische Materialismus und die daraus entwickelte wissenschaftliche Denkweise, der Dialektischen Materialismus. Auf dieser Grundlage entstanden zun&auml;chst das Kommunistische Manifest und viele weitere Schriften von Karl Marx und Friedrich Engels, die alle heute noch sehr beachtlich sind.</FONT></P> <P class=bodytext style="WHITE-SPACE: normal; WORD-SPACING: 0px; TEXT-TRANSFORM: none; COLOR: rgb(0,0,0); FONT: small verdana; WIDOWS: 1; LETTER-SPACING: normal; BACKGROUND-COLOR: rgb(255,255,255); TEXT-INDENT: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px"><FONT size=4 face=Arial>Die Gegner der Kommunisten behaupteten und behaupten bis heute, das kapitalistische Wirtschaftssystem aus Lohn, Preis und Profit w&uuml;rde zu immer mehr Fortschritt f&uuml;hren und die Menschen immer reicher machen, so dass alle Menschen mit diesem Wirtschaftssystem gut leben k&ouml;nnten. Dies war und ist bis heute nat&uuml;rlich auch die zentrale Frage in der politischen Auseinandersetzung. Es war daher richtig und geboten dass Karl Marx schlie&szlig;lich einen Schwerpunkt auf diese Frage legte.</FONT></P> <P class=bodytext style="WHITE-SPACE: normal; WORD-SPACING: 0px; TEXT-TRANSFORM: none; COLOR: rgb(0,0,0); FONT: small verdana; WIDOWS: 1; LETTER-SPACING: normal; BACKGROUND-COLOR: rgb(255,255,255); TEXT-INDENT: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px"><FONT size=4 face=Arial>Karl Marx trat mit seinen &ouml;konomischen Werken wie Das Kapital den b&uuml;rgerlichen &Ouml;konomen entgegen und verteidigte den Kommunismus. Er untersuchte die Bestandteile des kapitalistischen Systems wie das Geld und seine urspr&uuml;ngliche Akkumulation, Kredite, Aktien und sonstiges Kapital sowie die Koppelung von L&ouml;hnen, Preisen und Profiten usw. Dies Verarbeitete er zu mathematischen Formeln und wies damit wissenschaftlich / theoretisch nach, das dieses System vom Grunde her krisenhaft und defizit&auml;r ist. Um dieses permanente Defizit ausgleichen zu k&ouml;nnen, braucht der Kapitalismus st&auml;ndig Expansion durch das sogenannte Wachstum, durch Vergr&ouml;&szlig;erung der M&auml;rkte, durch Ausweitung der Geldmengen, durch immer mehr Verschuldung, durch Vergr&ouml;&szlig;erung der Imperien sowie durch aufbl&auml;hen der Aktien und Immobilienblasen. Und Karl Marx zeigte das Ende dieses Systems auf und das all die k&uuml;nstlichen Blasen durch den zwangsl&auml;ufig irgendwann eintretenden „Tendenziellen Fall der Profitraten" scheitern w&uuml;rde.&nbsp; Wenn das allgemeine Defizit nicht mehr durch die verschiedenen Expansionsm&ouml;glichkeiten ausgeglichen werden kann, die Profitraten also allgemein und tendenziell fallend werden,&nbsp; f&uuml;hrt das zu einer Kettenreaktion und der Vernichtung gro&szlig;er Mengen &uuml;ber Generationen aufgeh&auml;uften Kapitales, zur Entwertung des Geldes, zur Pleite der Banken, Staaten und Firmen. Das kapitalistische System ist so endlich wie ein Kettenbrief was genau so mathematisch bewiesen werden kann.</FONT></P> <P class=bodytext style="WHITE-SPACE: normal; WORD-SPACING: 0px; TEXT-TRANSFORM: none; COLOR: rgb(0,0,0); FONT: small verdana; WIDOWS: 1; LETTER-SPACING: normal; BACKGROUND-COLOR: rgb(255,255,255); TEXT-INDENT: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px"><FONT size=4 face=Arial>Der globale Zusammenbruch hat eigentlich mit der Finanzkrise von 2007 begonnen. Seither wird die Geldmenge des gro&szlig;en Kapitales (M3 ohne M1 und M2) als letztes Mittel durch s&auml;mtliche Notenbanken der Welt radi&Uuml;berschuldung des Staates die Zinswende einleiten. In dieser Krise wird kal und permanent erh&ouml;ht und mit diesem „Rettungsschirm" bilden sich letzte Aktien und Immobilienblasen. In den USA unter anderem wurde dieser letzte Bogen bereits &uuml;berspannt, die wichtigste Notenbank der Welt musste wegen Geldentwertung trotz totaler es sehr bald keinen funktionierenden Rettungsschirm mehr geben. Das Kapital ist jedoch Global und s&auml;mtliche Wirtschaften und W&auml;hrungen sind miteinander verflochten und verbunden, auch Japan, China, Ru&szlig;land Europa und die USA. Der Zusammenbruch wird daher auch global sein und die kapitalistusche Wirtschaft aller L&auml;nder mit sich in den Abgrund rei&szlig;en.</FONT></P> <P class=bodytext style="WHITE-SPACE: normal; WORD-SPACING: 0px; TEXT-TRANSFORM: none; COLOR: rgb(0,0,0); FONT: small verdana; WIDOWS: 1; LETTER-SPACING: normal; BACKGROUND-COLOR: rgb(255,255,255); TEXT-INDENT: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px"><FONT size=4 face=Arial>Karl Marx und Friedrich Engels traten f&uuml;r die Ersetzung des kapitalistischen Systems ein, das Waren f&uuml;r L&ouml;hne, Preise und Profite herstellt. Durch die direkte Anforderung, Produktion und Verteilung der G&uuml;ter durch die Verbraucher und Produzenten selbst und unter ihrer basisdemokratischen Kontrolle soll eine wirtschaftliche Basis f&uuml;r eine ganz neue, eine sozialistische Gesellschaft ohne Klassen geschaffen werden. Dem Kapitalistischen Wert der Waren stellten sie den realen Wert der G&uuml;ter aus Sicht der Gesamtgesellschaft gegen&uuml;ber.&nbsp; Durch solch eine Wirtschaft gibt es kein Defizit mehr das st&auml;ndig durch Expansion ausgeglichen werden mu&szlig;. Alle Menschen arbeiten gemeinsam an der Herstellung der ben&ouml;tigten G&uuml;ter und planen gemeinsam und demokratisch. Der &Uuml;berflu&szlig; an G&uuml;tern wird effektiv allen Menschen zur Verf&uuml;gung stehen und sie werden sich nicht mehr gegenseitig ausbeuten und unterdr&uuml;cken m&uuml;ssen. Im Gegenteil wird Jeder Mensch eine Bereicherung der anderen sein. Der Fortschritt wird zum Wohle aller Menschen sein und sich nicht mehr gegen sie wenden.</FONT></P> <P class=bodytext style="WHITE-SPACE: normal; WORD-SPACING: 0px; TEXT-TRANSFORM: none; COLOR: rgb(0,0,0); FONT: small verdana; WIDOWS: 1; LETTER-SPACING: normal; BACKGROUND-COLOR: rgb(255,255,255); TEXT-INDENT: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px"><FONT size=4 face=Arial>Heute sind nun 150 Jahre Vergangen seit Herausgabe des Ersten Bandes von „Das Kapital". B&uuml;rgerliche &Ouml;konomen stellen es auf den Kopf und malen ein Zerrbild des Kommunismus, um ihn als gescheitert darstellen zu k&ouml;nnen. Doch auch Linke machen manchmal den Fehler „Das Kapital" mit entsprechenden Lesekreisen in den Mittelpunkt zu stellen und dieses Werk zur politischen &Ouml;konomie zum eigentlichen Inhalt des Marxismus zu erkl&auml;ren.</FONT></P> <P class=bodytext style="WHITE-SPACE: normal; WORD-SPACING: 0px; TEXT-TRANSFORM: none; COLOR: rgb(0,0,0); FONT: small verdana; WIDOWS: 1; LETTER-SPACING: normal; BACKGROUND-COLOR: rgb(255,255,255); TEXT-INDENT: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px"><FONT size=4 face=Arial>Betrachten wir das 150 j&auml;hrige Jubil&auml;um der Herausgabe dieses wichtigen Werkes zur politischen &Ouml;konomie doch lieber so wie Marx und Engels das heute selber tun w&uuml;rden, n&auml;mlich mit der wissenschaftlichen Denkweise die sie entwickelt haben. Vergr&ouml;&szlig;ern wir den Blick auf Raum und Zeit denn wir haben heute 150 Jahre sp&auml;ter und k&ouml;nnen die Geschichte die auf die Herausgabe des „Das Kapital" folgte aus gr&ouml;&szlig;erer Perspektive beurteilen.</FONT></P> <P class=bodytext style="WHITE-SPACE: normal; WORD-SPACING: 0px; TEXT-TRANSFORM: none; COLOR: rgb(0,0,0); FONT: small verdana; WIDOWS: 1; LETTER-SPACING: normal; BACKGROUND-COLOR: rgb(255,255,255); TEXT-INDENT: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px"><FONT size=4 face=Arial>Es folgt die kleine Geschichte des gro&szlig;en Geldes die nun bald zu ende ist. Klein deshalb weil in einem Artikel nur ein grober &Uuml;berblick gemacht werden kann, genaue Zahlen und Diagramme werden in zuk&uuml;nftigen Werken zur politischen &Ouml;konomie sicher noch von vielen Autoren verarbeitet und diskutiert werden.</FONT></P> <P class=bodytext style="WHITE-SPACE: normal; WORD-SPACING: 0px; TEXT-TRANSFORM: none; COLOR: rgb(0,0,0); FONT: small verdana; WIDOWS: 1; LETTER-SPACING: normal; BACKGROUND-COLOR: rgb(255,255,255); TEXT-INDENT: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px"><FONT size=4 face=Arial>Die Industrialisierung hatte in England begonnen. Dort gab es gen&uuml;gend urspr&uuml;ngliche Kapitalakkumulation durch die Ausbreitung des Empire sowie g&uuml;nstigere Bedingungen mit Verkehrswegen, Handel, Rohstoffen und Gold. Die Erfindung der Dampfmaschinen steigerten die Produktion und die Verteilung der G&uuml;ter und der Rohstoffe mit Dampfschiffahrt und Dampfeisenbahnen.</FONT></P> <P class=bodytext style="WHITE-SPACE: normal; WORD-SPACING: 0px; TEXT-TRANSFORM: none; COLOR: rgb(0,0,0); FONT: small verdana; WIDOWS: 1; LETTER-SPACING: normal; BACKGROUND-COLOR: rgb(255,255,255); TEXT-INDENT: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px"><FONT size=4 face=Arial>Das b&uuml;rgerliche Frankreich folgte und wurde auch zum imperialen Weltreich w&auml;hrend die urspr&uuml;nglich f&uuml;hrenden Regionen um das Mittelmeer zur&uuml;ckfielen. Der Mangel an Rohstoffen wie S&uuml;&szlig;wasser, Holz, Kohle, Eisen und fruchtbarer B&ouml;den hemmte dort die Entwicklung so das der Nord und Ostseeraum wichtiger wurde.</FONT></P> <P class=bodytext style="WHITE-SPACE: normal; WORD-SPACING: 0px; TEXT-TRANSFORM: none; COLOR: rgb(0,0,0); FONT: small verdana; WIDOWS: 1; LETTER-SPACING: normal; BACKGROUND-COLOR: rgb(255,255,255); TEXT-INDENT: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px"><FONT size=4 face=Arial>Deutschland folgte mit der Gr&uuml;ndung des b&uuml;rgerlichen Nationalstaates viel sp&auml;ter doch war der Binnenmarkt erheblich gr&ouml;&szlig;er und beschleunigte die Entwicklung. Mit der Industrie wuchs die Lohnarbeiterschaft sprunghaft an. Die USA waren ein noch viel gr&ouml;&szlig;erer Binnenmarkt und holten noch schneller auf. Die Soziale Frage wurde durch die erk&auml;mpften Sozialversicherungen, den Kampf f&uuml;r den 8 Stunden Tag&nbsp; und&nbsp; Di&auml;ten f&uuml;r Abgeordnete usw. angeblich gel&ouml;st.</FONT></P> <P class=bodytext style="WHITE-SPACE: normal; WORD-SPACING: 0px; TEXT-TRANSFORM: none; COLOR: rgb(0,0,0); FONT: small verdana; WIDOWS: 1; LETTER-SPACING: normal; BACKGROUND-COLOR: rgb(255,255,255); TEXT-INDENT: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px"><FONT size=4 face=Arial>Die gro&szlig;en Imperien stie&szlig;en bis 1914 jedoch aneinander, Wachstum war immer weniger m&ouml;glich da die Welt bereits aufgeteilt war. Wachstum war nur noch auf Kosten der konkurrierenden Imperien m&ouml;glich und die Blasen drohten in allen L&auml;ndern zu platzen.&nbsp; Es drohte akut der „gro&szlig;e Kladderadatsch" wie August Bebel den Zusammenbruch genannt hatte. Der 1 Weltkrieg war das Ergebnis der ausweglosen Krise des Kapitalismus und jeweiliger Versuche diese Krisen auf Kosten anderer Imperien und damit Expansion zu l&ouml;sen. Millionen Tote und bis dahin nicht f&uuml;r m&ouml;glich gehaltene Zerst&ouml;rungen waren das Ergebnis dieser kapitalistischen Krise, die Karl Marx und seine Analyse des Kapitalismus schon damals in der Praxis eindeutig und eindrucksvoll best&auml;tigt hatten.</FONT></P> <P class=bodytext style="WHITE-SPACE: normal; WORD-SPACING: 0px; TEXT-TRANSFORM: none; COLOR: rgb(0,0,0); FONT: small verdana; WIDOWS: 1; LETTER-SPACING: normal; BACKGROUND-COLOR: rgb(255,255,255); TEXT-INDENT: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px"><FONT size=4 face=Arial>Der Aufschwung und die Strohfeuer des Kapitalismus hatten jedoch Illusionen in dieses Wirtschaftssystem gen&auml;hrt das es mit ihm immer weiter aufw&auml;rts gehen k&ouml;nnte. Der Marxismus als zeitweilig f&uuml;hrende Str&ouml;mung in der Arbeiterklasse wurde durch die Parteib&uuml;rokratie und deren Theoretiker und Revisionisten wie Eduard Bernstein unterwandert. Zudem behaupteten zentristische Theoretiker wie Karl Kautsky und seine Anh&auml;nger wie Wladimir Ulianow, da&szlig; der Sozialismus erst in vielleicht 100 Jahren auf der Tagesordnung st&uuml;nde. Dazu erfanden sie ein angeblich noch kommendes und zus&auml;tzliches Stadium des Kapitalismus, den Imperialismus, das dann nun angeblich erst das letzte Stadium vor dem Sozialismus sein w&uuml;rde. Trotz und gerade wegen dieser gravierenden Ab&auml;nderungen traten sie aber dennoch weiterhin als „Marxisten" auf und beanspruchten, im Namen des Marxismus und Sozialismus zu sprechen.</FONT></P> <P class=bodytext style="WHITE-SPACE: normal; WORD-SPACING: 0px; TEXT-TRANSFORM: none; COLOR: rgb(0,0,0); FONT: small verdana; WIDOWS: 1; LETTER-SPACING: normal; BACKGROUND-COLOR: rgb(255,255,255); TEXT-INDENT: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px"><FONT size=4 face=Arial>Marxisten wie die Gruppe Internationale (Spartakisten) verteidigten die ganze Denkweise und die Einsch&auml;tzung von Karl Marx und Friedrich Engels. Sie versuchten den 1 Weltkrieg mit allen Mitteln zu verhindern und bek&auml;mpften die Politik der B&uuml;rgerlichen, der Revisionisten und Zentristen, die mit ihren Kriegskrediten den 1 Weltkrieg nicht verhinderten sondern bef&ouml;rderten.</FONT></P> <P class=bodytext style="WHITE-SPACE: normal; WORD-SPACING: 0px; TEXT-TRANSFORM: none; COLOR: rgb(0,0,0); FONT: small verdana; WIDOWS: 1; LETTER-SPACING: normal; BACKGROUND-COLOR: rgb(255,255,255); TEXT-INDENT: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px"><FONT size=4 face=Arial>Der 1. Weltkrieg endete mit der Niederlage oder Zerschlagung diverser Imperien wie dem Osmanischen Reich, &Ouml;sterreich-Ungarn, dem Deutschen Kaiserreich und dem zaristischen Ru&szlig;land. Die Kommunisten organisierten sich aufgrund des Versagens der Sozialdemokratischen Parteien unter F&uuml;hrung der Spartakisten neu.&nbsp; Rosa Luxemburg, Karl Liebknecht und die ganze Marxistische F&uuml;hrung wurden in den B&uuml;rgerkriegen in Deutschland,&nbsp; Ru&szlig;land und anderen L&auml;ndern jedoch durch b&uuml;rgerliche, revisionistische und zentristische Kr&auml;fte eliminiert, so da&szlig; diese auch die Kommunistischen Parteien &uuml;bernehmen konnten.</FONT></P> <P class=bodytext style="WHITE-SPACE: normal; WORD-SPACING: 0px; TEXT-TRANSFORM: none; COLOR: rgb(0,0,0); FONT: small verdana; WIDOWS: 1; LETTER-SPACING: normal; BACKGROUND-COLOR: rgb(255,255,255); TEXT-INDENT: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px"><FONT size=4 face=Arial>Der erste Weltkrieg hatte jedoch die Probleme des Kapitalismus und seines Geldsystemes nicht l&ouml;sen k&ouml;nnen. Er wurde im zweiten Weltkrieg fortgesetzt und f&uuml;hrte zu noch mehr Millionen Toten, dem Holocaust als nie dagewesenem und einzigartigem Massenmord und wieder zur Verfolgung und Vernichtung der Marxisten, die eine ernsthafte Bedrohung f&uuml;r das krisenhafte System des Kapitalismus darstellten.</FONT></P> <P class=bodytext style="WHITE-SPACE: normal; WORD-SPACING: 0px; TEXT-TRANSFORM: none; COLOR: rgb(0,0,0); FONT: small verdana; WIDOWS: 1; LETTER-SPACING: normal; BACKGROUND-COLOR: rgb(255,255,255); TEXT-INDENT: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px"><FONT size=4 face=Arial>In der Sowjetunion als einem in der wirtschaftlichen Entwicklung r&uuml;ckst&auml;ndigem Land hatte sich eine besondere Form des Kapitalismus herausgebildet, auch als Diktatur einer kleinen herrschenden Klasse die Millionen Opfer zu verantworten hat. Das Gro&szlig;kapital&nbsp; (Geldmenge M3 abz&uuml;glich der Geldmengen M1 und M2 ) hatte sich dort im Vergleich zum Weltma&szlig;stab erst gar nicht herausbilden k&ouml;nnen. Dieses wurde durch den Staat und dessen B&uuml;rokratie ersetzt doch blieb auch diese Form des Kapitalismus krisenhaft und anderen Formen des Kapitalismus langfristig unterlegen.&nbsp;</FONT></P> <P class=bodytext style="WHITE-SPACE: normal; WORD-SPACING: 0px; TEXT-TRANSFORM: none; COLOR: rgb(0,0,0); FONT: small verdana; WIDOWS: 1; LETTER-SPACING: normal; BACKGROUND-COLOR: rgb(255,255,255); TEXT-INDENT: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px"><FONT size=4 face=Arial>Nach dem zweiten Weltkrieg setzte sich im Westen endg&uuml;ltig der Kapitalismus nach britischer und US amerikanischer Pr&auml;gung durch. Im Osten der Staatskapitalismus der seinen Bereich vergr&ouml;&szlig;ern konnte. Auch China, Vietnam, &Auml;thiopien, Angola und mehrere r&uuml;ckst&auml;ndige L&auml;nder oder Ex Kolonien &uuml;bernahmen eine Form des Staatskapitalismus mit Diktatur einer B&uuml;rokratie.</FONT></P> <P class=bodytext style="WHITE-SPACE: normal; WORD-SPACING: 0px; TEXT-TRANSFORM: none; COLOR: rgb(0,0,0); FONT: small verdana; WIDOWS: 1; LETTER-SPACING: normal; BACKGROUND-COLOR: rgb(255,255,255); TEXT-INDENT: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px"><FONT size=4 face=Arial>In den folgenden Jahrzehnten n&auml;herten sich der westliche Kapitalismus und die staatskapitalistischen L&auml;nder immer mehr an. Letztere bildeten aus den Reihen der Staats und Parteib&uuml;rokratien nach westlichem Vorbild und mit westlicher Hilfe selbst einen gro&szlig;kapitalistischen Bereich heraus und vereinigten sich mit dem globalen Kapitalismus.</FONT></P> <P class=bodytext style="WHITE-SPACE: normal; WORD-SPACING: 0px; TEXT-TRANSFORM: none; COLOR: rgb(0,0,0); FONT: small verdana; WIDOWS: 1; LETTER-SPACING: normal; BACKGROUND-COLOR: rgb(255,255,255); TEXT-INDENT: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px"><FONT size=4 face=Arial>Hier sind wir nun angekommen in der heutigen Zeit wo das&nbsp; vereinigte Gro&szlig;kapital die ganze Welt regiert und immer mehr zu einer kriminellen Mafia mutiert.</FONT></P> <P class=bodytext style="WHITE-SPACE: normal; WORD-SPACING: 0px; TEXT-TRANSFORM: none; COLOR: rgb(0,0,0); FONT: small verdana; WIDOWS: 1; LETTER-SPACING: normal; BACKGROUND-COLOR: rgb(255,255,255); TEXT-INDENT: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px"><FONT size=4 face=Arial>Die Krisen des Kapitalismus sind jedoch geblieben und haben sich immer mehr zugespitzt. Es gibt nun keine nennenswerten M&ouml;glichkeiten der Expansion mehr da praktisch die ganze Welt dem Gro&szlig;kapital unterworfen ist. Und die kapitalistischen Blasen sind nun derart aufgebl&auml;ht das sie platzen m&uuml;ssen. Alle Zentralbanken erh&ouml;hen verzweifelt die Geldmengen um das Platzen der riesigen Immobilienblasen, Aktienblasen und weitere Banken und Staatsbankrotte zu verhindern. Kriege k&ouml;nnen den Zusammenbruch nur noch beschleunigen.</FONT></P> <P class=bodytext style="WHITE-SPACE: normal; WORD-SPACING: 0px; TEXT-TRANSFORM: none; COLOR: rgb(0,0,0); FONT: small verdana; WIDOWS: 1; LETTER-SPACING: normal; BACKGROUND-COLOR: rgb(255,255,255); TEXT-INDENT: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px"><FONT size=4 face=Arial>Weltkriege und zahllose andere Kriege, Diktatur, Faschismus und Umweltzerst&ouml;rungen waren Mittel und Versuche den Zusammenbruch&nbsp; des kapitalistischen Wirtschaftssystems zu verz&ouml;gern. Der Marxismus ist eben kein Determinismus und Subjektive Faktoren spielen eben auch eine Rolle. Mit uns&auml;glichen Verbrechen gegen die Menschheit konnte das kapitalistische Wirtschaftssystem l&auml;nger &uuml;berleben.</FONT></P> <P class=bodytext style="WHITE-SPACE: normal; WORD-SPACING: 0px; TEXT-TRANSFORM: none; COLOR: rgb(0,0,0); FONT: small verdana; WIDOWS: 1; LETTER-SPACING: normal; BACKGROUND-COLOR: rgb(255,255,255); TEXT-INDENT: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px"><FONT size=4 face=Arial>Man kann die Realit&auml;t nicht verleugnen, verbieten oder unterdr&uuml;cken, sie &auml;ndert sich dadurch nicht. So kommen wir eben immer wieder auf Das Kapital und den Marxismus zur&uuml;ck, weil er eben objektiv und wissenschaftlich ist.</FONT></P> <P class=bodytext style="WHITE-SPACE: normal; WORD-SPACING: 0px; TEXT-TRANSFORM: none; COLOR: rgb(0,0,0); FONT: small verdana; WIDOWS: 1; LETTER-SPACING: normal; BACKGROUND-COLOR: rgb(255,255,255); TEXT-INDENT: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px"><FONT size=4 face=Arial>Danke Karl Marx und Friedrich Engels. H&auml;tte man auf euch geh&ouml;rt dann w&auml;re der Menschheit sehr viel erspart geblieben. In Zukunft wird man euch erst noch richtig verstehen und zu sch&auml;tzen wissen.&nbsp; Sp&auml;testens wenn die Menschheit den Kapitalismus &uuml;berwunden haben wird.</FONT></P> <P class=bodytext style="WHITE-SPACE: normal; WORD-SPACING: 0px; TEXT-TRANSFORM: none; COLOR: rgb(0,0,0); FONT: small verdana; WIDOWS: 1; LETTER-SPACING: normal; BACKGROUND-COLOR: rgb(255,255,255); TEXT-INDENT: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px"><FONT size=4 face=Arial>Siegfried Buttenm&uuml;ller&nbsp; 29.8.2017</FONT></P> <P class=bodytext style="WHITE-SPACE: normal; WORD-SPACING: 0px; TEXT-TRANSFORM: none; COLOR: rgb(0,0,0); FONT: small verdana; WIDOWS: 1; LETTER-SPACING: normal; BACKGROUND-COLOR: rgb(255,255,255); TEXT-INDENT: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px"><A onclick="openPic('index.php?eID=tx_cms_showpic&amp;file=uploads%2Fpics%2Fkapital-marx_07.jpg&amp;width=400m&amp;height=400&amp;bodyTag=%3Cbody%20bgColor%3D%22%23dddddd%22%3E&amp;wrap=%3Ca%20href%3D%22javascript%3Aclose%28%29%3B%22%3E%20%7C%20%3C%2Fa%3E&amp;md5=436ad2235152a1f52b1c8438a44bfa6c','51ffbfd648d3037533b16bea708636cc','width=267,height=270,status=0,menubar=0'); return false;" href="http://www.scharf-links.de/index.php?eID=tx_cms_showpic&amp;file=uploads%2Fpics%2Fkapital-marx_07.jpg&amp;width=400m&amp;height=400&amp;bodyTag=%3Cbody%20bgColor%3D%22%23dddddd%22%3E&amp;wrap=%3Ca%20href%3D%22javascript%3Aclose%28%29%3B%22%3E%20%7C%20%3C%2Fa%3E&amp;md5=436ad2235152a1f52b1c8438a44bfa6c" target=thePicture><STRONG><FONT face=Verdana></FONT></STRONG></A></P><BR class=Apple-interchange-newline></FONT>]]></description>
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        <pubDate>Fri, 7 Aug 2026 15:45:06 +0200</pubDate>
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        <title>Dialektischer Materialismus - 3</title>
        <description><![CDATA[<P><font style="font-size: 14px">Die Dolchsto&szlig;legende der B&uuml;rokratie:</FONT> <BR><FONT color=#ff0000 size=6><U><STRONG>Wer hat die Sowjetunion verraten ?<BR></STRONG></U></FONT><font style="font-size: 14px">Angeblich sind „Nato und Konzerne" schuld an der Aufl&ouml;sung der Sowjetunion und weiterer angeblich sozialistischer Staaten. Jedenfalls wenn man nach den Verlautbarungen mancher „Linker" in Deutschland und Europa geht, die zusammen mit den Rechten das Regime in Moskau unterst&uuml;tzten. Es wird der Eindruck erweckt dass das Putin Regime angeblich die Menschen in Russland gegen den Kapitalismus verteidigt und weiter angegriffen werde. Da solle man ruhig &uuml;ber schwerste Menschenrechtsverletzungen, Diktatur, die massive Unterst&uuml;tzung von Nazis in ganz Europa und von Rechtspopulisten wie Trump in den USA oder Diktatoren wie Assad von Syrien hinwegsehen, wie diese „Linken" zusammen mit der AfD usw. meinen.</FONT></P> <P><font style="font-size: 14px">Tatsache ist jedoch das die Sowjetunion von innen durch die herrschende B&uuml;rokratie in eine schwere Krise gef&uuml;hrt wurde und Ende 1991 dann von ihnen offiziell aufgel&ouml;st und abgeschafft wurde. Damit blieb selbige B&uuml;rokratie an der Macht und regiert Russland und weitere L&auml;nder bis heute, oft sogar selbige Leute. <BR>Die letzten F&uuml;hrer der Sowjetunion wie Andropow, Tschernenko und Gorbatschow waren entweder Bosse des Geheimdienstes KGB und / oder der KPDSU und waren f&uuml;r die Entwicklung hauptverantwortlich. Die Herrschende B&uuml;rokratenschicht blieb mit Jelzin und Putin und ihrer nunmehrigen Mafia auch in Ru&szlig;land bis heute an der Macht. <BR>Niemand hat diese Leute zu ihrem Handeln gezwungen, allenfalls die Krise ihres staatskapitalistischen Systems das auf der sogenannten „neuen &ouml;konomischen" und staatskapitalistischen Politik basierte.</FONT></P> <P><font style="font-size: 14px">Die B&uuml;rokratie der Sowjetunion selbst, eine nach dem F&uuml;hrerprinzip zentralistisch von oben gelenkte und mit gro&szlig;en Privilegien ausgestattete Funktion&auml;rsschicht im Staat, war die Ursache das die Sowjetunion immer mehr stagnierte und letztlich scheiterte. Und zwar nicht indem diese B&uuml;rokratie Fehler machte wie manche Legenden behaupten, sondern allein schon durch ihre Existenz die den Sozialismus verhinderte. Sozialismus setzt Gleichheit voraus und Demokratie nur so kann dieses System funktionieren und nur so kann seine weit &uuml;berlegene Effizienz zum tragen kommen.</FONT></P> <P><font style="font-size: 14px">Diese Schicht von privilegierten B&uuml;rokraten hat in Russland und allen Nachfolgestaaten der Sowjetunion immer noch die Macht auch wenn sie sich nun anders und nicht mehr „Kommunisten" nennen. Da ihr staatskapitalistisches System nicht mehr funktionierte und ihnen der Machtverlust drohte sind sie nur zum westlichen Kapitalismus &uuml;bergelaufen, wo sie mit offenen Armen erwartet wurden. Sie bekamen noch mehr Privilegien und pl&uuml;nderten die Menschen in der Sowjetunion schamlos und bis auf den letzten Rubel aus, der von ihnen Milliardenfach in den Westen verbracht wurde und bis heute auf den Finanzpl&auml;tzen der ganzen Welt angelegt ist. <BR>Aber auch der westliche Kapitalismus ist sehr krisenhaft und am Rande des Zusammenbruches und das stellt den Kapitalismus im ganzen und die B&uuml;rokratie in Russland und einigen L&auml;ndern im besonderen erneut in Frage.</FONT></P> <P><font style="font-size: 14px">Daher wird diese neue und viel gr&ouml;&szlig;ere da globale Dolchsto&szlig;legende verbreitet denn die herrschende B&uuml;rokratie stellt sich selbst und ihr eigenes Handeln niemals in Frage. Wobei kapitalistische Politiker dieser Dolchsto&szlig;legende gar nicht entgegentreten denn auch sie sind durch die Krise grunds&auml;tzlich in Frage gestellt. Die Wahrheit ist f&uuml;r sie viel schrecklicher als diese Legende die sie kaum und nur zum Schein &auml;rgert. Und die „Linke" tritt dieser neuen Dolchsto&szlig;legende nicht entgegen denn die jetzige Lage stellt auch jedwede staatskapitalistische Politik in Frage weil sie historisch total &uuml;berfl&uuml;ssig und sch&auml;dlich ist.</FONT></P> <P><font style="font-size: 14px">Die Linke wie sie in den letzten Jahrzehnten bekannt war geht unter mit dem kapitalistischen System denn sie ist ein Teil von ihm. Das kapitalistische System l&auml;sst sich durch Reformen auf staatlicher Ebene nicht mehr verbessern und auch nicht erhalten wodurch auch der Sozialdemokratische Fl&uuml;gel der Linken historisch erledigt ist, genau wie der staatskapitalistische Fl&uuml;gel. Unter solchen Bedingungen sind „Volksfronten" oder „Einheitsfronten" total absurde Strategien die nur das theoretische Elend offenbaren. Auch die Flucht in den Populismus ist v&ouml;llig sinnlos weil dies den Niedergang dieser Formationen auch nur beschleunigt. <BR>Beide l&auml;ngst lahmen Fl&uuml;gel &uuml;berdecken ihren theoretischen und praktischen Niedergang einstweilen mit dieser historisch gigantischen Dolchsto&szlig;legende und begeben sich teilweise oder zeitweilig in Querfronten.</FONT></P> <P><font style="font-size: 14px">Dies funktioniert nat&uuml;rlich nur sehr begrenzte Zeit denn die Geschichte mischt die Karten l&auml;ngst neu und auch immer schneller. Die einst m&auml;chtigen Sozialdemokraten und „Kommunisten" sind in vielen L&auml;ndern l&auml;ngst unbedeutend und m&uuml;ssen neuen Bewegungen Platz machen. Darunter mit Italien oder Frankreich auch gewichtige europ&auml;ische L&auml;nder und in Spanien sitzt mit Podemos eine neue und fortschrittlichere Bewegung des Proletariates bereits in den Rath&auml;usern.</FONT></P> <P><font style="font-size: 14px">Auch in Deutschland hat die erneute Debatte um „neue Sammlungsbewegungen" l&auml;ngst begonnen denn die „Linken" F&uuml;hrungen wissen das ihnen trotz und gerade wegen ihrer hohen Privilegien nicht mehr viel Zeit bleibt.</FONT></P> <P><font style="font-size: 14px">Anders als die fr&uuml;here Dolchsto&szlig;legende der Reichswehrf&uuml;hrung, die behauptete nicht sie sondern die Friedensbewegung habe die Niederlage der Reichswehr und die Krise im ersten Weltkrieg verursacht, kann die heutige jedoch nicht erfolgreich sein. Wir haben heute das was die B&uuml;rokraten im Ostblock immer zu verhindern versuchten, n&auml;mlich basisdemokratische Vernetzungen mit Telefon und Internet durch die ganze Gesellschaft. Dies erm&ouml;glicht uns die Gesellschaft bei uns, in Russland und in allen L&auml;ndern gemeinsam von unten neu aufzubauen und Niemand wird sich in den Weg stellen k&ouml;nnen. Privilegierte Politiker, Funktion&auml;re und B&uuml;rokraten k&ouml;nnen dabei &uuml;berall nichts helfen denn sie sind gerade das was die Weiterentwicklung der Gesellschaft verhindert. Das Proletariat ist heute l&auml;ngst nicht mehr wehrlos und l&auml;sst die B&uuml;rokratie erzittern und mit schrecken in ihre nicht vorhandene Zukunft blicken.</FONT><BR><font style="font-size: 14px">20.3. 2018<BR>Siegfried Buttenm&uuml;ller</FONT></P> <P><font style="font-size: 14px"></FONT>&nbsp;</P>]]></description>
        <link>http://www.antikapitalist.eu</link>
        <guid isPermaLink="true">http://www.antikapitalist.eu/dialektischer_materialismus.html</guid>
        <pubDate>Fri, 7 Aug 2026 15:45:06 +0200</pubDate>
    </item>
    <item>
        <title>Dialektischer Materialismus - 4</title>
        <description><![CDATA[<P><STRONG><font style="font-size: 14px">Zur Diktatur des Proletariates: <BR></FONT><FONT color=#ff0000 size=6><U>Alle Macht den R&auml;ten?<BR></U></FONT></STRONG><FONT color=black size=2 face=verdana><FONT size=4 face=Arial>Die Diktatur des Proletariates im Sinne von Marx und Engels ist eigentlich keine Diktatur. Sie ist die Diktatur der gro&szlig;en Mehrheit der Menschen die zu den derzeit und schon immer unterdr&uuml;ckten Klassen geh&ouml;ren. Die Diktatur des Proletariates ist wirkliche und echte Demokratie und Diktatur in dem Sinne, da&szlig; sie das entstehen neuer Herrschender Klassen und Schichten mit Privilegien verhindert.<BR>Nach Marx und Engels hat diejenige Klasse oder Schicht in der Gesellschaft die Macht welche die Kontrolle &uuml;ber die Wirtschaft und die wichtigsten Produktionsmittel hat und somit die Herrschende Klasse ist.</FONT></P> <P class=bodytext style="WHITE-SPACE: normal; WORD-SPACING: 0px; TEXT-TRANSFORM: none; COLOR: rgb(0,0,0); FONT: small verdana; WIDOWS: 1; LETTER-SPACING: normal; BACKGROUND-COLOR: rgb(255,255,255); TEXT-INDENT: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px"><FONT size=4 face=Arial>Scheinbar ist eine R&auml;teregierung eine Revolution und die Diktatur des Proletariates, wie viele Linke glauben. Die Sowjetunion w&uuml;rde auf Deutsch „R&auml;teunion" bedeuten doch ist wohl jedem klar das die Macht dieser R&auml;te sehr begrenzt gewesen ist und Sie von den wahren Machthabern gelenkt und kontrolliert wurden.<SPAN class=Apple-converted-space>&nbsp;</SPAN><BR>Auch im Kapitalismus gibt es Gemeinder&auml;te usw. doch liegt die eigentliche Macht bei den Besitzern der Produktionsmittel und der B&uuml;rokraten, nach deren Vorgaben und im Rahmen deren Systems diese R&auml;te agieren m&uuml;ssen. R&auml;te gab und gibt es nat&uuml;rlich auch im Faschismus, beim sogenannten Islamischen Staat und der PKK doch dies sei nur am Rande und der Vollst&auml;ndigkeit halber erw&auml;hnt.<SPAN class=Apple-converted-space>&nbsp;</SPAN><BR>Die Neugr&uuml;ndung von R&auml;ten ist meist ein Hebel um konkurrierende Herrschende Klassen oder B&uuml;rokratien zu verdr&auml;ngen und zu ersetzen. Eine Krise kann auch spontan zur R&auml;tebildung f&uuml;hren, wenn die Gesellschaft in tiefer Krise ist.</FONT></P> <P class=bodytext style="WHITE-SPACE: normal; WORD-SPACING: 0px; TEXT-TRANSFORM: none; COLOR: rgb(0,0,0); FONT: small verdana; WIDOWS: 1; LETTER-SPACING: normal; BACKGROUND-COLOR: rgb(255,255,255); TEXT-INDENT: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px"><FONT size=4 face=Arial>R&auml;te oder auch eine R&auml;teregierung an sich bedeuten also noch nicht viel da die eigentliche Macht immer bei der Herrschenden Klasse liegt und diese dadurch kenntlich ist, da&szlig; sie die Macht &uuml;ber die Wirtschaft und die Produktionsmittel wie Fabriken und Betriebe hat.<SPAN class=Apple-converted-space>&nbsp;</SPAN><BR>Enteignungen dieser Produktionsmittel sind nicht automatisch eine Diktatur des Proletariates sondern in der Regel nur ein Besitzerwechsel, z.B. der &Uuml;bergang des Eigentums von Kapitalisten auf eine Form der B&uuml;rokratie, also einer B&uuml;rokratie einer ideologischen Partei oder auch einer B&uuml;rokratie einer Religion. Wenn das kapitalistische Wirtschaftssystem nicht ersetzt wird ist eine Diktatur des Proletariates auch durch spontane R&auml;tebildungen nicht m&ouml;glich da dieses Wirtschaftssystem sofort neue B&uuml;rokratie und neue Herrschende Klassen erzeugt. Oftmals vereinen sich solche B&uuml;rokratien mit den Kapitalisten wie das in Osteuropa oder China zu sehen gewesen ist. Mischformen von B&uuml;rokratien die zugleich die wichtigsten Produktionsmittel kontrollieren, sind sozusagen heute Standart.</FONT></P> <P class=bodytext style="WHITE-SPACE: normal; WORD-SPACING: 0px; TEXT-TRANSFORM: none; COLOR: rgb(0,0,0); FONT: small verdana; WIDOWS: 1; LETTER-SPACING: normal; BACKGROUND-COLOR: rgb(255,255,255); TEXT-INDENT: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px"><FONT size=4 face=Arial>Doch was ist nun die Diktatur des Proletariates wenn es keine R&auml;teregierung oder so etwas ist ?<SPAN class=Apple-converted-space>&nbsp;</SPAN><BR>Die Diktatur des Proletariates erfordert zuerst einmal soziale Gleichheit und gleiche Rechte f&uuml;r Alle Menschen. Es ist die Abschaffung der Privilegien f&uuml;r Besitzer der Produktionsmittel, des gro&szlig;en Geldes und der privilegierten B&uuml;rokratie aus Parteien und Politikern.</FONT></P> <P class=bodytext style="WHITE-SPACE: normal; WORD-SPACING: 0px; TEXT-TRANSFORM: none; COLOR: rgb(0,0,0); FONT: small verdana; WIDOWS: 1; LETTER-SPACING: normal; BACKGROUND-COLOR: rgb(255,255,255); TEXT-INDENT: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px"><FONT size=4 face=Arial>Die kapitalistische Produktionsweise mit Lohn, Preis, Profit, Geld, Banken, W&auml;hrungen usw. erfordert jedoch zwingend eine Herrschende Klasse und privilegierte B&uuml;rokratie die dieses System verwaltet und kontrolliert sowie mit bewaffneten Formationen und dem Staat sch&uuml;tzt.<SPAN class=Apple-converted-space>&nbsp;</SPAN><BR>W&uuml;rde die Produktion und Verteilung der G&uuml;ter nicht nach diesen kapitalistischen Prinzipien organisiert sein sondern durch die direkte Anforderung der Verbraucher, w&auml;re es demokratisch, effizient und an den Interessen der gro&szlig;en Mehrheit der Menschen ausgerichtet. Und die tiefgreifenden Krisen des kapitalistischen Wirtschaftssystems w&auml;ren &uuml;berwunden.</FONT></P> <P class=bodytext style="WHITE-SPACE: normal; WORD-SPACING: 0px; TEXT-TRANSFORM: none; COLOR: rgb(0,0,0); FONT: small verdana; WIDOWS: 1; LETTER-SPACING: normal; BACKGROUND-COLOR: rgb(255,255,255); TEXT-INDENT: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px"><FONT size=4 face=Arial>Ein R&auml;tesystem w&auml;re also nach Marx und Engels nur dann eine Diktatur des Proletariates, wenn diese R&auml;te auch die Produktion und Verteilung der G&uuml;ter kontrollieren w&uuml;rden und keine privilegierte B&uuml;rokratie oder m&auml;chtiges Kapital zum Beispiel &uuml;ber sich h&auml;tten. Die R&auml;te m&uuml;&szlig;ten au&szlig;erdem absolut demokratisch sein und es d&uuml;rfte keine Privilegien geben, sondern jederzeitige Abwahlm&ouml;glichkeiten.<SPAN class=Apple-converted-space>&nbsp;</SPAN><BR>Ein weitere wichtige Voraussetzung damit das Proletariat zur Macht kommen kann ist auch das es politisch stark ist und sich dar&uuml;ber im klaren ist, wie das kapitalistische Wirtschaftssystem ersetzt und &uuml;berwunden werden kann.<SPAN class=Apple-converted-space>&nbsp;</SPAN><BR>Daran h&auml;ngt es derzeit am meisten denn der Kapitalismus und die auf ihm aufbauende Gesellschaft werden st&auml;ndig reproduziert, obwohl es in auswegloser Krise ist.</FONT></P> <P class=bodytext style="WHITE-SPACE: normal; WORD-SPACING: 0px; TEXT-TRANSFORM: none; COLOR: rgb(0,0,0); FONT: small verdana; WIDOWS: 1; LETTER-SPACING: normal; BACKGROUND-COLOR: rgb(255,255,255); TEXT-INDENT: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px"><FONT size=4 face=Arial>R&auml;te sind in der heutigen Zeit allerdings kaum noch n&ouml;tig, denn die massenhafte und breite Vernetzung der Menschen und die globale Vernetzung der Produktion und Verteilung der G&uuml;ter machen sie heute bereits &uuml;berholt. Direkte Demokratie in der Wirtschaft und damit in der Gesellschaft und direkte Steuerung der Wirtschaft &uuml;ber den Verbrauch ist m&ouml;glich. Es geht um die Entmachtung der B&uuml;rokraten und der gro&szlig;en Kapitalbesitzer. Es geht um mehr Gleichheit und um mehr Demokratie.</FONT></P> <P class=bodytext style="WHITE-SPACE: normal; WORD-SPACING: 0px; TEXT-TRANSFORM: none; COLOR: rgb(0,0,0); FONT: small verdana; WIDOWS: 1; LETTER-SPACING: normal; BACKGROUND-COLOR: rgb(255,255,255); TEXT-INDENT: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px"><FONT size=4 face=Arial>K&auml;mpfen wir also alle gemeinsam f&uuml;r Gleichheit, Demokratie und die Ersetzung des kapitalistischen Wirtschaftssystems.</FONT></P> <P class=bodytext style="WHITE-SPACE: normal; WORD-SPACING: 0px; TEXT-TRANSFORM: none; COLOR: rgb(0,0,0); FONT: small verdana; WIDOWS: 1; LETTER-SPACING: normal; BACKGROUND-COLOR: rgb(255,255,255); TEXT-INDENT: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px"><FONT size=4 face=Arial>13.11. 2017<BR>Siegfried Buttenm&uuml;ller</FONT></P><BR class=Apple-interchange-newline></FONT>]]></description>
        <link>http://www.antikapitalist.eu</link>
        <guid isPermaLink="true">http://www.antikapitalist.eu/dialektischer_materialismus.html</guid>
        <pubDate>Fri, 7 Aug 2026 15:45:06 +0200</pubDate>
    </item>
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        <title>Dialektischer Materialismus - 5</title>
        <description><![CDATA[<font style="font-size: 14px"><font style="font-size: 12px"> <P><font style="font-size: 17px"><STRONG>Klasse gegen Klasse?<BR></STRONG></FONT></FONT></FONT><FONT color=#ff0000 size=6><U><STRONG>Gegen das System!<BR></STRONG></U></FONT><font style="font-size: 14px"><font style="font-size: 14px">Die Redaktion&nbsp;m&ouml;chte mit diesem Text das Thema „Klassenkampf" aufgreifen, das derzeit von Teilen der geschw&auml;chten </FONT>„radikalen Linken" propagiert wird.</P> <P>Karl Marx entdeckte, dass der Klassenkampf der Motor der Geschichte ist. Die Spaltung der Gesellschaft in Klassen ist eines der zentralen Theoreme des Marxismus. Dieses Theorem ist jedoch nicht pers&ouml;nlich zu nehmen, sondern ein wissenschaftliches Werkzeug zur Analyse der Gesellschaft und des Systems. Marx pl&auml;dierte daf&uuml;r, die Spaltung der Gesellschaft zu &uuml;berwinden – was nur durch die Ersetzung des Systems m&ouml;glich ist. Er betonte, dass daf&uuml;r letztlich eine Revolution n&ouml;tig sein wird, und hob hervor, dass die Arbeiterklasse nicht einfach kapitalistische Institutionen wie Parlamente &uuml;bernehmen kann, wenn sie das System &uuml;berwinden will.</P> <P>Das kapitalistische System braucht und erzeugt immer herrschende Klassen, da es sonst nicht bestehen kann. Selbst wenn (noch) keine Kapitalistenklasse existiert, &uuml;bernehmen B&uuml;rokraten die Kontrolle &uuml;ber die wesentlichen Produktionsmittel und bilden die herrschende Klasse.</P> <P>Der reine Klassenkampf &auml;ndert jedoch am System letztlich nichts. Nat&uuml;rlich ist es begr&uuml;&szlig;enswert und zu f&ouml;rdern, wenn sich unterdr&uuml;ckte Schichten und Klassen gegen Unterdr&uuml;ckung und die Abw&auml;lzung von Krisenfolgen wehren und sich in Bewegungen organisieren, um Widerstand zu leisten. Die Sto&szlig;richtung dieser Bewegungen muss jedoch gegen das kapitalistische System gerichtet sein. Andernfalls kann man sie nur anf&auml;nglich und kritisch unterst&uuml;tzen. Ohne diese Ausrichtung geraten die Bewegungen immer auf einen kapitalistischen Kurs und werden im Erfolgsfall selbst zu kapitalistischen Unterdr&uuml;ckern.</P> <P>Beispiele hierf&uuml;r gibt es zuhauf: So streben „Nationalbewegungen" oft nicht nur die Befreiung ihrer „Nationalit&auml;t" an, sondern auch Hegemonie und Unterdr&uuml;ckung gegen&uuml;ber Menschen, die sie nicht zu ihrem Kreis z&auml;hlen. Eine Frauenbewegung, die sich nicht gegen das kapitalistische System richtet, wird vor allem den pers&ouml;nlichen Profit der Funktion&auml;rinnen und der „Organisation" im Auge haben. &Auml;hnliches wurde auch bei der Bewegung „Black Lives Matter" beobachtet, um nur einige Beispiele zu nennen.</P> <P>Es kommt jedoch auch auf den Kern einer Bewegung an: Was sie ist und was sie anstrebt. Eine „Nationalbewegung" hat immer einen reaktion&auml;ren Kern, da die Nation selbst ein Kunstprodukt der herrschenden Klassen und ein Ergebnis der &ouml;konomischen Machtverh&auml;ltnisse ist. Rechte und Faschisten haben ihren Ursprung oft in „nationalen Befreiungsbewegungen", die vom herrschenden Kapital und privilegierten B&uuml;rokraten gef&ouml;rdert und instrumentalisiert werden – &auml;hnlich wie religi&ouml;se Bewegungen.</P> <P>Aber auch auf der „Linken" gibt es kapitalistische „Bewegungen", wie etwa Lohnarbeiterbewegungen, die die kapitalistische Lohnarbeit nicht in Frage stellen. F&uuml;r Karl Marx war die &Uuml;berwindung der kapitalistischen Lohnarbeit eine zentrale Forderung, die sich gegen das System selbst richtet. Wer nur f&uuml;r Lohnarbeit, deren Erhalt und „soziale Gestaltung" eintritt, ist im Kern so reaktion&auml;r wie Nationalbewegungen, da die Lohnarbeit – neben Profiten, Preisen und Banken – den Kern des Kapitalismus bildet. Dort, wo lediglich Lohnarbeit propagiert wird, finden auch reaktion&auml;re Nationalbewegungen fruchtbaren Boden, denn die Lohnarbeit braucht den nationalen Kapitalismus.</P> <P>Eine wichtige Frage ist zudem die Organisationsfrage, auf deren Basis der Klassenkampf gef&uuml;hrt wird. Eine selbsternannte und geheime „Avantgarde" der Lohnarbeiterklasse, die sich nicht einmal gegen das kapitalistische System positioniert, kann keinen Beitrag zur &Uuml;berwindung des Systems leisten. Das gilt ebenso f&uuml;r Parteien, die von oben organisiert sind und selbst auf Lohnarbeit und Profit basieren.&#12288;</P> <P>Klassenkampf muss daher in erster Linie ein Kampf gegen das kapitalistische System sein – nur so kann er dauerhaft erfolgreich sein. Klassenkampf ist kein Selbstzweck oder Ziel, sondern ein Mittel zum Zweck der &Uuml;berwindung der Klassengesellschaft und Befreiung der Menschheit &uuml;berhaupt.</P> <P>Redaktion, 26 Februar 2025</P></FONT>]]></description>
        <link>http://www.antikapitalist.eu</link>
        <guid isPermaLink="true">http://www.antikapitalist.eu/dialektischer_materialismus.html</guid>
        <pubDate>Fri, 7 Aug 2026 15:45:06 +0200</pubDate>
    </item>
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        <title>Dialektischer Materialismus - 6</title>
        <description><![CDATA[<P><FONT face=Verdana><STRONG><font style="font-size: 17px"><font style="font-size: 14px">Wie bildet sich Klassenbewusstsein ?</FONT><BR></FONT><BR></STRONG></FONT><FONT style="FONT-VARIANT: normal; WHITE-SPACE: normal; WORD-SPACING: 0px; TEXT-TRANSFORM: none; FONT-WEIGHT: normal; COLOR: rgb(0,0,0); FONT-STYLE: normal; WIDOWS: 1; LETTER-SPACING: normal; LINE-HEIGHT: normal; BACKGROUND-COLOR: rgb(255,255,255); TEXT-INDENT: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px" face=verdana><U><FONT color=#ff0000 size=6 face=Arial><STRONG>Gegen den Kapitalismus !</STRONG></FONT></U></P> <P class=bodytext><font style="font-size: 14px">Oft wird das „fehlende Klassenbewusstsein" beklagt das Ursache daf&uuml;r sei das Linke Organisationen stagnieren und in der Krise sind. Es gibt jedoch mehrere Schichten und Klassen in der Gesellschaft und deren Bewusstsein ist verschieden. Die untere Klasse ist als das von Marx so bezeichnete Proletariat oder heute auch als die „99 Prozent" oder auch als „Unterschicht" bezeichnet, die Hauptklasse.<BR>Das Bewusstsein der Klassen wird im allgemeinen von ihrer Lage und ihren spezifischen Interessen gepr&auml;gt. F&uuml;r die Angeh&ouml;rigen der Hauptklasse stellt sich die Frage ob sie mit den bestehenden Verh&auml;ltnissen leben k&ouml;nnen, wie die allgemeine Tendenz der Lebensverh&auml;ltnisse ist und ob die Gesellschaft &uuml;berhaupt eine Zukunft hat und wie diese aussehen kann.<SPAN class=Apple-converted-space>&nbsp;</SPAN><BR>In den letzten Jahrzehnten basierte die Gesellschaft faktisch auf einem faulen Klassenkompromiss, auf einer L&uuml;ge. Sozialreformen w&uuml;rden angeblich die Lage der unteren Klasse immer mehr verbessern und zu immer besseren Lebensbedingungen f&uuml;hren. Sozusagen ein reformistischer &Uuml;bergang in eine Gesellschaft ohne Klassen oder doch zumindest in eine Gesellschaft in der es allen gut ging, war scheinbar die allgemeine Richtung. Der interne „Burgfrieden" im Lande war ein wesentlicher Teil dieses Gesellschaftsvertrages der so zu Lasten des Proletariates in der sogenannten „Drittwelt" ging.<SPAN class=Apple-converted-space>&nbsp;</SPAN><BR>Bei der allgemein defizit&auml;ren Struktur des Kapitalismus hatte dieser Klassenkompromiss oder Gesellschaftsvertrag seinen Preis der mit wirtschaftlicher Expansion, Globalisierung, Ausweitung der Geldmengen, Anwachsen der allgemeinen Verschuldung des Staates usw. bezahlt wurde.<SPAN class=Apple-converted-space>&nbsp;</SPAN><BR>Das Wirtschaftssystem Kapitalismus ist hier jedoch einmal mehr an seine Grenzen gelangt, mehr an Expansion, Verschuldung usw. ist nicht m&ouml;glich. Es gibt keinen reformistische &Uuml;berwindung des Kapitalismus wie teilweise suggeriert wurde, es kann nur durch ein besseres Wirtschaftssystem ersetzt werden.<SPAN class=Apple-converted-space>&nbsp;</SPAN><BR>Sp&auml;testens mit der Agenda 2010 der Schr&ouml;der / Fischer Regierung aber auch schon vorher wurde dieser Klassenkompromiss gek&uuml;ndigt. Reformabbau, die Verschlechterung der Lage und die Versch&auml;rfung der Ausbeutung der unteren Klasse steht auf der Agenda der Systemparteien.</FONT></P> <P class=bodytext><font style="font-size: 14px">Die Hauptklasse reagiert mehrheitlich distanziert und kritisch auf diese Entwicklung. Das Ergebnis sind vermehrte Wahlenthaltung, die Krise der Systemparteien, das zumindest tempor&auml;re Erscheinen neuer Bewegungen wie den Piraten, der WASG und Die Linke. Mit den sogenannten „Volksparteien" geraten die f&uuml;hrenden politischen Formationen SPD und Union nun zunehmend in existenzbedrohende Lagen.</FONT></P> <P class=bodytext><font style="font-size: 14px">Die B&uuml;rokratie des kapitalistischen Sektors „Politik" reagiert auf ihre Deligimation durch breite Schichten auf ihre Weise. Sie versucht mit Populismus den drohenden Verlust ihrer privilegierten Stellung in der Gesellschaft abzuwenden. PR Unternehmer wie M&auml;hrholz werden finanziert um politisch genehme „Bewegungen" zu initieren. Sein Nachfolger ist Bachmann, dessen „Pegida Bewegung" inzwischen ebenfalls im eigenen Morast versunken ist. Die von Professoren gegr&uuml;ndete und gef&uuml;hrte AFD ist ein weiteres Ph&auml;nomen der Krise des Systems und Ergebnis des Populismus der &uuml;berfl&uuml;ssigen B&uuml;rokratie des Systems. Die Wiedereinf&uuml;hrung der DM und Hetze gegen die Fl&uuml;chtlinge sind ihre Hauptthemen. Diese „Themen" greifen auch B&uuml;rokraten aller bestehenden Parteien auf um zu versuchen ihrem Niedergang entgegen zu wirken. Ein populistischer Wettlauf der den Niedergang des politischen und gesellschaftlichen Systemes beschleunigt und sich zur Krise aller Parteien ausweitet.</FONT></P> <P class=bodytext><font style="font-size: 14px">Das Proletariat als Hauptklasse blickt mit immer mehr Schaudern auf die politische Klasse die sich mehr und mehr als F&auml;kaliengrube der Gesellschaft entpuppt. Nichtw&auml;hler sind seit Jahren die gr&ouml;&szlig;te W&auml;hlergruppe und von den W&auml;hlern wurden sehr viele unter anderem damit get&auml;uscht, da&szlig; der Populismus durch Wahlteilnahme verhindert werden m&uuml;sse. Ersch&uuml;tterungen wie Finanzkrisen als Vorzeichen des Scheiterns des wirtschaftlichen Systemes und die Reaktionen der Verantwortlichen verst&auml;rken diese Haltung.</FONT></P> <P class=bodytext><font style="font-size: 14px">Die Frage warum nun all die verschiedenen „Linken" von dieser Lage nicht profitieren ist gut zu beantworten. Allgemein sind Linke leider keine Antikapitalisten und glauben sogar noch mehr als alle Anderen daran, das dieses System durch Sozialreformen ertr&auml;glich gestaltet und gerettet werden k&ouml;nnte. Die Linke, DKP, MLPD aber auch die zahlreichen trotzkistischen, stalinistischen, maoistischen usw. Kleingruppen und die Gewerkschaften sind Teil dieses Systemes und wollen es nur erhalten. Das Lohn-Preis-Profitsystem als Basis der Gesellschaft wird von ihnen &uuml;berhaupt nicht in Frage gestellt und so sind sie vom ihrem eigenen Bewusstsein her zu den r&uuml;ckst&auml;ndigsten geworden. Das Proletariat kann ihnen gar nicht folgen den ihre kapitalistische Politik ist falsch und gar nicht machbar. Genau wie ihre kapitalistischen und b&uuml;rokratischen Organisationsmethoden falsch sind. Es ist die leninistische Wirtschaftspolitik der kapitalistischen N&Ouml;P und die leninistischen Organisationsmethoden des b&uuml;rokratischen Zentralismus die Scheitern und dem das Proletariat nicht folgt. Auch die v&ouml;lkische und nationalistische Politik dieses Spektrums hat noch nie etwas mit Links zu tun gehabt. Die Arbeiterklasse hat kein Vaterland und braucht keine neuen Nationalstaaten, in Katalonien nicht, in Kurdistan, Pal&auml;stina, Bayern und in allen anderen Gegenden nicht. Das Bewusstsein des Proletariates basiert auf internationaler Solidarit&auml;t und zeigt den B&uuml;rokraten mit ihren „Brexit", „Dexit" und sonstigen Nationalbewegungen eine Absage. F&uuml;r das Proletariat nutzlose Formationen und Klassen versinken im Sumpf ihrer Querfront, weil ihr kapitalistisches Fundament zerbricht.&nbsp;</FONT></P> <P class=bodytext><font style="font-size: 14px">Das Klassenbewusstsein der unteren Schichten ist also durchaus vorhanden und gesund. Doch wie kann man in die Offensive kommen und was ist zu tun?<SPAN class=Apple-converted-space>&nbsp;</SPAN><BR>Zun&auml;chst einmal ist Opposition gegen das Lohn-Preis-Profit System n&ouml;tig denn dieses System geht unter. Man muss mit dem System brechen und Alternativen propagieren wie Marx, Engels und Rosa Luxemburg es gemacht haben. Das Scharfe Schwert des Proletariates ist die politische &Ouml;konomie und dieses macht es allen br&uuml;rokratischen und b&uuml;rgerlichen Klassen weit &uuml;berlegen. Wir m&uuml;ssen die Klasse auf diese scharfe Waffe aufmerksam machen, denn wenn es diese erst einmal in die Hand genommen haben wird, dann wird all der geistige und reale Unrat den B&uuml;rokraten und Kapitalisten erzeugt haben entsorgt werden.<SPAN class=Apple-converted-space>&nbsp;</SPAN><BR>Werben wir also f&uuml;r die Organisationsmethoden und ein wirtschaftliches System das den Interessen des Proletariates, also der gro&szlig;en Mehrheit der Menschen sowie den Erkenntnissen der wissenschaftlichen Gesellschaftsanalyse entspricht.<SPAN class=Apple-converted-space>&nbsp;</SPAN><BR>Nur gegen den Kapitalismus kann das Klassenbewusstsein gest&auml;rkt werden denn dieses Wirtschaftssystem ist Ursache der Spaltung der Gesellschaft in Klassen &uuml;berhaupt</FONT></P> <P class=bodytext><font style="font-size: 14px">06.01. 2018<BR>Siegfried Buttenm&uuml;ller</FONT></P></FONT>]]></description>
        <link>http://www.antikapitalist.eu</link>
        <guid isPermaLink="true">http://www.antikapitalist.eu/dialektischer_materialismus.html</guid>
        <pubDate>Fri, 7 Aug 2026 15:45:06 +0200</pubDate>
    </item>
    <item>
        <title>Dialektischer Materialismus - 7</title>
        <description><![CDATA[<P><font style="font-size: 14px">Zur Bedeutung vom Kommunistischen Manifest heute:<BR></FONT><FONT color=#ff0000 size=6><U><STRONG>Der Kommunismus wird neu entdeckt!<BR></STRONG></U></FONT><font style="font-size: 14px">Je mehr der Kapitalismus weltweit in die Krise ger&auml;t desto mehr f&uuml;rchten die Verfechter dieses Systems und seine Herrschenden Klassen wieder das „Gespenst des Kommunismus“. Doch was ist eigentlich der Kommunismus und wer sind die Kommunisten und was wollen Sie ?</FONT></P> <H2><FONT style="FONT-FAMILY: Verdana; WHITE-SPACE: normal; WORD-SPACING: 0px; TEXT-TRANSFORM: none; FONT-WEIGHT: 400; COLOR: rgb(0,0,0); FONT-STYLE: normal; ORPHANS: 2; WIDOWS: 2; LETTER-SPACING: normal; BACKGROUND-COLOR: rgb(255,255,255); TEXT-INDENT: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; font-variant-ligatures: normal; font-variant-caps: normal; text-decoration-style: initial; text-decoration-color: initial" size=2><FONT size=4 face=Arial>Auf diese Fragen gibt bis heute einzig und allein das Kommunistische Manifest eine umfassende und genaue Antwort. Man kann diese Antwort besser und tiefer verstehen, wenn man sich mit der Entstehungsgeschichte des Manifestes und des Kommunismus &uuml;berhaupt befasst sowie auch mit dessen weiterer Geschichte und Aktualit&auml;t bis in die heutige Zeit hinein.</FONT></FONT></H2> <H2><FONT style="FONT-FAMILY: Verdana; WHITE-SPACE: normal; WORD-SPACING: 0px; TEXT-TRANSFORM: none; FONT-WEIGHT: 400; COLOR: rgb(0,0,0); FONT-STYLE: normal; ORPHANS: 2; WIDOWS: 2; LETTER-SPACING: normal; BACKGROUND-COLOR: rgb(255,255,255); TEXT-INDENT: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; font-variant-ligatures: normal; font-variant-caps: normal; text-decoration-style: initial; text-decoration-color: initial" size=2><FONT size=4 face=Arial>Philosophisch und praktisch kann man sagen,&nbsp; dass der Kommunismus zun&auml;chst einmal eine Antithese, eine Negation des Nihilismus und Egoismus gewesen ist und auch heute noch ist. Max Stirner unter anderem und sp&auml;ter die bei Faschisten sehr beliebten Friedrich Nietzsche und Martin Heidegger z.B. sind Vertreter dieser Denkweise und auch heute sehen wir uns mit dem derzeit amtierenden US Pr&auml;sidenten Donald Trump etwa, mit dieser Denkweise konfrontiert. Sie bedeutet Sozialdarwinismus, Egoismus, das angebliche Recht des St&auml;rkeren, das angebliche Recht der st&auml;rkeren Nation oder Rasse, das absolute Recht des Egoisten der keine objektiven Gegebenheiten, keine Moral, keine Regeln und kein Gesetz &uuml;ber sich zu dulden braucht.</FONT></FONT></H2> <H2><FONT style="FONT-FAMILY: Verdana; WHITE-SPACE: normal; WORD-SPACING: 0px; TEXT-TRANSFORM: none; FONT-WEIGHT: 400; COLOR: rgb(0,0,0); FONT-STYLE: normal; ORPHANS: 2; WIDOWS: 2; LETTER-SPACING: normal; BACKGROUND-COLOR: rgb(255,255,255); TEXT-INDENT: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; font-variant-ligatures: normal; font-variant-caps: normal; text-decoration-style: initial; text-decoration-color: initial" size=2><FONT size=4 face=Arial>Die fr&uuml;hen Kommunisten wie Wilhelm Weitling und sein „Bund der Gerechten“, dem auch die jungen Karl Marx und Friedrich Engels beitraten, sahen sich wie wir heute mit der AFD usw. mit deren „Alternativen Fakten“ konfrontiert und es stellte sich damals schon die Aufgabe, dem nun eine Kommunismus genannte Denkweise entgegenzusetzen. Kommunismus bedeutet also in Abgrenzung zum Nihilismus / Egoismus eine f&uuml;r alle Menschen gerechte, solidarische, demokratische, allumfassende und gemeinwirtschaftliche Gesellschaft, in der das Privateigentum und die Privilegien Einzelner abgeschafft sind. So wurde zun&auml;chst der Historische Materialismus, der die bisherige Geschichte der Menschheit vom Urkommunismus bis zum Kapitalismus analysierte und den Kommunismus als Ziel einer Gesellschaft der Zukunft propagierte, erarbeitet. Diese kommunistische Denkweise verfestigte sich und der Bund der Gerechten wurde 1847 in Bund der Kommunisten umbenannt.</FONT></FONT></H2> <H2><FONT style="FONT-FAMILY: Verdana; WHITE-SPACE: normal; WORD-SPACING: 0px; TEXT-TRANSFORM: none; FONT-WEIGHT: 400; COLOR: rgb(0,0,0); FONT-STYLE: normal; ORPHANS: 2; WIDOWS: 2; LETTER-SPACING: normal; BACKGROUND-COLOR: rgb(255,255,255); TEXT-INDENT: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; font-variant-ligatures: normal; font-variant-caps: normal; text-decoration-style: initial; text-decoration-color: initial" size=2><FONT size=4 face=Arial>Aufgrund der revolution&auml;ren Erhebungen und Klassenk&auml;mpfe, die in ganz Europa zu der Zeit begannen, bekamen Karl Marx und Friedrich Engels den Auftrag das Kommunistische Manifest zu schreiben, mit dem die Kommunisten eingreifen und Einfluss gewinnen wollten.</FONT></FONT></H2> <H2><FONT style="FONT-FAMILY: Verdana; WHITE-SPACE: normal; WORD-SPACING: 0px; TEXT-TRANSFORM: none; FONT-WEIGHT: 400; COLOR: rgb(0,0,0); FONT-STYLE: normal; ORPHANS: 2; WIDOWS: 2; LETTER-SPACING: normal; BACKGROUND-COLOR: rgb(255,255,255); TEXT-INDENT: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; font-variant-ligatures: normal; font-variant-caps: normal; text-decoration-style: initial; text-decoration-color: initial" size=2><FONT size=4 face=Arial>Alle Beteiligten machten erheblich Druck und so konnte das Kommunistische Manifest bereits im Februar 1848 erstmals ver&ouml;ffentlicht werden.</FONT></FONT></H2> <H2><FONT style="FONT-FAMILY: Verdana; WHITE-SPACE: normal; WORD-SPACING: 0px; TEXT-TRANSFORM: none; FONT-WEIGHT: 400; COLOR: rgb(0,0,0); FONT-STYLE: normal; ORPHANS: 2; WIDOWS: 2; LETTER-SPACING: normal; BACKGROUND-COLOR: rgb(255,255,255); TEXT-INDENT: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; font-variant-ligatures: normal; font-variant-caps: normal; text-decoration-style: initial; text-decoration-color: initial" size=2><FONT size=4 face=Arial>An dieser Stelle m&ouml;chte der Autor nat&uuml;rlich auf das original Kommunistische Manifest verweisen, das zu lesen und zu kennen f&uuml;r Kommunisten wesentlich ist. Und er m&ouml;chte auf einige wesentliche Inhalte hinweisen die angebliche Kommunisten, Linke oder wie sie sich auch immer nennen, in der Geschichte nicht beachtet haben oder sogar Gegenposition bezogen haben und bis heute leider beziehen.</FONT></FONT></H2> <H2><FONT style="FONT-FAMILY: Verdana; WHITE-SPACE: normal; WORD-SPACING: 0px; TEXT-TRANSFORM: none; FONT-WEIGHT: 400; COLOR: rgb(0,0,0); FONT-STYLE: normal; ORPHANS: 2; WIDOWS: 2; LETTER-SPACING: normal; BACKGROUND-COLOR: rgb(255,255,255); TEXT-INDENT: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; font-variant-ligatures: normal; font-variant-caps: normal; text-decoration-style: initial; text-decoration-color: initial" size=2><FONT size=4 face=Arial>Ein wichtiger Aspekt des Kommunist Seins wurde einleitend mit der Negation des Nihilismus und Egoismus bereits genannt und auch auf die Bedeutung des Historischen Materialismus, der das Manifest wie ein roter Faden durchzieht, wurde dort schon hingewiesen. Identit&auml;re und Identit&auml;tspolitik die sich nur auf die angeblichen Interessen einzelner Gruppen von Menschen nach Hautfarben, „Rassen“, Nationen, Religionen, Weltanschauungen oder Geschlechter bezieht ist jedoch nichts anderes als eine Form des Individualismus und Egoismus, die den Kommunismus als ganzes in Frage stellt ! Der Kampf f&uuml;r alle Unterdr&uuml;ckten und Bedr&auml;ngten ist f&uuml;r Kommunisten Selbstverst&auml;ndlich wie auch der Kampf gegen alle Unterdr&uuml;cker und entsprechende Absichten selbstverst&auml;ndlich ist. Kommunisten lassen es nicht zu, das sunter dem Deckmantel etwa des „nationalen Befreiungskampfes“ neue Unterdr&uuml;ckung angestrebt wird.</FONT></FONT></H2> <H2><FONT style="FONT-FAMILY: Verdana; WHITE-SPACE: normal; WORD-SPACING: 0px; TEXT-TRANSFORM: none; FONT-WEIGHT: 400; COLOR: rgb(0,0,0); FONT-STYLE: normal; ORPHANS: 2; WIDOWS: 2; LETTER-SPACING: normal; BACKGROUND-COLOR: rgb(255,255,255); TEXT-INDENT: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; font-variant-ligatures: normal; font-variant-caps: normal; text-decoration-style: initial; text-decoration-color: initial" size=2><FONT size=4 face=Arial>Ein weiterer wichtiger Pfeiler des Kommunistischen Manifestes ist der Antikapitalismus, die Kritik der kapitalistischen Lohnarbeit die sowohl im ersten Kapitel (Bourgeois und Proletarier) als auch im zweiten der 3 Kapitel (Proletarier und Kommunisten) gro&szlig;en Raum einnimmt. Heutige und angebliche Kommunisten oder Linke sind oftmals jedoch regelrechte Gegner dieser wesentlichen Grundforderung der Kommunisten ! Zur Schande dieser angeblichen Linken ist die Mehrheit der Menschen heute jedoch f&uuml;r bedingungslose Einkommen und damit kommunistischer als diese Antikommunisten im kommunistischen Gewand sind. Den kapitalistischen Wachstumswahn, dem diese Leute in ihrer kapitalistischen „Logik“ mit ihrem Streben nach „Hauptsache Arbeit“ verfallen sind, stellt heute die Umweltbewegung und die Jugend grunds&auml;tzlich in Frage und l&auml;sst diese Kreise als r&uuml;ckst&auml;ndigste Elemente der Gesellschaft weit zur&uuml;ck. </FONT></FONT></H2> <H2><FONT style="FONT-FAMILY: Verdana; WHITE-SPACE: normal; WORD-SPACING: 0px; TEXT-TRANSFORM: none; FONT-WEIGHT: 400; COLOR: rgb(0,0,0); FONT-STYLE: normal; ORPHANS: 2; WIDOWS: 2; LETTER-SPACING: normal; BACKGROUND-COLOR: rgb(255,255,255); TEXT-INDENT: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; font-variant-ligatures: normal; font-variant-caps: normal; text-decoration-style: initial; text-decoration-color: initial" size=2><FONT size=4 face=Arial>Ein weiterer Grundpfeiler des Kommunistischen Manifestes ist der Internationalismus, der in der Hauptforderung als Schlusssatz: „Proletarier aller L&auml;nder vereinigt Euch !“ gipfelt. Trotzdem gibt es aber Leute die auch in der heutigen Zeit sich als Linke oder gar als Kommunisten bezeichnen und die Forderung nach dem „eigenen Staat f&uuml;r das Volk“ erheben und das gar noch &uuml;ber alles stellen. F&uuml;r Kommunisten gibt es kein Volk sondern nur Klassen und Menschen, was diese Leute nicht verstehen wollen. </FONT></FONT></H2> <H2><FONT style="FONT-FAMILY: Verdana; WHITE-SPACE: normal; WORD-SPACING: 0px; TEXT-TRANSFORM: none; FONT-WEIGHT: 400; COLOR: rgb(0,0,0); FONT-STYLE: normal; ORPHANS: 2; WIDOWS: 2; LETTER-SPACING: normal; BACKGROUND-COLOR: rgb(255,255,255); TEXT-INDENT: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; font-variant-ligatures: normal; font-variant-caps: normal; text-decoration-style: initial; text-decoration-color: initial" size=2><FONT size=4 face=Arial>Wir m&uuml;ssen heute also feststellen das die wichtigste Grundforderungen des Manifestes von „Linken“ und auch von solchen die sich selber Kommunisten nennen nicht erhoben werden und in der Mehrheit sogar bek&auml;mpft werden.</FONT></FONT></H2> <H2><FONT style="FONT-FAMILY: Verdana; WHITE-SPACE: normal; WORD-SPACING: 0px; TEXT-TRANSFORM: none; FONT-WEIGHT: 400; COLOR: rgb(0,0,0); FONT-STYLE: normal; ORPHANS: 2; WIDOWS: 2; LETTER-SPACING: normal; BACKGROUND-COLOR: rgb(255,255,255); TEXT-INDENT: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; font-variant-ligatures: normal; font-variant-caps: normal; text-decoration-style: initial; text-decoration-color: initial" size=2><FONT size=4 face=Arial>Auf der anderen Seite k&ouml;nnen wir aber auch feststellen das Kommunistisches Bewusstsein im Sinne des Manifestes aufgrund der objektiven Situation w&auml;chst, auch wenn sie als solches nicht immer erkannt wird. Die Umweltbewegung, Kritik am Kapitalismus mit Wachstumswahn und Lohnarbeit wurde bereits genannt. Auch der Aufkommende Nihilismus / Individualismus ala Trump, Johnson, AFD / Reichsb&uuml;rger / Identit&auml;re / Populismus usw. f&ouml;rdert in der Negation erneut kommunistisches Denken da diese die Natur der menschlichen Gesellschaft ist. </FONT></FONT></H2> <H2><FONT style="FONT-FAMILY: Verdana; WHITE-SPACE: normal; WORD-SPACING: 0px; TEXT-TRANSFORM: none; FONT-WEIGHT: 400; COLOR: rgb(0,0,0); FONT-STYLE: normal; ORPHANS: 2; WIDOWS: 2; LETTER-SPACING: normal; BACKGROUND-COLOR: rgb(255,255,255); TEXT-INDENT: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; font-variant-ligatures: normal; font-variant-caps: normal; text-decoration-style: initial; text-decoration-color: initial" size=2><FONT size=4 face=Arial>Karl Marx wusste fr&uuml;h das die eigenen „Anh&auml;nger“ oftmals das gr&ouml;&szlig;te Problem f&uuml;r gro&szlig;e Denker sind. Die Entartung der „Marxisten“ w&uuml;rde ihn wohl heute nicht &uuml;berraschen und er hat dies auch noch zu Lebzeiten festgestellt, womit der Autor mit der Geschichte des Kommunistischen Manifestes unter weiteren Exkursen fortfahren m&ouml;chte. </FONT></FONT></H2> <H2><FONT style="FONT-FAMILY: Verdana; WHITE-SPACE: normal; WORD-SPACING: 0px; TEXT-TRANSFORM: none; FONT-WEIGHT: 400; COLOR: rgb(0,0,0); FONT-STYLE: normal; ORPHANS: 2; WIDOWS: 2; LETTER-SPACING: normal; BACKGROUND-COLOR: rgb(255,255,255); TEXT-INDENT: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; font-variant-ligatures: normal; font-variant-caps: normal; text-decoration-style: initial; text-decoration-color: initial" size=2><FONT size=4 face=Arial>Dem zweiten Abschnitt des Manifestes (Proletarier und Kommunisten) ist ein Sofortprogramm angeh&auml;ngt, dass f&uuml;r die revolution&auml;ren Erhebungen des Proletariats ab 1847 in ganz Europa als damaliges „Sofortprogramm“ fungierte und von Kommunisten jeweils eingebracht wurde. Das Programm mit seinen 10 Sofortforderungen wurde f&uuml;r die fortgeschrittensten L&auml;nder von vor 173 Jahren vorgeschlagen doch sahen und sehen sich vermeintliche und angebliche Kommunisten in der Zeit nach Marx oft nicht in der Lage, diese Forderungen als ganzes oder gar das ganze Kommunistische Manifest zu vertreten. Selbst Rosa Luxemburg brachte nach den ganzen Verirrungen und Verwirrungen nebst Verr&auml;tereien der Sozialdemokratie zur Gr&uuml;ndung der KPD 1918 zwar das Manifest als Parteiprogramm ein, griff in ihrer Begr&uuml;ndung jedoch lediglich einige wenige Forderungen des damals schon 70 Jahre alten Sofortprogramms heraus, die ihrer Meinung nach damals „wieder aktuell“ gewesen sind. Von heutigen „Kommunisten“ oder Linken, die in der Regel lediglich Reformer und Erhalter der gegenw&auml;rtigen Kapitalistischen Gesellschaft sind, gar nicht zu reden. </FONT></FONT></H2> <H2><FONT style="FONT-FAMILY: Verdana; WHITE-SPACE: normal; WORD-SPACING: 0px; TEXT-TRANSFORM: none; FONT-WEIGHT: 400; COLOR: rgb(0,0,0); FONT-STYLE: normal; ORPHANS: 2; WIDOWS: 2; LETTER-SPACING: normal; BACKGROUND-COLOR: rgb(255,255,255); TEXT-INDENT: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; font-variant-ligatures: normal; font-variant-caps: normal; text-decoration-style: initial; text-decoration-color: initial" size=2><FONT size=4 face=Arial>Doch gehen wir weiter in der Geschichte des Kommunismus denn sp&auml;testens 3 Jahre nach Herausgabe des Manifestes waren die revolution&auml;ren Erhebungen &uuml;berall in Europa erst einmal niedergeschlagen. Das kommunistische Manifest war in dieser Zeit jedoch bereits in die meisten Sprachen &uuml;bersetzt worden und in den meisten L&auml;ndern verteilt worden. Reaktion und Verfolgung auch der Kommunisten setzte ein so das man sich nach allerlei „Kommunistenprozessen“ entschloss den Bund der Kommunisten, offiziell zumindest, aufzul&ouml;sen. Auf Basis und Grundlage des Manifestes entwickelten sich die Zellen und Sektionen jedoch trotzdem weiter und so konnten 1864 Zweitausend Delegierte mit der Internationalen Arbeiterassoziation (IAA) eine neue Kommunistische Internationale gr&uuml;nden. Als haupts&auml;chlicher und wesentlicher Theoretiker der Kommunisten und Autor des Manifestes stand Karl Marx allgemein anerkannt im Zentrum der Organisation und fungierte faktisch als „Generalrat“. Unstrittig war und ist bei den Kommunisten das man sich von bestimmten Str&ouml;mungen, die im Kommunistischen Manifest im Dritten Kapitel (Sozialistische und Kommunistische Literatur) auch beschrieben sind, abgrenzt. So wurden unter anderem die Anh&auml;nger des Lois Auguste Blanqui (Blanquisten) nicht mehr zu Kongressen eingeladen, da sie mit dem Proletariat wenig am Hut hatten und stattdessen einen Putsch von oben durch Milit&auml;r und Beamte anstrebten. Eigentlich gab es in dieser Internationalen der Kommunisten gro&szlig;e &Uuml;bereinstimmung und sehr viel gemeinsames und dieses gemeinsame war und ist im kommunistischen Manifest niedergelegt. In der Praxis gab es jedoch leider auch einige Fehleinsch&auml;tzungen und strittige Themen die im Laufe der Jahre die Kommunisten allgemein schw&auml;chten.</FONT></FONT></H2> <H2><FONT style="FONT-FAMILY: Verdana; WHITE-SPACE: normal; WORD-SPACING: 0px; TEXT-TRANSFORM: none; FONT-WEIGHT: 400; COLOR: rgb(0,0,0); FONT-STYLE: normal; ORPHANS: 2; WIDOWS: 2; LETTER-SPACING: normal; BACKGROUND-COLOR: rgb(255,255,255); TEXT-INDENT: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; font-variant-ligatures: normal; font-variant-caps: normal; text-decoration-style: initial; text-decoration-color: initial" size=2><FONT size=4 face=Arial>Zur weiteren Perspektive glaubte Marx damals, dass es in den fortgeschrittenen L&auml;ndern wie Deutschland, England oder sp&auml;ter auch den USA zuerst zu Revolutionen und einer Kommunistischen Entwicklung kommen w&uuml;rde und darauf basierend wollte er die Politik der Internationale vor allem auch an der Entwicklung in diesen L&auml;ndern ausrichten, da sie eine sehr starke Produktivkraftentwicklung aufzuweisen hatten. L&auml;nder wie Russland, Italien und Spanien blieben in der Produktivkraftentwicklung jedoch zur&uuml;ck und gerade dort geriet das Proletariat immer wieder in Notlagen und neigte zu Revolutionen und Aufst&auml;nden. In der IAA gab es auch Kritik etwa an der deutschen Sektion der Kommunisten die es untersch&auml;tzte und duldete, dass zu Wahlen angetreten wurde und ab 1867 mit zun&auml;chst August Bebel auch in einem kapitalistischen Parlament und Staat mitwirkte.</FONT></FONT></H2> <H2><FONT style="FONT-FAMILY: Verdana; WHITE-SPACE: normal; WORD-SPACING: 0px; TEXT-TRANSFORM: none; FONT-WEIGHT: 400; COLOR: rgb(0,0,0); FONT-STYLE: normal; ORPHANS: 2; WIDOWS: 2; LETTER-SPACING: normal; BACKGROUND-COLOR: rgb(255,255,255); TEXT-INDENT: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; font-variant-ligatures: normal; font-variant-caps: normal; text-decoration-style: initial; text-decoration-color: initial" size=2><FONT size=4 face=Arial>Des weiteren strebte der Generalrat der Kommunisten unter Karl Marx Statuten&auml;nderungen an, die unter dem Strich eine Zentralisierung der Macht in der Organisation in seinen H&auml;nden bedeutet h&auml;tten, wogegen sich in den Sektionen Widerstand regte.</FONT></FONT></H2> <H2><FONT style="FONT-FAMILY: Verdana; WHITE-SPACE: normal; WORD-SPACING: 0px; TEXT-TRANSFORM: none; FONT-WEIGHT: 400; COLOR: rgb(0,0,0); FONT-STYLE: normal; ORPHANS: 2; WIDOWS: 2; LETTER-SPACING: normal; BACKGROUND-COLOR: rgb(255,255,255); TEXT-INDENT: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; font-variant-ligatures: normal; font-variant-caps: normal; text-decoration-style: initial; text-decoration-color: initial" size=2><FONT size=4 face=Arial>Trotz gro&szlig;er Gemeinsamkeiten eskalierte der Streit unter den Kommunisten da der Generalrat unter Karl Marx unter anderen den Kommunisten Bakunin ausschlie&szlig;en wollte und zu diesem Zwecke eine Polemik gegen diesen verfasste. Diese kam in vielen Sektionen gar nicht gut an und wurde als autorit&auml;r empfunden, so das mehrheitlich eine Gegenresolution unterst&uuml;tzt wurde.</FONT></FONT></H2> <H2><FONT style="FONT-FAMILY: Verdana; WHITE-SPACE: normal; WORD-SPACING: 0px; TEXT-TRANSFORM: none; FONT-WEIGHT: 400; COLOR: rgb(0,0,0); FONT-STYLE: normal; ORPHANS: 2; WIDOWS: 2; LETTER-SPACING: normal; BACKGROUND-COLOR: rgb(255,255,255); TEXT-INDENT: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; font-variant-ligatures: normal; font-variant-caps: normal; text-decoration-style: initial; text-decoration-color: initial" size=2><FONT size=4 face=Arial>Im Ergebnis kam es zur Spaltung der Kommunisten und zus&auml;tzlich noch zu einer erheblichen Schw&auml;chung, die noch viel schlimmer war. Die deutsche Sektion der Kommunisten etwa verlor ohne die internationale Unterst&uuml;tzung der anderen Sektionen selbst an Einfluss und konnte eben das Hineinwachsen der Arbeiterorganisationen in den Kapitalistischen Klassenstaat immer weniger verhindern. Wie der Kommunist Karl Marx das prinzipienlose, verr&auml;terische und antikommunistische „Gothaer Programm“ sp&auml;ter verriss wurde lange geheim gehalten, er musste einsehen, dass er nicht in allem recht behalten hatte.</FONT></FONT></H2> <H2><FONT style="FONT-FAMILY: Verdana; WHITE-SPACE: normal; WORD-SPACING: 0px; TEXT-TRANSFORM: none; FONT-WEIGHT: 400; COLOR: rgb(0,0,0); FONT-STYLE: normal; ORPHANS: 2; WIDOWS: 2; LETTER-SPACING: normal; BACKGROUND-COLOR: rgb(255,255,255); TEXT-INDENT: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; font-variant-ligatures: normal; font-variant-caps: normal; text-decoration-style: initial; text-decoration-color: initial" size=2><FONT size=4 face=Arial>Bakunin ging es mit den „Bakunisten“ allerdings auch nicht besser als Marx mit den „Marxisten“, antikommunistische und kapitalistische Tendenzen bekamen auch dort Auftrieb und allgemein gesehen blieb der Einfluss der Kommunisten bei Aufst&auml;nden des Proletariats daher trotz Aktionismus meist eher gering.</FONT></FONT></H2> <H2><FONT style="FONT-FAMILY: Verdana; WHITE-SPACE: normal; WORD-SPACING: 0px; TEXT-TRANSFORM: none; FONT-WEIGHT: 400; COLOR: rgb(0,0,0); FONT-STYLE: normal; ORPHANS: 2; WIDOWS: 2; LETTER-SPACING: normal; BACKGROUND-COLOR: rgb(255,255,255); TEXT-INDENT: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; font-variant-ligatures: normal; font-variant-caps: normal; text-decoration-style: initial; text-decoration-color: initial" size=2><FONT size=4 face=Arial>Das Manifest behielt trotz des Scheiterns der kommunistischen Organisation jedoch immer seine Bedeutung und verbreitete sich immer weiter. Auf dieser Grundlage wendete sich die Bolschewistische Partei im letzten Jahrhundert bis zu russischen Revolution nach Links und k&auml;mpfte gemeinsam mit dem Linken Fl&uuml;gel der Sozialrevolution&auml;re um die Macht, wodurch die Kommunisten wieder zur Einheit in der Aktion und Einfluss im Proletariat fanden. In Spanien gr&uuml;ndeten Kommunisten 1935 die Poum (Arbeiterpartei der Marxistischen Einheit) die im B&uuml;ndnis mit den Syndikalistischen Gewerkschaften das R&uuml;ckrat des Widerstandes gegen den Faschismus in Spanien bildeten. In Deutschland z.B. dr&auml;ngten die Internationalen Kommunisten Deutschlands (IKD) auf Gr&uuml;ndung einer Kommunistischen Partei und gr&uuml;ndeten diese nach dem Kapp Putsch mit der Kommunistischen Arbeiterpartei Deutschlands (KAPD), die 80 Tausend Mitglieder gehabt haben soll.</FONT></FONT></H2> <H2><FONT style="FONT-FAMILY: Verdana; WHITE-SPACE: normal; WORD-SPACING: 0px; TEXT-TRANSFORM: none; FONT-WEIGHT: 400; COLOR: rgb(0,0,0); FONT-STYLE: normal; ORPHANS: 2; WIDOWS: 2; LETTER-SPACING: normal; BACKGROUND-COLOR: rgb(255,255,255); TEXT-INDENT: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; font-variant-ligatures: normal; font-variant-caps: normal; text-decoration-style: initial; text-decoration-color: initial" size=2><FONT size=4 face=Arial>Faschismus, Diktaturen und Verfolgungen auch in der Sowjetunion und den USA z.B. rotteten die Kommunisten fasst aus. Hernach ist die stetige Assimilierung durch den Staat ein permanentes Problem. Anstatt wie Kommunisten anzuerkennen, dass der Kapitalismus mit seinem Gef&uuml;ge aus Lohn, Preis, Profit, Geld, Banken usw. am Ende ist und ersetzt werden muss, machen Linke Propaganda f&uuml;r eine soziale und &ouml;kologische Gestaltung dieses Systems, was gar nicht m&ouml;glich ist.</FONT></FONT></H2> <H2><FONT style="FONT-FAMILY: Verdana; WHITE-SPACE: normal; WORD-SPACING: 0px; TEXT-TRANSFORM: none; FONT-WEIGHT: 400; COLOR: rgb(0,0,0); FONT-STYLE: normal; ORPHANS: 2; WIDOWS: 2; LETTER-SPACING: normal; BACKGROUND-COLOR: rgb(255,255,255); TEXT-INDENT: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; font-variant-ligatures: normal; font-variant-caps: normal; text-decoration-style: initial; text-decoration-color: initial" size=2><FONT size=4 face=Arial>Das Kommunistische Manifest hat gerade auch heute gro&szlig;e Bedeutung, Jeder kann es lesen und zum Kommunisten werden. Es hat jedoch noch nie einen Sinn gehabt es auswendig zu lernen und vorbeten zu k&ouml;nnen oder es autorit&auml;r aufzwingen zu wollen, Kommunist kann man nur durch eigene und freiwillige Erkenntnis werden. Die vielf&auml;ltige und tiefe Krise der gegenw&auml;rtigen Klassengesellschaft, der &uuml;berh&ouml;hte Stand der Produktivkr&auml;fte und die basisdemokratischen Vernetzungen aller Menschen werden dazu beitragen den Kommunismus als nat&uuml;rlicher Denkweise zu etablieren.<BR></FONT></FONT></H2> <H2><FONT style="FONT-FAMILY: Verdana; WHITE-SPACE: normal; WORD-SPACING: 0px; TEXT-TRANSFORM: none; FONT-WEIGHT: 400; COLOR: rgb(0,0,0); FONT-STYLE: normal; ORPHANS: 2; WIDOWS: 2; LETTER-SPACING: normal; BACKGROUND-COLOR: rgb(255,255,255); TEXT-INDENT: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; font-variant-ligatures: normal; font-variant-caps: normal; text-decoration-style: initial; text-decoration-color: initial" size=2><FONT size=4 face=Arial>Redaktion</H2></FONT></FONT> <H2><FONT style="FONT-FAMILY: Verdana; WHITE-SPACE: normal; WORD-SPACING: 0px; TEXT-TRANSFORM: none; FONT-WEIGHT: 400; COLOR: rgb(0,0,0); FONT-STYLE: normal; ORPHANS: 2; WIDOWS: 2; LETTER-SPACING: normal; BACKGROUND-COLOR: rgb(255,255,255); TEXT-INDENT: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; font-variant-ligatures: normal; font-variant-caps: normal; text-decoration-style: initial; text-decoration-color: initial" size=2><FONT face=Arial></FONT>&nbsp;</H2></FONT>]]></description>
        <link>http://www.antikapitalist.eu</link>
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        <pubDate>Fri, 7 Aug 2026 15:45:06 +0200</pubDate>
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    <item>
        <title>Dialektischer Materialismus - 8</title>
        <description><![CDATA[<P class=western><FONT face="Arial, sans-serif"><SPAN style="FONT-WEIGHT: normal"><STRONG>Strategen der Herrschenden Klasse: <BR><U><FONT color=#ff0000 size=6>Das ganz B&ouml;se!<BR></FONT></U></STRONG></SPAN></FONT><font style="font-size: 14px">Wir leben in einer ungerechten und unzul&auml;nglichen Klassengesellschaft, die vom kapitalistischen System und seinen Repr&auml;sentanten bestimmt wird. Die gro&szlig;e Mehrheit, national und erst recht international, lebt in Armut und Unterdr&uuml;ckung.<BR></FONT><font style="font-size: 14px">Aus Sicht der Strategen der herrschenden Klassen m&uuml;ssen solche unnat&uuml;rlichen und unmenschlichen Verh&auml;ltnisse zun&auml;chst gerechtfertigt werden, damit sie nicht umgest&uuml;rzt werden. Diese Unzul&auml;nglichkeit und Unnat&uuml;rlichkeit der gesellschaftlichen Verh&auml;ltnisse l&auml;sst sich nat&uuml;rlich nicht verbergen, was auch den Strategen der herrschenden Klassen und des kapitalistischen Systems klar ist. Sie brauchen „das B&ouml;se“, und wenn dies ihren Zwecken kaum gen&uuml;gt, dann das „ganz B&ouml;se“, mit dem sie die gesellschaftlichen Verh&auml;ltnisse zu legitimieren und zu rechtfertigen versuchen.<BR></FONT><font style="font-size: 14px">„Das B&ouml;se“ existiert aus wissenschaftlicher Sicht jedoch nicht. Daran zu glauben bedeutet bereits, eine unwissenschaftliche, idealistische und metaphysische Denkweise zu haben. Oder wer w&uuml;rde einen Wissenschaftler ernst nehmen, der behauptet, diese oder jene Umst&auml;nde w&uuml;rden durch einen Teufel, eine Hexe oder einen Gott verursacht? In der Wissenschaft und insbesondere der wissenschaftlichen Gesellschaftsanalyse kann man nur nach beweisbaren und jederzeit unabh&auml;ngig nachpr&uuml;fbaren Fakten und Hintergr&uuml;nden vorgehen. Es gibt also nicht „das Gute“ und „das B&ouml;se“, sondern Verh&auml;ltnisse, die durch Umst&auml;nde hervorgerufen werden und wissenschaftlich erkl&auml;rt werden k&ouml;nnen.<BR></FONT><font style="font-size: 14px">Die herrschenden Klassen haben &uuml;berall das gro&szlig;e Bed&uuml;rfnis, sich selbst und ihre Welt als „die Guten“ und die beste aller Welten darzustellen. Daf&uuml;r brauchen sie aber „das B&ouml;se“ und bevorzugt das „ganz B&ouml;se“, denn ohne „das B&ouml;se“ kann es „die Guten“ gar nicht geben. Da es das f&uuml;r die herrschenden Klassen und das kapitalistische System notwendige „B&ouml;se“ aber gar nicht gibt, versuchen die herrschenden Klassen, es zu f&ouml;rdern und zu erzeugen, weil sie dadurch zu „den Guten“ werden k&ouml;nnen.<BR></FONT><font style="font-size: 14px">Beispiele f&uuml;r das so konstruierte „ganz B&ouml;se“ gibt es zuhauf: Der Islamische Staat (IS) zum Beispiel baute sich rasch im von den USA und Gro&szlig;britannien zerst&ouml;rten und besetzten Irak auf, bekam dort gro&szlig;e Unterst&uuml;tzung an Geld und Waffen, um auch in Syrien und anderen L&auml;ndern einzufallen. Inklusive der Gr&auml;ueltaten, die ihn zum willkommenen „ganz B&ouml;sen“ werden lie&szlig;en. Auch der „Topterrorist“ bin Laden war als reicher Saudi ein Mitglied der herrschenden Klassen und urspr&uuml;nglich mit den US-Geheimdiensten im Bunde, ein ausgezeichneter Darsteller und Popanz des „ganz B&ouml;sen“. Hitler war nat&uuml;rlich einfach auch „ganz B&ouml;se“. &Uuml;ber die gesellschaftlichen Verh&auml;ltnisse und die kapitalistischen Kreise, die ihn an die Macht brachten, soll m&ouml;glichst nicht geschrieben werden, denn selbige sind ja eigentlich und angeblich immer „die Guten“.<BR></FONT><font style="font-size: 14px">In der Geschichte finden sich weitere Beispiele f&uuml;r das von herrschenden Klassen so konstruierte „ganz B&ouml;se“. So sind die „Hexenjagden“ bis heute sprichw&ouml;rtlich f&uuml;r das konstruierte „ganz B&ouml;se“ geworden. Auch Juden, Muslime und andere Religionen wurden und werden durch Anstiftung von herrschenden Klassen zum „B&ouml;sen“ erkl&auml;rt. Eine Klassengesellschaft, die immer ungerecht ist und wegen des kapitalistischen Systems auch immer die Tendenz zu schweren Krisen hat, braucht zur eigenen Legitimation immer auch das „ganz B&ouml;se“, das nach M&ouml;glichkeit auch die Rolle des „S&uuml;ndenbocks“ innehat.<BR></FONT><font style="font-size: 14px">Die angesprochene Denkweise erscheint im Allgemeinen aber nat&uuml;rlich au&szlig;erordentlich primitiv, unwissenschaftlich und daher abartig, was dem einfachen Milliard&auml;r und sonstigen Gro&szlig;kapitalisten auch klar ist. Deshalb ist f&uuml;r sie selbst in Frage gestellt, ob sie und ihr System „die Guten“ sind. Zumal es f&uuml;r sie auch immer schlimmer wird durch die immer tiefere Krise, an der ihr kapitalistisches System zwangsl&auml;ufig immer mehr zugrunde geht.<BR></FONT><font style="font-size: 14px">Wenn es „Gut und B&ouml;se“ aber nicht gibt, was gibt es aus wissenschaftlicher und menschlicher Sicht dann? Wie k&ouml;nnen wir die Verh&auml;ltnisse beschreiben? Zun&auml;chst sind nat&uuml;rlich der Standpunkt und die Priorit&auml;ten zu erkl&auml;ren, die einer wie auch immer gearteten Betrachtungsweise zugrunde liegen. Bei den Kapitalisten steht immer der Erhalt ihres Systems, der Erhalt ihrer Klassengesellschaft und ihre beherrschende Stellung darin im Vordergrund. Das gilt im Allgemeinen f&uuml;r die Kapitalisten selbst, aber auch f&uuml;r ihre Politiker und Strategen, die sich ihnen andienen und in ihrem Solde stehen. Mit wissenschaftlicher und menschlicher Denkweise ist das nicht zu machen, weshalb sie zwingend „die B&ouml;sen“ brauchen, um selbst als „die Guten“ zu erscheinen.<BR></FONT><font style="font-size: 14px">Wir wollen die Lage aber nat&uuml;rlich wissenschaftlich und objektiv betrachten. F&uuml;r uns steht im Vordergrund, wie Probleme gel&ouml;st werden k&ouml;nnen und wie krasse Missst&auml;nde beseitigt werden k&ouml;nnen. Und wie die Gesellschaft im Interesse aller Menschen sozial, demokratisch, &ouml;kologisch, gerecht und friedlich umgestaltet werden kann.<BR></FONT><font style="font-size: 14px">So haben wir eben nicht „das B&ouml;se“ und sind nicht „die Guten“ wie behauptet wird, sondern wir haben in vielen Bereichen prek&auml;re und bedrohliche Zust&auml;nde, die dringend ge&auml;ndert werden m&uuml;ssen. Wir wollen und brauchen keine Billigpropaganda, die Krieg, Kriegsverbrechen, Diktatur und Umweltzerst&ouml;rung wegen „dem B&ouml;sen“ rechtfertigt, sondern eine andere Politik, die diese krassen Missst&auml;nde beseitigt und im Zuge dessen das kapitalistische System samt seiner Klassengesellschaft ersetzt.<BR></FONT><font style="font-size: 14px">Ohne Kapitalismus werden die Menschen viel besser leben k&ouml;nnen!<BR>Redaktion Dialektischer Materialismus</FONT></P> <P style="MARGIN-BOTTOM: 0cm; LINE-HEIGHT: 100%"><BR></P>]]></description>
        <link>http://www.antikapitalist.eu</link>
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        <pubDate>Fri, 7 Aug 2026 15:45:06 +0200</pubDate>
    </item>
    <item>
        <title>Dialektischer Materialismus - 9</title>
        <description><![CDATA[<P style="BOX-SIZING: border-box; FONT-FAMILY: Open-Sans, Arial, sans-serif; WHITE-SPACE: normal; WORD-SPACING: 0px; TEXT-TRANSFORM: none; FONT-WEIGHT: 700; COLOR: rgb(75,75,75); FONT-STYLE: normal; TEXT-ALIGN: left; ORPHANS: 2; WIDOWS: 2; MARGIN: 5px 0px; LETTER-SPACING: normal; LINE-HEIGHT: 1.5; PADDING-RIGHT: 40px; BACKGROUND-COLOR: rgb(255,255,255); TEXT-INDENT: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; font-variant-ligatures: normal; font-variant-caps: normal; text-decoration-style: initial; text-decoration-color: initial"><FONT color=#ff0000 size=4><FONT color=#000000>Karl Marx (1818 bis 1883):<BR></FONT></FONT><FONT color=#ff0000 size=5><U>Denker f&uuml;r mehr Menschlichkeit</U></FONT></P> <P style="BOX-SIZING: border-box; FONT-FAMILY: Open-Sans, Arial, sans-serif; WHITE-SPACE: normal; WORD-SPACING: 0px; TEXT-TRANSFORM: none; FONT-WEIGHT: 700; COLOR: rgb(75,75,75); FONT-STYLE: normal; TEXT-ALIGN: left; ORPHANS: 2; WIDOWS: 2; MARGIN: 5px 0px; LETTER-SPACING: normal; LINE-HEIGHT: 1.5; PADDING-RIGHT: 40px; BACKGROUND-COLOR: rgb(255,255,255); TEXT-INDENT: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; font-variant-ligatures: normal; font-variant-caps: normal; text-decoration-style: initial; text-decoration-color: initial"><font style="font-size: 14px">Karl Marx w&uuml;rde im Mai 202 Jahre alt. Er hat als Erster das System des Kapitalismus umfassend analysiert. Neben der &ouml;konomischen Sicht hat er eine individuelle, anthropologische Perspektive eingef&uuml;hrt und gezeigt, dass der Kapitalismus den Menschen entfremdet.</FONT></P> <P class=Grundschrift_Initial style="BOX-SIZING: border-box; FONT-SIZE: 15px; FONT-FAMILY: PT-Sans, Arial, sans-serif; WHITE-SPACE: normal; WORD-SPACING: 0px; TEXT-TRANSFORM: none; FONT-WEIGHT: 400; COLOR: rgb(75,75,75); FONT-STYLE: normal; TEXT-ALIGN: left; ORPHANS: 2; WIDOWS: 2; MARGIN: 0px 0px 1em; LETTER-SPACING: normal; LINE-HEIGHT: 1.6; BACKGROUND-COLOR: rgb(255,255,255); TEXT-INDENT: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; font-variant-ligatures: normal; font-variant-caps: normal; text-decoration-style: initial; text-decoration-color: initial"><font style="font-size: 14px">Wirkm&auml;chtig war die Theorie des Karl Marx: Die vielen Begriffe und Inhalte, die unser Denken bestimmt haben und weiter ma&szlig;gebend sind: Die Bedeutung der Arbeit, die Entfremdung des Menschen im Kapitalismus, der Mehrwert, die Ausbeutung: Einige Marxsche Ideen sind Allgemeingut geworden. „Die herrschenden Gedanken sind immer die Gedanken der Herrschenden“. Der entscheidende Beitrag von Marx war, dass er als Erster das System des Kapitalismus umfassend analysiert hat. Hier handelt es sich um eine &ouml;konomische Analyse. Dabei ist Marx aber nicht stehen geblieben. Er hat eine individuelle, anthropologische Perspektive eingef&uuml;hrt und gezeigt, dass der Kapitalismus den Menschen in verschiedenen Dimensionen entfremdet. Diese beiden Perspektiven wurden in der bisherigen Rezeptionsgeschichte des Marxschen Werks unterschiedlich gewertet. Die anthropologische Perspektive wurde vom „dogmatischen Marxismus/Stalinismus“ vollst&auml;ndig negiert.<BR></FONT><font style="font-size: 14px"><STRONG>Arbeit und Entfremdung<BR></STRONG></FONT><font style="font-size: 14px">Der junge Marx entwickelte in den &Ouml;konomisch-Philosophischen Manuskripten von 1844 sein Menschenbild (</FONT><A onmouseover="showLit(this, '1')" class=uline style="BOX-SIZING: border-box; TEXT-DECORATION: underline; COLOR: rgb(75,75,75); BACKGROUND-COLOR: transparent; transition: color 500ms ease 0s" href="https://www.aerzteblatt.de/archiv/197878/lit.asp?id=197878#nr1"><font style="font-size: 14px">1</FONT></A><font style="font-size: 14px">). Der Mensch ist das arbeitende, sich durch seine Arbeit produzierende Wesen. Dem sich durch die Arbeit vergegenst&auml;ndlichenden Menschen stellt sich aber ein entscheidendes Hindernis entgegen: die Entfremdung. Entfremdung bedeutet f&uuml;r Marx, „dass der Mensch sich selbst in seiner Aneignung der Welt nicht als Urheber erf&auml;hrt, sondern die Welt (die Natur, die anderen und er selbst) ihm fremd bleiben“. (</FONT><A onmouseover="showLit(this, '2')" class=uline style="BOX-SIZING: border-box; TEXT-DECORATION: underline; COLOR: rgb(75,75,75); BACKGROUND-COLOR: transparent; transition: color 500ms ease 0s" href="https://www.aerzteblatt.de/archiv/197878/lit.asp?id=197878#nr2"><font style="font-size: 14px">2</FONT></A><font style="font-size: 14px">). Der Lohnarbeiter, der seine Arbeitskraft auf dem Arbeitsmarkt als Ware anbieten und verkaufen muss, kann sich in dem Produkt seiner Arbeit – dem Kapital – nicht vergegenst&auml;ndlichen, weil das Kapital eine fremde Macht ist, die ihn beherrscht.</FONT></P> <P class=Grundschrift_mit_Einzug style="BOX-SIZING: border-box; FONT-SIZE: 15px; FONT-FAMILY: PT-Sans, Arial, sans-serif; WHITE-SPACE: normal; WORD-SPACING: 0px; TEXT-TRANSFORM: none; FONT-WEIGHT: 400; COLOR: rgb(75,75,75); FONT-STYLE: normal; TEXT-ALIGN: left; ORPHANS: 2; WIDOWS: 2; MARGIN: 0px 0px 1em; LETTER-SPACING: normal; LINE-HEIGHT: 1.6; BACKGROUND-COLOR: rgb(255,255,255); TEXT-INDENT: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; font-variant-ligatures: normal; font-variant-caps: normal; text-decoration-style: initial; text-decoration-color: initial"><font style="font-size: 14px">Diese Entfremdung des Arbeiters vom Produkt seiner Arbeit ist die erste, allen anderen zugrunde liegende Form der Entfremdung. Daraus, dass der Arbeiter sich nicht im Produkt seiner Arbeit anschauen kann, folgt, dass auch die T&auml;tigkeit des Produzierens selbst ihm fremd wird. Die Arbeit, die eigentlich menschliche Existenzweise, wird daher beim Arbeiter zu einem blo&szlig;en Mittel f&uuml;r die biologische Existenzerhaltung. Daraus folgt, dass der Mensch sich selbst entfremdet ist. Hieraus wieder ergibt sich die letzte Form der Entfremdung, die entfremdeten Beziehungen der Menschen zueinander, das hei&szlig;t, der Mensch ist nur Mittel zum Zweck. Die Aufhebung der Entfremdung und die Aneignung des menschlichen Wesens durch den Menschen kann nur durch eine Aufhebung der Lohnarbeit erreicht werden. Dazu sind eine sozialistische Revolution und der Kommunismus notwendig. Im Kapitalismus ist die Arbeitst&auml;tigkeit in erzwungene, entfremdete und sinnlose Arbeit verkehrt (</FONT><A onmouseover="showLit(this, '2')" class=uline style="BOX-SIZING: border-box; TEXT-DECORATION: underline; COLOR: rgb(75,75,75); BACKGROUND-COLOR: transparent; transition: color 500ms ease 0s" href="https://www.aerzteblatt.de/archiv/197878/lit.asp?id=197878#nr2"><font style="font-size: 14px">2</FONT></A><font style="font-size: 14px">). Die Verwandlung der entfremdeten sinnlosen Arbeit in produktive freie Arbeit ist Marx&#700; zentrale Orientierung, nicht eine bessere Entlohnung, seine entscheidende Kritik am Kapitalismus ist auch nicht die ungerechte Verteilung des Reichtums.<BR></FONT><font style="font-size: 14px"><STRONG>&Ouml;konomische Analysen</STRONG><BR></FONT><font style="font-size: 14px">Marx wollte mit wissenschaftlicher Exaktheit die Entwicklungsgesetze der kapitalistischen Gesellschaft aufzeigen – im Gegensatz zu den utopischen Sozialisten, die die kapitalistische Gesellschaft moralisch verurteilten und ihr ein Ideal entgegenstellten – und aus ihnen die Notwendigkeit der Herkunft einer neuen, sozialistischen Gesellschaftsordnung ableiten (</FONT><A onmouseover="showLit(this, '3')" class=uline style="BOX-SIZING: border-box; TEXT-DECORATION: underline; COLOR: rgb(75,75,75); BACKGROUND-COLOR: transparent; transition: color 500ms ease 0s" href="https://www.aerzteblatt.de/archiv/197878/lit.asp?id=197878#nr3"><font style="font-size: 14px">3</FONT></A><font style="font-size: 14px">). Die st&auml;ndig mehrwertschaffende Lohnarbeit f&uuml;hrt zur Kapitalakkumulation. Das konkurrierende Profitstreben der Kapitalisten bedingt eine st&auml;ndig wachsende Industrialisierung und Arbeitsteilung. Infolge des zunehmenden Anteils des „konstanten Kapitals“ (Sachmittel) am Gesamtkapital (variables Kapital = Lohnkapital) f&auml;llt die Profitrate. Die Klein- und Mittelbetriebe werden konkurrenzunf&auml;hig und von den Gro&szlig;betrieben aufgesaugt (Konzentration des Kapitals). Die Produktivit&auml;t der Arbeit steigt, die Teilarbeiten werden immer einfacher und damit billiger und es entsteht ein wachsendes Arbeitslosenheer, das die Konkurrenz unter den Arbeitssuchenden verst&auml;rkt. Das hat die Verelendung des Arbeiters zur Folge. Durch die Massenproduktion kommt es immer wieder zu &Uuml;berproduktionskrisen, die zunehmend heftiger werden. Der Widerspruch ist also der, dass bei zunehmendem Reichtum der Gesellschaft das Elend der Massen zunimmt und es gerade in den Zeiten zu Krisen kommt, in denen viel produziert wird. Das liegt nach Marx daran, dass die unter dem Industriekapitalismus entwickelten Produktivkr&auml;fte &uuml;ber die Produktionsverh&auml;ltnisse (Eigentumsverh&auml;ltnisse) der bourgeois-kapitalistischen Gesellschaft hinausgewachsen und in einen Gegensatz zu ihnen getreten sind. Die Produktionsverh&auml;ltnisse sind immer mehr zu Fesseln der weiteren Entwicklung geworden. Der Charakter der Produktivkr&auml;fte ist ein gesellschaftlicher und diesem verdanken sie ihre Gr&ouml;&szlig;e, aber die Aneignungsweise der Produkte ist nach wie vor eine private.</FONT></P> <P class=Grundschrift_mit_Einzug style="BOX-SIZING: border-box; FONT-SIZE: 15px; FONT-FAMILY: PT-Sans, Arial, sans-serif; WHITE-SPACE: normal; WORD-SPACING: 0px; TEXT-TRANSFORM: none; FONT-WEIGHT: 400; COLOR: rgb(75,75,75); FONT-STYLE: normal; TEXT-ALIGN: left; ORPHANS: 2; WIDOWS: 2; MARGIN: 0px 0px 1em; LETTER-SPACING: normal; LINE-HEIGHT: 1.6; BACKGROUND-COLOR: rgb(255,255,255); TEXT-INDENT: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; font-variant-ligatures: normal; font-variant-caps: normal; text-decoration-style: initial; text-decoration-color: initial"><font style="font-size: 14px">Dieser Widerspruch wird nach Marx durch die Aufhebung des Privateigentums an den Produktionsmitteln beseitigt. F&uuml;r die gewaltige Steigerung der Produktivit&auml;t der Arbeit war die Epoche des Kapitalismus notwendig. Erst nachdem die kapitalistischen Produktionsverh&auml;ltnisse aus Entwicklungsbedingungen der Produktion zu Fesseln desselben geworden sind, hat die proletarisch-sozialistische Revolution Chancen auf Erfolg und weltgeschichtlichen Sinn. Die menschliche Geschichte hat Marx als Geschichte von Klassenk&auml;mpfen konzipiert, bei der sich immer zwei Klassen feindlich gegen&uuml;berstehen.<BR></FONT><font style="font-size: 14px"><STRONG>Marx’ Leben in Armut<BR></STRONG></FONT><font style="font-size: 14px">Marx war nicht ausschlie&szlig;lich Theoretiker, er war auch publizistisch und politisch als Revolution&auml;r t&auml;tig. Bei politischen Aktionen mahnte er zur Vorsicht. Er war im englischen Exil von Armut betroffen und musste viele Jahre lang um seine Existenz und die seiner Familie k&auml;mpfen: W&auml;re er ein zeitgen&ouml;ssischer Forscher gewesen, h&auml;tte er vielleicht eine Professorenstelle an einer Universit&auml;t gehabt, ein gesichertes Einkommen und einen guten Rahmen f&uuml;r seine Forschungen. Dann w&uuml;rde sein Werk heute wohl anders aussehen, es w&auml;re nicht so unvollendet, wie Neffe (</FONT><A onmouseover="showLit(this, '4')" class=uline style="BOX-SIZING: border-box; TEXT-DECORATION: underline; COLOR: rgb(75,75,75); BACKGROUND-COLOR: transparent; transition: color 500ms ease 0s" href="https://www.aerzteblatt.de/archiv/197878/lit.asp?id=197878#nr4"><font style="font-size: 14px">4</FONT></A><font style="font-size: 14px">) es interpretiert. Eine Ungereimtheit: Sein Freund Friedrich Engels hat ihn zwar finanziell unterst&uuml;tzt, doch nicht dergestalt, wie er es sich h&auml;tte leisten k&ouml;nnen. Armut und Krankheiten zehren Marx und seine Ehefrau Jenny. Vier von sieben Kindern starben in den 1850er Jahren fr&uuml;h im Kindesalter.<BR></FONT><font style="font-size: 14px"><STRONG>Polarisierende Interpretation<BR></STRONG></FONT><font style="font-size: 14px">An der Interpretation von Marx schieden und scheiden sich die Geister. F&uuml;r einige war und ist er ein Gott, im Extrem wurden aus seinen Lehren Gesetze und Dogmen gemacht, f&uuml;r andere war er ein Verbrecher oder der Urheber von Verbrechen. Im Namen des Kommunismus und des Marxismus, aber nicht im Sinne von Marx, sind millionenfache Verbrechen ver&uuml;bt worden, wie Courtois und andere ausf&uuml;hrlich zusammenfassend und r&uuml;ckblickend beschrieben haben (</FONT><A onmouseover="showLit(this, '5')" class=uline style="BOX-SIZING: border-box; TEXT-DECORATION: underline; COLOR: rgb(75,75,75); BACKGROUND-COLOR: transparent; transition: color 500ms ease 0s" href="https://www.aerzteblatt.de/archiv/197878/lit.asp?id=197878#nr5"><font style="font-size: 14px">5</FONT></A><font style="font-size: 14px">). Marx selbst hat sich gegen die Dogmatisierung seiner Analysen ausgesprochen.</FONT></P> <P class=Grundschrift_mit_Einzug style="BOX-SIZING: border-box; FONT-SIZE: 15px; FONT-FAMILY: PT-Sans, Arial, sans-serif; WHITE-SPACE: normal; WORD-SPACING: 0px; TEXT-TRANSFORM: none; FONT-WEIGHT: 400; COLOR: rgb(75,75,75); FONT-STYLE: normal; TEXT-ALIGN: left; ORPHANS: 2; WIDOWS: 2; MARGIN: 0px 0px 1em; LETTER-SPACING: normal; LINE-HEIGHT: 1.6; BACKGROUND-COLOR: rgb(255,255,255); TEXT-INDENT: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; font-variant-ligatures: normal; font-variant-caps: normal; text-decoration-style: initial; text-decoration-color: initial"><font style="font-size: 14px">Entgegen anderen Stimmen kann eine Kontinuit&auml;t im Denken von Marx angenommen werden, die von seinen fr&uuml;hen zu den sp&auml;teren Schriften, auch zu seinem Hauptwerk „Das Kapital“ f&uuml;hrt. Die Geister scheiden sich auch an der Frage, ob Marx prim&auml;r als historische Figur des 19. Jahrhunderts gesehen werden sollte und seine Botschaften auch f&uuml;r dieses Jahrhundert gedacht waren und weniger oder nicht f&uuml;r das 21. Jahrhundert. Einige Stimmen behaupten, dass er mit seiner Analyse des entfesselten Systems des Kapitalismus die globalisierte Welt unserer Tage bis hin zur Finanzkrise vorausgesagt habe, so im „Kommunistischen Manifest“ (</FONT><A onmouseover="showLit(this, '6')" class=uline style="BOX-SIZING: border-box; TEXT-DECORATION: underline; COLOR: rgb(75,75,75); BACKGROUND-COLOR: transparent; transition: color 500ms ease 0s" href="https://www.aerzteblatt.de/archiv/197878/lit.asp?id=197878#nr6"><font style="font-size: 14px">6</FONT></A><font style="font-size: 14px">).</FONT></P> <P class=Grundschrift_mit_Einzug style="BOX-SIZING: border-box; FONT-SIZE: 15px; FONT-FAMILY: PT-Sans, Arial, sans-serif; WHITE-SPACE: normal; WORD-SPACING: 0px; TEXT-TRANSFORM: none; FONT-WEIGHT: 400; COLOR: rgb(75,75,75); FONT-STYLE: normal; TEXT-ALIGN: left; ORPHANS: 2; WIDOWS: 2; MARGIN: 0px 0px 1em; LETTER-SPACING: normal; LINE-HEIGHT: 1.6; BACKGROUND-COLOR: rgb(255,255,255); TEXT-INDENT: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; font-variant-ligatures: normal; font-variant-caps: normal; text-decoration-style: initial; text-decoration-color: initial"><font style="font-size: 14px">Fromm hat Marx und Freud verglichen und Marx als den bedeutenderen Denker hervorgehoben (</FONT><A onmouseover="showLit(this, '7')" class=uline style="BOX-SIZING: border-box; TEXT-DECORATION: underline; COLOR: rgb(75,75,75); BACKGROUND-COLOR: transparent; transition: color 500ms ease 0s" href="https://www.aerzteblatt.de/archiv/197878/lit.asp?id=197878#nr7"><font style="font-size: 14px">7</FONT></A><font style="font-size: 14px">). Der Soziologe Norbert Elias hingegen hat Freud hervorgehoben, und Marx diesem gegen&uuml;ber abgewertet.</FONT></P> <P class=Grundschrift_mit_Einzug style="BOX-SIZING: border-box; FONT-SIZE: 15px; FONT-FAMILY: PT-Sans, Arial, sans-serif; WHITE-SPACE: normal; WORD-SPACING: 0px; TEXT-TRANSFORM: none; FONT-WEIGHT: 400; COLOR: rgb(75,75,75); FONT-STYLE: normal; TEXT-ALIGN: left; ORPHANS: 2; WIDOWS: 2; MARGIN: 0px 0px 1em; LETTER-SPACING: normal; LINE-HEIGHT: 1.6; BACKGROUND-COLOR: rgb(255,255,255); TEXT-INDENT: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; font-variant-ligatures: normal; font-variant-caps: normal; text-decoration-style: initial; text-decoration-color: initial"><font style="font-size: 14px">Als erster bedeutender Kritiker des Kapitalismus geht Marx in die Geschichte ein. Im Lauf der letzten Jahrzehnte hat der Kapitalismus die moralischen und sozialen Regeln des gesellschaftlichen Miteinanders ausgeh&ouml;hlt. Viele Menschen haben von der kapitalistischen Warenproduktion materiell profitiert und konnten und k&ouml;nnen damit gut leben. Sie sind nicht verelendet, wie Marx prophezeit hat. Aber die kapitalistischen Systeme bedrohen das &Uuml;berleben der Menschheit, beispielsweise beim menschengemachten Klimawandel.</FONT></P> <P class=Grundschrift_mit_Einzug style="BOX-SIZING: border-box; FONT-SIZE: 15px; FONT-FAMILY: PT-Sans, Arial, sans-serif; WHITE-SPACE: normal; WORD-SPACING: 0px; TEXT-TRANSFORM: none; FONT-WEIGHT: 400; COLOR: rgb(75,75,75); FONT-STYLE: normal; TEXT-ALIGN: left; ORPHANS: 2; WIDOWS: 2; MARGIN: 0px 0px 1em; LETTER-SPACING: normal; LINE-HEIGHT: 1.6; BACKGROUND-COLOR: rgb(255,255,255); TEXT-INDENT: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; font-variant-ligatures: normal; font-variant-caps: normal; text-decoration-style: initial; text-decoration-color: initial"><font style="font-size: 14px">Mit den Formen der Entfremdung hat Marx auch beschrieben, welche Art von Zurichtung das „Ich“ in der sp&auml;tkapitalistischen Gesellschaft erfahren muss, damit es den Anforderungen gen&uuml;gt, die zum m&ouml;glichst reibungslosen Funktionieren des Systems erforderlich sind: „Das Sein bestimmt das Bewusstsein.“ Aber er hat auch gezeigt, dass das kein feststehendes Naturgesetz ist, sondern ver&auml;nderbar: Menschen sind die Akteure ihrer Geschichte. F&uuml;r Marx stand als Ziel die Herstellung nicht-entfremdeter Verh&auml;ltnisse und die freie T&auml;tigkeit aller Menschen im Vordergrund. In der dem Kapitalismus nachfolgenden Gesellschaftsformation, dem Sozialismus, soll der Mensch seine wahren Bed&uuml;rfnisse verwirklichen k&ouml;nnen.</FONT></P> <P class=Grundschrift_mit_Einzug style="BOX-SIZING: border-box; FONT-SIZE: 15px; FONT-FAMILY: PT-Sans, Arial, sans-serif; WHITE-SPACE: normal; WORD-SPACING: 0px; TEXT-TRANSFORM: none; FONT-WEIGHT: 400; COLOR: rgb(75,75,75); OUTLINE-WIDTH: medium; FONT-STYLE: normal; TEXT-ALIGN: left; OUTLINE-STYLE: none; ORPHANS: 2; WIDOWS: 2; MARGIN: 0px 0px 1em; LETTER-SPACING: normal; OUTLINE-COLOR: invert; LINE-HEIGHT: 1.6; BACKGROUND-COLOR: rgb(255,255,255); TEXT-INDENT: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; font-variant-ligatures: normal; font-variant-caps: normal; text-decoration-style: initial; text-decoration-color: initial; box-shadow: none"><font style="font-size: 14px">Nach Marx kann ein Abschied von der Theorie und von den Gewissheiten festgestellt werden und eine Ersetzung durch die pragmatischen Anforderungen der Gegenwart. Neffe sieht ihn als den Unvollendeten, der eine gro&szlig;e Fl&auml;che f&uuml;r Projektionen bietet. Marx kann so als Philosoph der Freiheit und Denker f&uuml;r mehr Menschlichkeit gesehen werden, der eine grundlegend andere, eine „bessere“ Zukunft erm&ouml;glicht.<SPAN>&nbsp;<BR></SPAN><SPAN class=Autor_nach_Artikel style="BOX-SIZING: border-box; COLOR: rgb(125,125,125); FONT-STYLE: italic; LINE-HEIGHT: 0.5em !important">Joachim Koch<BR></SPAN></FONT><font style="font-size: 14px">Literatur im Internet:<BR style="BOX-SIZING: border-box"></FONT><A style="BOX-SIZING: border-box; TEXT-DECORATION: none; MARGIN-TOP: 2em; COLOR: rgb(0,0,0); BACKGROUND-COLOR: transparent; transition: color 500ms ease 0s" href="http://www.aerzteblatt.de/pp/lit0518" target=_blank><font style="font-size: 14px">www.aerzteblatt.de/pp/lit0518</FONT></A></P>]]></description>
        <link>http://www.antikapitalist.eu</link>
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        <pubDate>Fri, 7 Aug 2026 15:45:06 +0200</pubDate>
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    <item>
        <title>Dialektischer Materialismus - 10</title>
        <description><![CDATA[<P><font style="font-size: 14px">War Karl Marx ein Antisemit?<BR></FONT><BR><FONT color=#ff0000 size=6><U>Achtung! Betr&uuml;ger und F&auml;lscher am Werk !</U></FONT></P> <P><font style="font-size: 14px">Medien unterster Kategorie verbreiten in den letzten Wochen wieder, dass Karl Marx ein Antisemit gewesen sei. Als „Beweis“ wird auf einen angeblichen Privatbrief von Karl Marx verwiesen, den dieser angeblich anl&auml;sslich des Ablebens von Ferdinand Lassall geschrieben haben soll.<BR>Wer aber eine solche Behauptung aufstellt oder verbreitet, tr&auml;gt nat&uuml;rlich auch die Beweislast darzulegen, das dies der Wahrheit entspricht.</FONT></P> <P><font style="font-size: 14px">Hier braucht man eigentlich gar nicht weiter zu schreiben oder zu lesen denn die Behauptung das Karl Marx diesen Brief geschrieben habe ist schon sehr alt. Schon der Urheber dieser Behauptung und Herausgeber der Abschrift des angeblichen Briefes von 1913, der Marx Gegner Eduard Bernstein, wurde von namhafter Seite aufgefordert, einen Beweis vorzulegen dass seine angebliche Abschriften auf echten Briefen von Marx beruhen. Eduard Bernstein hat trotz ausdr&uuml;cklichem Verlangen der damaligen Politiker Karl Kautsky, Victor Adler und Franz Mehring keine Einsichtnahme in die angeblichen Privatbriefe von Karl Marx an Friedrich Engels gew&auml;hrt.</FONT></P> <P><font style="font-size: 14px">Die Echtheit dieses Briefes ist also nicht best&auml;tigt und nicht beweisbar, der Herausgeber Eduard Bernstein r&auml;umte jedoch damals bereits ein, das er den Brief „&uuml;berarbeitet“ habe und gab damals schon Ab&auml;nderungen zu. Auch die angeblichen Abschriften von Bernstein sind kaum zu bekommen da diese nie akzeptiert worden sind oder gro&szlig; verbreitet worden sind. Mit solchem Schund braucht man sich also gar nicht abgeben oder darauf eingehen solche Behauptungen widerlegen sich mangels Beweis f&uuml;r diese Behauptung selber.</FONT></P> <P><font style="font-size: 14px">Es lohnt sich aber doch einmal einen Blick auf diesen Eduard Bernstein zu werfen und die Frage zu stellen, welches Interesse er eigentlich an Briefen von Karl Marx und dessen Ver&ouml;ffentlichung haben konnte. Es ist allgemein nat&uuml;rlich nicht &uuml;blich, dass Privatbriefe ver&ouml;ffentlicht werden, weil sie eben privat sind. Die von Bernstein ver&ouml;ffentlichten Privatbriefe des Karl Marx stammen aus dem Zeitraum zwischen den fr&uuml;hen Jahren ab 1844 und 1883, dem Jahr als Marx Karl verstarb. Friedrich Engels soll nun die Privatbriefe, auch besagten und angeblichen Brief vom September 1864, ganze 31 Jahre lang bis zum August 1895 aufbewahrt haben nat&uuml;rlich ohne diese zu ver&ouml;ffentlichen - was mit Privatbriefen ja nie gemacht wird. Hernach sollen diese Privatbriefe auf unbekanntem Wege vom Wohnsitz Friedrich Engels zum SPD Vorsitzenden August Bebel gebracht worden sein, wo diese Briefe weitere gut 15 Jahre gelagert haben sollen. August Bebel verstarb im August 1913, war aber die Jahre zuvor &uuml;ber l&auml;ngere Phasen bereits schwer erkrankt gewesen.</FONT></P> <P><font style="font-size: 14px">Ausgerechnet der Marx Gegner Eduard Bernstein schaffte es in dieser Zeit, vermutlich von der Parteib&uuml;rokratie um Ebert, Noske, Scheidemann usw. unterst&uuml;tzt, in den Besitz der Briefe zu gelangen und hatte Jahre Zeit f&uuml;r F&auml;lschungen. Und er ver&ouml;ffentlichte diese angeblichen Briefe, ohne irgend Jemandem Einsichtnahme zu gew&auml;hren und &auml;nderte nach Gutd&uuml;nken ab.&nbsp; Und es wurde unter anderem auch besagter und angeblicher Brief von Marx an Engels hinzugef&uuml;gt oder wesentlich abge&auml;ndert.</FONT></P> <P><font style="font-size: 14px">Nat&uuml;rlich sind „Erbstreitigkeiten“ um den Nachlass von Briefen usw. gro&szlig;er Pers&ouml;nlichkeiten an der Tagesordnung, angebliche Erben m&ouml;chten gerne die Verstorbene Personen in ihrem Sinne umdeuten, unglaubw&uuml;rdig machen oder einfach Geld verdienen. In neuerer Zeit war letzteres u.a. bei den angeblichen „Hitler Tageb&uuml;chern“ der Fall, die als F&auml;lschung gro&szlig;es Aufsehen erregten. Im Zuge der allgemeinen Volksverhetzung gegen den Islam sind zum Beispiel auch krasse und widerliche F&auml;lschungen von angeblichen Zitaten des Ayatollah Khomeini im Iran aufgeflogen. Solche Beispiele gibt es sicher sehr viele und die Ver&auml;nderungen und Weiterentwicklungen aller Sprachen sowie die notwendigen &Uuml;bersetzungen bieten Betr&uuml;gern und F&auml;lschern Ansatzpunkte, Erfolg bis zu einer Wiederlegung bei Menschen zu haben, die das eben glauben m&ouml;chten oder allgemein unkritisch sind.</FONT></P> <P><font style="font-size: 14px">F&uuml;r den angeblichen Brief von Marx, der ihn als „Antisemiten und Rassisten“ hinstellen soll, gibt und gab es also jemals nicht den geringsten Beweis au&szlig;er der Darstellung seines Gegners Eduard Bernstein, der seinerseits allerdings selber die antisemitische Rassenideologie des Eugen D&uuml;hring gegen die Kritik von Marx und Engels verteidigte. Auch die Wortwahl des Briefes passt viel eher zum Denken des Eduard Bernstein als zu der des Karl Marx.</FONT></P> <P><font style="font-size: 14px">Marx selber hat religi&ouml;se Menschen nie als Feind oder gar minderwertig betrachtet und seine Einstellung zur Religion in seiner bekannten Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie ausf&uuml;hrlich dargelegt, die ein wesentliches Element seiner Denkweise des Dialektischen Materialismus ist. Daher ist es auch undenkbar, dass er in privaten Briefen sich so ge&auml;u&szlig;ert haben soll, derartige Primitivit&auml;t passt nun wirklich eher zu Eduard Bernstein und seines Gleichen. Karl Marx hatte im Falle des selbst verschuldeten Ablebens des Ferdinand Lassalle auch gar keinen Grund sich noch gro&szlig; und gar in unpolitischer Weise zu &auml;u&szlig;ern, da diese politische Richtung im Vergleich zum Marxismus zu der Zeit nur schwindenden Einfluss hatte. Nat&uuml;rlich konnten aber nur Briefe von Marx gef&auml;lscht und erfunden werden, die es gar nicht gab oder die sonst niemand je gesehen hatte, da widrigenfalls die F&auml;lschung und der F&auml;lscher sofort aufgeflogen w&auml;ren.</FONT></P> <P><font style="font-size: 14px">Nach dem Ableben von Karl Marx und Friedrich Engels nahmen die Auseinandersetzungen in der damaligen Partei zwischen Marxisten und dem Rechten Fl&uuml;gel, zu deren Wortf&uuml;hrern Bernstein geh&ouml;rte, wieder enorm zu. Rosa Luxemburg schrieb in dieser Zeit das grundlegende Werk: „Sozialreform oder Revolution“, in dem sie die revisionistischen „Thesen“ des Eduard Bernstein gr&uuml;ndlich analysierte und zur&uuml;ckwies. Zudem &uuml;bersetzte die Gruppe Internationale damals die Werke des Karl Marx neu in das russische und wies ihrerseits absichtliche F&auml;lschungen und Falsch&uuml;bersetzungen des Georgi Walentinowitsch Plechanow in Russland nach. Zudem gewann ihre Gruppe Internationale an Einfluss und geh&ouml;rte zu den f&uuml;hrenden Kr&auml;ften der (gescheiterten) russischen Revolution von 1905, die auch in der deutschen Sozialdemokratie breit diskutiert wurde. Diese ist als „Massenstreikdebatte“ bekannt geworden und in diese griff Rosa Luxemburg ebenfalls mit einem ihrer grundlegenden Werke: „Massenstreik, Partei und Gewerkschaften“, ein.</FONT></P> <P><font style="font-size: 14px">Wenn also heute von einigen Medien der primitiveren Art behauptet wird, es habe privat noch einen ganz anderen Karl Marx gegeben, ist das eine haltlose und unwahre Behauptung und vom Grunde her unglaubw&uuml;rdig.</FONT></P> <P><font style="font-size: 14px">Leider machen auch einige „Linke“ den Fehler, absichtlich oder leichtgl&auml;ubig und in Unkenntnis des Herausgebers und Verfassers des angeblichen Briefes von Marx, den Fehler, von der Echtheit des Briefes auszugehen und uns&auml;gliche Redewendungen des Eduard Bernstein als die von Marx anzuerkennen und diese zu verteidigen.</FONT></P> <P><font style="font-size: 14px">H&auml;tte Marx so etwas an Engels geschrieben dann h&auml;tte dieser ihn jedoch ganz sicher zur Rede gestellt und den Brief zur&uuml;ckgewiesen. Karl Marx hat nie politische Gegner aufgrund ihrer Religion oder Nationalit&auml;t angegriffen und das hatte er auch gar nicht n&ouml;tig. Das besondere an Karl Marx und seiner Denkweise des Dialektischen Materialismus ist eben, dass er kein abgehobener Philosoph gewesen ist, sondern seine Denkweise zur Richtschnur des politischen Handelns geworden ist.</FONT></P> <P><font style="font-size: 14px">2.8.2020</FONT></P> <P><font style="font-size: 14px">Einige Quellenangaben:</FONT></P> <P><font style="font-size: 14px">Der Briefwechsel zwischen Friedrich Engels und Karl Marx 1844 bis 1883, hrsg. von A. Bebel und E. Bernstein, 4 Bde, Stuttgart 1913. F&uuml;r die Vertraulichkeit der Editionsarbeiten anschaulich Victor Adlers Bem&uuml;hung um Einsichtnahrne in den Brief-wechsel im M&auml;rz 1911 (an Bebel, 19.3.1911, und dessen Antwort vom 22.3, in: Adler Briefwechsel, S. 524–28).</FONT></P> <P><font style="font-size: 14px">Die komplizierte Entstehungsgeschichte verdient eine eigene Darstellung, soweit sie bis Ende 1910 in unserem Zusammenhang relevant ist, wird sie weiter unten skizziert. Zur Konstellation in der Schlussphase, bis hin zum Versuch Kautskys, die Publikation noch im Mai 1913 zu verhindern oder aufzuschieben, vgl. Adler-Briefwechsel, S. 564–72.</FONT></P> <P><font style="font-size: 14px">Das Resum&eacute; von Dietz (ebd., S. 569f.) betont die pers&ouml;nlich komplizierenden Komponenten, nach Erscheinen haben die Hauptkontrahenten ihre sachlich differierenden Positionen im Rahmen der Parteiloyalit&auml;t formuliert: F. Mehring, „Engels und Marx”, in: Archiv f&uuml;r die Geschichte des Sozialismus und der Arbeiterbewegung, Jg. 5 (1915), S. 1–38, und N. Rjazanov, „Der Briefwechsel zwischen Marx und Engels”, in: Neue Zeit, Jg. 32 (1913–14), Bd 2, S. 564–71.</FONT></P> <P><font style="font-size: 14px">Rjazanovs Moskauer Akademievortrag von 1923 bietet eine, der ver&auml;nderten Parteikonstellation entsprechend, „gestraffte” Version, in der allerdings Bernsteins Verantwortlichkeit f&uuml;r die Streichungen in der Edition eher indirekt nahegelegt als behauptet wird, der Gegensatz mit Mehring deutlich und das eigene Schwanken in Bezug auf vollst&auml;ndige Wiedergabe angedeutet bleibt; vgl. ders., „Neueste Mitteilungen &Uuml;ber den Nachia&szlig; von Karl Marx und Friedrich Engels”, in: Archiv usw., Jg. 11(1925), S. 385–400, bes. S. 396.</FONT></P> <P><font style="font-size: 14px">D. Rjazanov, „Einleitung zum ersten Band des Briefwechsels zwischen Marx und Engels”, in: K. Marx, F. Engels, Historisch-kritische Gesamtausgabe, Abt. III, Bd 1, Berlin 1929, S.IX-L, plaziert durch ausf&uuml;hrliche inhaltliche Polemik gegen die Tilgungskriterien des verantwortlichen Herausgebers die Schuldzuweisung f&uuml;r Die Geschichtskosmetik von 1913 sehr einseitig bei Bernstein.</FONT></P> <H3>&nbsp;</H3>]]></description>
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        <pubDate>Fri, 7 Aug 2026 15:45:06 +0200</pubDate>
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    <item>
        <title>Dialektischer Materialismus - 11</title>
        <description><![CDATA[<font style="font-size: 12px"> <P><font style="font-size: 14px"><STRONG>13.000 + Boni?<BR></STRONG></FONT></FONT><FONT color=#ff0000 size=6><U><STRONG>Gro&szlig;verdiener des DGB<BR></STRONG></U></FONT><font style="font-size: 14px">Die Bosse des DGB sind sehr reich, doch haben sie ihr Verm&ouml;gen nicht durch Arbeit auf dem Bau, am Flie&szlig;band, in einem Krankenhaus, einer Fabrik, auf den Feldern oder durch sonstige n&uuml;tzliche T&auml;tigkeiten erworben. Sie sind <FONT face=Arial><FONT face=Arial>– wie die DGB-Vorsitzende – B</FONT></FONT>&uuml;rokraten, die bereits in ihren Parteien und in Ministerien hohe Posten und Einkommen hatten.</FONT></P> <P><font style="font-size: 14px">Nur ein Beispiel: Sch&auml;tzungen zufolge erh&auml;lt die DGB-Vorsitzende Fahimi laut allgemeinem Anstellungsvertrag des DGB monatlich 13.000 Euro zuz&uuml;glich Sonderzahlungen. Hinzu kommen Aufsichtsratsposten und Nebeneink&uuml;nfte <FONT face=Arial><FONT face=Arial>– und nat</FONT></FONT>&uuml;rlich Eink&uuml;nfte aus Verm&ouml;gen, das auf mehrere Millionen gesch&auml;tzt wird und sich je nach Anlage selbstst&auml;ndig extrem vermehrt.</FONT></P> <P><font style="font-size: 14px">Diesen Leuten geht es sehr gut, und da wundert es &uuml;berhaupt nicht, dass auch zum Maifeiertag 2026 f&uuml;r sie die wichtigsten Probleme &uuml;berhaupt kein Thema sind. Kriege, Aufr&uuml;stung, V&ouml;lkermorde, Umweltzerst&ouml;rungen, kapitalistischer Zusammenbruch, wachsende Gro&szlig;verm&ouml;gen, Nazis usw. <FONT face=Arial><FONT face=Arial>– all das tangiert sie nicht. Sie geh</FONT></FONT>&ouml;ren eben nicht zur Arbeiterklasse, wie Marx diese analysiert hat, sondern zur politischen B&uuml;rokratie und zum Kleinkapitalistentum. Die Interessen dieser Schichten und Klassen haben nat&uuml;rlich nichts mit denen der Arbeiterklasse zu tun.</FONT></P> <P><font style="font-size: 14px">Wenn der Kapitalismus in die Krise mit Massenentlassungen, Pleiten usw. ger&auml;t, wollen sie ihre gescheiterte Politik schnell als <FONT face=Arial><FONT face=Arial>„L</FONT></FONT>&ouml;sung" pr&auml;sentieren, um das System zu retten. Antikapitalisten kl&auml;ren &uuml;ber dieses System auf sowie &uuml;ber die Notwendigkeit und die M&ouml;glichkeiten, es zu ersetzen. Imperative Mandate und Posten, bei denen Funktion&auml;re nicht mehr als der Durchschnitt verdienen d&uuml;rfen, sind eine wichtige Forderung.</FONT></P> <P><font style="font-size: 14px">Wir m&uuml;ssen das kapitalistische System nicht retten <FONT face=Arial><FONT face=Arial>– was sowieso unm</FONT></FONT>&ouml;glich ist. Wenn es, wie in unseren Tagen, endg&uuml;ltig kaputtgeht, dann ist das eben so. Wir haben ein besseres System und eine bessere Gesellschaft.&#12288;</FONT></P> <P><font style="font-size: 14px">Redaktion Dialektischer Materialismus, 3.5.2026</FONT></P>]]></description>
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        <pubDate>Fri, 7 Aug 2026 15:45:06 +0200</pubDate>
    </item>
    <item>
        <title>Dialektischer Materialismus - 12</title>
        <description><![CDATA[<P style="MARGIN: 0px 5px 0px 0px">Zur „Deutschen Islamkonferenz“ Ende November 2018<SPAN style="FONT-SIZE: 10pt; TEXT-DECORATION: none; FONT-FAMILY: arial,helvetica,sans-serif; COLOR: rgb(0,0,0)"><BR></SPAN><SPAN style="COLOR: rgb(255,51,51)"><SPAN style="FONT-SIZE: xx-large"><U><STRONG><font style="font-size: 19px">Muslime und Kapitalismus in Deutschland</FONT><BR></STRONG></U></SPAN></SPAN><SPAN style="COLOR: rgb(0,0,0)"><SPAN style="FONT-SIZE: medium"><SPAN style="TEXT-DECORATION: none"><SPAN style="FONT-WEIGHT: normal">“Der Islam“ besch&auml;ftigt Politik und Gesellschaft in Deutschland wie kaum ein anderes Thema. Dies spitzt sich zu der sogenannten „Islamkonferenz“ des rechtspopulistischen Bundesinnenministers und CSU Vorsitzenden Horst Seehofer noch weiter zu.<BR>Vor dieser „Konferenz“ gab es hektische Aktivit&auml;ten. Der ehemalige Parteichef der Gr&uuml;nen Cem &Ouml;zdemir rief mit anderen „Islamkritikern“, Ex Muslimen und sogenannten „Islamexperten“ noch schnell zur Gr&uuml;ndung der „Initiative s&auml;kularer Islam“ auf, um dort gro&szlig; auftreten zu k&ouml;nnen. Der gr&ouml;&szlig;te islamische Verein in Deutschland und auch wieder auf der Konferenz vertreten ist der sunnitische DITIB, der wegen seiner Abh&auml;ngigkeit vom Regime in der T&uuml;rkei und diverser Praktiken wie das bespitzeln von Kritikern der Regierung in Ankara in die Kritik geraten ist. Daneben gibt es unter anderem auch Religionsgemeinschaften und Verb&auml;nde des Islam die den Regierungen von Saudi Arabien oder dem Iran z.B. nahe stehen sollen und angeblich deren Interessen vertreten sollen. Und es gibt auch viele islamische oder alevitische Kulturvereine die mit Politik nichts am Hut haben.</SPAN></SPAN></SPAN></SPAN></P> <P style="MARGIN: 0px 5px 0px 0px"><SPAN style="COLOR: rgb(0,0,0)"><SPAN style="FONT-SIZE: medium"><SPAN style="TEXT-DECORATION: none"><SPAN style="FONT-WEIGHT: normal">Es sind jedoch zusammen nur einige Zehntausend Menschen in diesen ganz verschiedenen Islamverb&auml;nden aktiv. Die &uuml;bergro&szlig;e Mehrheit der etwa 5 Millionen Menschen in Deutschland die zum Islam gerechnet werden, praktizieren ihren Glauben nicht aktiv und unterscheiden sich da wenig von der gro&szlig;en Mehrheit der Menschen in anderen Religionsgemeinschaften.<BR>„Den Islam“ gibt es in Deutschland wie auch weltweit nicht denn wie die Anderen Religionen besteht auch der Islam aus einem ganzen Konglomerat verschiedener Religionen, Richtungen und Auspr&auml;gungen. Hinzu kommt das „die Muslime“ kulturell verschieden sind und meist Migranten oder Nachkommen von Migranten aus h&ouml;chst unterschiedlichen L&auml;ndern wie Marokko, Nigeria, &Auml;gypten oder Pakistan sind und von daher oft sehr verschieden sind. Und nat&uuml;rlich hat Jedes dieser L&auml;nder ein breites Spektrum vom Glauben das von S&auml;kular bis Orthodox reicht und vor allem gibt es auch soziale Unterschiede von Arm und Reich, wie bei den anderen Religionen auch.<BR><font style="font-size: 10px"><font style="font-size: 14px">Eine vom Innenminister Veranstaltete „Deutsche Islamkonferenz“ ist da so sinnvoll wie wenn er eine „Deutsche Religionskonferenz“ mit verschiedenen&nbsp;anderen Religionen Veranstalten w&uuml;rde. Auch diese Kirchen werden zum Teil aus&nbsp;anderen L&auml;ndern&nbsp;unterst&uuml;tzt und zum Teil auch f&uuml;r politische Zwecke benutzt.</FONT></FONT>&nbsp;Genau genommen ist die „R&ouml;misch Katholische Kirche“ auch keine deutsche Kirche sondern ein Teil des Vatikanstaates mit dem Papst als Oberhaupt. Die R&ouml;misch Katholische Kirche so wie auch die Evangelischen Kirchen in Deutschland (EKD) sind jedoch als Amtskirchen anerkannt und haben als K&ouml;rperschaften des &ouml;ffentlichen Rechtes einen Sonderstatus.<BR>Eigentlich sind Innenminister Seehofer und andere F&uuml;hrende CSU Mitglieder immer dagegen gewesen das der Islam zu Deutschland geh&ouml;rt und haben gegen den Willen der Amtskirchen durchgesetzt, dass in Bayern in allen &Auml;mtern und Beh&ouml;rden Kreuze aufgeh&auml;ngt werden m&uuml;ssen. Sie sind damit den sich inzwischen in Aufl&ouml;sung befindlichen „</SPAN></SPAN></SPAN></SPAN><SPAN style="COLOR: rgb(0,0,0)"><SPAN style="FONT-SIZE: medium"><SPAN lang=de-DE><SPAN style="TEXT-DECORATION: none"><SPAN style="FONT-WEIGHT: normal">Patriotischen Europ&auml;ern gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (Pegida) und rechten Parteien wie der AFD entgegen gekommen. Diese lange andauernde Ausgrenzung der Muslime f&uuml;hrte jedoch gerade zum wachsenden Einfluss und teilweise sogar zu deren Abh&auml;ngigkeit von Regimen von anderen L&auml;ndern wie dem Iran, Saudi Arabien oder der T&uuml;rkei in den islamischen Organisationen in Deutschland. Das totale Chaos der kapitalistischen Politik in Deutschland wird komplett deutlich wenn man bedenkt, das der Rechtskonservative Islam in Form des Regimes von Saudi Arabien und auch der AKP der T&uuml;rkei stark gef&ouml;rdert wurde und wird. Auch das konservative Mullah Regime vom Iran wurde von der deutschen kapitalistischen Politik anf&auml;nglich stark gef&ouml;rdert und zur Macht verholfen. Der ganze „Politische Islam“ in der heutigen Zeit ist eigentlich ein Produkt der herrschenden Klassen und ihres Kapitalismus auch in Deutschland, die damit ihr System zu festigen und zu stabilisieren versuchen.<BR>Diese Versuche erweisen sich jedoch mehr und mehr als Bumerang denn die islamischen Regime und ihre Agenturen werden aus Sicht der deutschen kapitalistischen Politik mehr und mehr zu „Problemf&auml;llen“. Die L&ouml;sung ist aus Sicht dieser Politiker nun eine 180 Grad Wende, „der Islam“ geh&ouml;rt selbst nach Seehofer nun doch zu Deutschland. Aber sie wollen einen „Deutschen Islam“ der sich von besagten Regimen distanziert und die kapitalistische Klassengesellschaft und sein kapitalistisches System akzeptiert. F&uuml;r den Verzicht auf das Geld dieser Regime soll es nun Geld und F&ouml;rderung vom deutschen Staat geben, der seinerseits daf&uuml;r den nunmehr „deutschen Islam“ beeinflussen m&ouml;chte. Religionslehrer f&uuml;r den „deutschen Islam“ werden in vielen Bundesl&auml;ndern bereits ausgebildet und an mehreren Universit&auml;ten werden Fakult&auml;ten und Lehrst&uuml;hle f&uuml;r islamische Theologie eingerichtet. Die deutsche kapitalistische Politik geht sozusagen zum Gegenangriff gegen seine eigene Politik in den „islamischen“ L&auml;ndern &uuml;ber. Die von ihm selbst mit gez&uuml;chteten islamisch / kapitalistischen Regime und die lange gef&ouml;rderten „radikalislamischen“ Richtungen sollen in Deutschland aber auch international und in den islamischen L&auml;ndern nun vom „deutschen Islam“ einged&auml;mmt werden.<BR>Ein Opfer dieses Strategiewechsels der deutschen kapitalistischen Politik sind die antiislamischen und rassistischen „Bewegungen“ wie Pegida, PI-News und auch die AFD zum Beispiel. Diese werden weniger gef&ouml;rdert und mehr bek&auml;mpft als es vor dem Strategiewechsel der Fall gewesen ist. So einige Volksverhetzer aus diesem Spektrum stehen daher mittlerweile auf verlorenem Posten und einige dieser Leute die sich eigentlich lange „Ex Muslime“, „Islamkritiker“, „Verteidiger des Abendlandes“ usw. genannt haben, nehmen nun pl&ouml;tzlich als „liberale und s&auml;kulare Muslime“ auch an dieser „Islamkonferenz“ von Innenminister Seehofer teil.<BR>Das eigentliche und gro&szlig;e Problem f&uuml;r die Masse der zum Islam gez&auml;hlten Menschen in Deutschland und auch International ist jedoch das kapitalistische Wirtschaftssystem und die Klassengesellschaft, die soziale Ungleichheit und die Diktatur und das ganze Elend das dieses System erzeugt. So gibt es eben auch unz&auml;hlige „islamische“ aber eigentlich kapitalistische Milliard&auml;re und Diktatoren w&auml;hrend die Masse der kleinen Leute zu wenig zum &uuml;berleben hat.</SPAN></SPAN></SPAN></SPAN></SPAN></P> <P lang=de-DE style="TEXT-DECORATION: none; FONT-WEIGHT: normal; MARGIN: 0px 5px 0px 0px"><SPAN style="COLOR: rgb(0,0,0)"><SPAN style="FONT-SIZE: medium">Es gibt nur eine Welt und die ist kapitalistisch und alles h&auml;ngt schon seit sehr langer Zeit global mit allem zusammen. Antikapitalistische Politik muss darauf abzielen alle Menschen f&uuml;r einen gemeinsamen Kampf gegen den Kapitalismus und eine neue Zeit zu gewinnen und zwar egal welcher Religion, Weltanschauung, Nation oder welcher Hautfarbe oder welchem Geschlecht sie angeh&ouml;ren. Wir brauchen den gemeinsamen Kampf f&uuml;r Gleiche Rechte f&uuml;r alle Menschen, f&uuml;r wirkliche Demokratie und den Schutz der Umwelt und das &uuml;berall. Wir brauchen den gemeinsamen Kampf f&uuml;r akzeptable Lebensbedingungen, soziale Gleichheit und Demokratie. Jeder Mensch muss seine Religion, Kultur oder Nationalit&auml;t frei w&auml;hlen und leben k&ouml;nnen, was im Kapitalismus gar nicht m&ouml;glich ist. Selbstverst&auml;ndlich auch der Islam dem man nicht auch noch nach den kapitalistischen Diktaturen noch den „deutschen Islam“ aufzwingen darf. Diese Religion muss den anderen Religionen und Weltanschauungsgemeinschaften sowie anderen Kulturvereinen gleichgestellt und ebenso gef&ouml;rdert werden.<BR></SPAN></SPAN><SPAN style="FONT-SIZE: 10pt; TEXT-DECORATION: none; FONT-FAMILY: arial,helvetica,sans-serif; COLOR: rgb(0,0,0)"><BR></SPAN></P> <P style="TEXT-DECORATION: none; FONT-WEIGHT: normal; MARGIN: 0px 5px 0px 0px"><SPAN style="COLOR: rgb(0,0,0)"><SPAN style="FONT-SIZE: medium">Siegfried Buttenm&uuml;ller</SPAN></SPAN></P> <P style="TEXT-DECORATION: none; FONT-WEIGHT: normal; MARGIN: 0px 5px 0px 0px"><SPAN style="COLOR: rgb(0,0,0)"><SPAN class=cmp_parsed_date data-ce-class="Dates" data-cmp_parsed_date="2018-11-30">30.11.18</SPAN><SPAN style="FONT-SIZE: medium"></SPAN></SPAN></P>]]></description>
        <link>http://www.antikapitalist.eu</link>
        <guid isPermaLink="true">http://www.antikapitalist.eu/dialektischer_materialismus.html</guid>
        <pubDate>Fri, 7 Aug 2026 15:45:06 +0200</pubDate>
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    <item>
        <title>Dialektischer Materialismus - 13</title>
        <description><![CDATA[<P><font style="font-size: 14px">&nbsp;<STRONG>Eine Analyse des gef&auml;hrlichen Fundamentalismus:</STRONG><BR><FONT color=#ff0000><U><STRONG><font style="font-size: 19px">Die Materialisten an der Arbeit !<BR></FONT></STRONG></U></FONT><STRONG>In unserer Zeit, die durch den Niedergang des Kapitalismus gepr&auml;gt ist, macht das Ph&auml;nomen des gef&auml;hrlichen Fundamentalismus vermehrt von sich reden. Von islamischem und nationalem Fundamentalismus wird &ouml;fter geschrieben aber auch von christlichem, buddhistischen, hinduistischem, usw. Dieser Artikel m&ouml;chte das Ph&auml;nomen des Fundamentalismus allgemein n&auml;her beleuchten und insbesondere auch auf die Gef&auml;hrlichkeit des materialistischen Fundamentalismus und die Rolle dieser Denkweise hinweisen.</STRONG></FONT></P> <P style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><font style="font-size: 14px">Die beste aber nicht einzige Methode, die dies erm&ouml;glicht, ist die Denkweise des Dialektischen Materialismus, die vor allem auch im Kampf gegen den materialistischen Fundamentalismus und Positivismus von Eugen D&uuml;hring entstand. Marx und Engels erkannten zu ihrer Zeit bereits die Gef&auml;hrlichkeit dieses Denkens und griffen dessen Vertreter wie D&uuml;hring mit Artikelserien und Thesen scharf an, die z.B. in der Textsammlung „Anti D&uuml;hring“ zusammengefasst sind.</FONT></P> <P style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><font style="font-size: 14px">Ein wesentlicher Bestandteil des gef&auml;hrlichen Materialismus und Fundamentalismus von D&uuml;hring ist der Positivismus, als deren wichtigster Begr&uuml;nder er heute gilt:<BR><I>Er erkannte nur sinnliche Wahrnehmungen und daraus abgeleitete Verstandesschl&uuml;sse als Wirklichkeit an und behauptete gegen Immanuel Kant die &Uuml;bereinstimmung von objektiver Realit&auml;t mit ihrer naturwissenschaftlichen Beschreibung. Mit diesem Anspruch bek&auml;mpfte er allen Subjektivismus und Idealismus, alle Religion und Metaphysik. Er lehrte in Anlehnung an Auguste Comte, Voltaire und Ludwig Feuerbach, aber gegen Hegel und Karl Marx eine „Wirklichkeitsphilosophie“, die ihm zufolge „Prinzip allseitiger Gestaltung des Lebens“ werden sollte. Er wird deshalb dem neuzeitlichen antimetaphysischen Atheismus zugerechnet. Dabei beschrieb er die Rassen als Ergebnis der nat&uuml;rlichen Entwicklung der Menschheit.</I></FONT></P> <P style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><font style="font-size: 14px">Auf Grundlage seiner materialistischen und positivistischen Denkweise schrieb D&uuml;hring 1881 seine Kampfschrift: „<FONT color=#202122><I>Die Judenfrage als Rassen-, Sitten- und Kulturfrage“ mit einer weltgeschichtlichen Antwort.</I></FONT><BR><FONT color=#202122><I>Sie war ein </I></FONT><I>pseudowissenschaftlicher</I><FONT color=#0b0080><I> </I></FONT><FONT color=#202122><I>Versuch, dem Antisemitismus als politischer Bewegung ein biologisches, historisches und philosophisches Fundament zu geben. Er beschrieb die „</I></FONT><I>Judenfrage</I><FONT color=#202122><I>“ – &auml;hnlich wie vor ihm </I></FONT><I>Wilhelm Marr</I><FONT color=#202122><I>, aber anders als dieser mit wissenschaftlichem Anspruch – als Ausdruck eines unaufhebbaren Rassengegensatzes: Das </I></FONT><I>Judentum</I><FONT color=#0b0080><I> </I></FONT><FONT color=#202122><I>sei von Natur aus unvermeidbar der Feind aller Kulturv&ouml;lker, die sich gegen diesen wehren m&uuml;ssten, um nicht unterzugehen.</I></FONT><BR><FONT color=#202122><I>Die traditionelle Sicht des Judentums als Religion sei eine Irref&uuml;hrung durch „Priester und Religionsaufkl&auml;rer“: Deshalb seien Angriffe kirchlicher Theologen wie </I></FONT><I>August Rohling</I><FONT color=#0b0080><I> </I></FONT><FONT color=#202122><I>auf den </I></FONT><I>Talmud</I><FONT color=#0b0080><I> </I></FONT><FONT color=#202122><I>nebens&auml;chlich. Entfalle die religi&ouml;se Maskerade, dann werde „der Jude in seiner nat&uuml;rlichen und unver&auml;u&szlig;erlichen Beschaffenheit offenbar“. Diese Eigenart des Judentums h&auml;tten das „niedere Volk und der gew&ouml;hnliche B&uuml;rgerstand“ mit ihren „nat&uuml;rlichen </I></FONT><I>Instinkten</I><FONT color=#202122><I>“ immer gesp&uuml;rt. Daran k&ouml;nne auch die </I></FONT><I>Taufe</I><FONT color=#0b0080><I> </I></FONT><FONT color=#202122><I>von Juden nichts &auml;ndern: Diese w&uuml;rde die Gefahr des Einsickerns von Juden in alle Bereiche der Nation nur vergr&ouml;&szlig;ern und Gegenreaktionen erzeugen. Da die j&uuml;dische Religion nur Ausdruck von Rasseeigenschaften sei, sei der Unterschied zwischen getauften, angepassten und nicht getauften Juden hinf&auml;llig.</I></FONT><BR><FONT color=#202122><I>Der&nbsp;</I></FONT><I>Monotheismus</I><FONT color=#0b0080><I> </I></FONT><FONT color=#202122><I>sei Ausdruck j&uuml;discher </I></FONT><I>Intoleranz</I><FONT color=#202122><I>: Der Judengott ist unduldsam wie sein Volk... Die Juden sind seine Knechte, aber daf&uuml;r wollen sie die Herren der Welt sein. Auch kulturell sei die j&uuml;dische Rasse v&ouml;llig wertlos und nichts als „eingefleischte Selbstsucht“. Der Jude k&ouml;nne nur Werte anderer V&ouml;lker stehlen und ausbeuten. Als </I></FONT><I>Parasit</I><FONT color=#0b0080><I> </I></FONT><FONT color=#202122><I>sorge er f&uuml;r die </I></FONT><I>Korruption</I><FONT color=#0b0080><I> </I></FONT><FONT color=#202122><I>seiner Umgebung, da er sich dort am wohlsten f&uuml;hle. Er f&uuml;hre „seit Urzeiten gegen das Menschengeschlecht“ einen „Unterdr&uuml;ckungs- und Ausbeutungskrieg“. Die V&ouml;lker m&uuml;ssten sich gegen die Juden wehren wie </I></FONT><I>Rom </I><FONT color=#202122><I>gegen </I></FONT><I>Karthago</I><FONT color=#202122><I>, um nicht selbst unterzugehen. Mit diesen Formulierungen spielte D&uuml;hring auf bekannte Klischees an: das odium generis– einen den Juden in der Antike oft (etwa von </I></FONT><I>Tacitus) </I><FONT color=#202122><I>nachgesagten „Hass gegen die Gattung Mensch“ und die zum Sprichwort gewordene Forderung </I></FONT><I>Ceterum censeo Carthaginem esse delendam</I><FONT color=#0b0080><I> </I></FONT><FONT color=#202122><I>des r&ouml;mischen Senators </I></FONT><I>Cato</I><FONT color=#202122><I>. Damit verlangte er indirekt die Vernichtung des Judentums.</I></FONT></FONT></P> <P style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><font style="font-size: 14px">An dieser Zusammenfassung der materialistischen und positivistischen Denkweise des rechten und von Eduard Bernstein gef&ouml;rderten Sozialdemokraten Eugen D&uuml;hring ist ganz klar erkennbar, das er einer der wichtigsten Vordenker der Nazis und des V&ouml;lkermordes an den Juden gewesen ist. Und es wird deutlich das er mit seinem Antisemitismus Karl Marx und seine Kommunisten pers&ouml;nlich treffen wollte, was die Nazis ebenfalls umsetzten und mit der „Vernichtung der J&uuml;disch / Bolschewistischen Weltverschw&ouml;rung“ umschrieben.<BR><BR>Die Denkweise des Dialektischen Materialismus kennt im Gegensatz zum positivistischen und sonstigen Materialismus keine endg&uuml;ltigen und ewigen Wahrheiten oder Realit&auml;ten. Die Sinnesorgane der Spezies Mensch sind im laufe der Evolution geformt und trainiert, so das schon nur der Schatten oder ein verzerrtes Spiegelbild der Realit&auml;t und der Umwelt wahrnehmbar ist und diese zus&auml;tzlich noch subjektiv und tempor&auml;r verschieden ist. Neben diesem erkenntnistheoretischen Element besteht der Dialektische Materialismus nat&uuml;rlich auch aus Dialektik was bedeutet das der Mensch selber, seine Gesellschaft und alle materiellen Dinge sich stetig ver&auml;ndern und nicht ewig gleich bleiben. Im Focus des Dialektischen Materialismus sind dabei die Entwicklung der Produktivkr&auml;fte und das Wirtschaftssystem als &ouml;konomische Basis, deren Weiterentwicklung Ver&auml;nderungen innerhalb und zwischen den verschiedenen Klassen der Gesellschaft bewirken und den Klassenkampf als Motor der Geschichte auf Touren bringen.</FONT></P> <P style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><font style="font-size: 14px">Der nackte Materialismus mit seinem Positivismus hat also rein gar nichts mit dem Dialektischen Materialismus von Marx und Engels zu tun, er ist vielmehr die feindlichste Denkrichtung, was auch an aktuellen Beispielen aufgezeigt werden kann.<BR>Der Dialektische Materialismus ist als Wissenschaft reinster Humanismus und bestrebt, dem Menschen und seiner Gesellschaft Verbesserungen zu bringen.</FONT></P> <P style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><font style="font-size: 14px">Unwissenschaftliche Denkmethoden, zu denen insbesondere auch der einfache Materialismus und Positivismus geh&ouml;rt, erkl&auml;ren den gef&auml;hrlichen Fundamentalismus aber nicht allein denn es sind l&auml;ngst nicht alle Fundamentalisten eine Gefahr f&uuml;r andere Menschen und die Gesellschaft. Damit Fundamentalisten zur Gefahr werden muss noch gem&auml;&szlig; der materialistischen und positivistischen Denkweise noch das Bewusstsein im Besitz der „Letzten Wahrheit“ oder der „Absoluten Wahrheit“ zu sein dazu kommen und zus&auml;tzlich eine Gewaltbereitschaft gegen andere Menschen, um dieser angeblichen „Absoluten Wahrheit“ vermeintlich Geltung zu verschaffen. Da es diese letzte und absolute Wahrheit aber nicht gibt und sie dies jedoch nicht anerkennen wollen, suchen sie „Schuldige“ die angeblich f&uuml;r das scheitern ihrer Denkweise und f&uuml;r wirtschaftliche Krisen verantwortlich sind. Gef&auml;hrlichen Fundamentalisten fehlt es an Moral und an Toleranz gegen&uuml;ber Anderen und Andersdenkenden. Gef&auml;hrlicher Fundamentalismus versucht sich einen Machtbereich zu erobern oder zu halten, in dem ihre Vorstellungen auf Kosten Anderer und Andersdenkender rigoros durchgesetzt werden k&ouml;nnen und um sich und &auml;hnlichen Leuten materielle Vorteile zu verschaffen.</FONT></P> <P style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><font style="font-size: 14px">All der gef&auml;hrliche Fundamentalismus hat seine Wurzel im kapitalistischen Wirtschaftssystem das eben keine harmonische Weiterentwicklung der Gesellschaft mit immer weiteren Verbesserungen f&uuml;r die Menschen erm&ouml;glicht, sondern extrem krisenhaft und strohfeuerartig ist und ein strukturelles Defizit hat, das zum Ausgleich fortw&auml;hrend zu Expansion und Imperialismus zwingt. Wachstum, Expansionsm&ouml;glichkeiten und Imperialismus sind aber nat&uuml;rliche Grenzen gesetzt so das damit die Krisenhaftigkeit dieses Wirtschaftssystems immer weniger kaschiert werden kann. Mit dieser Realit&auml;t konfrontiert greift der materialistisch und positivistisch denkende Mensch, vor allem auch die Herrschenden Klassen mit ihrem gro&szlig;en Reichtum und ihren Privilegien, erneut und vermehrt zum Fundamentalismus und auch zu seiner gef&auml;hrlichen Art. So sind es eben die Trump, Bolsonaro und weltweit viele Politiker und ihre Reichen Unterst&uuml;tzer, die Rassismus, religi&ouml;sen Fundamentalismus und den Faschismus gegen Arme Menschen f&ouml;rdern und propagieren. Massen von Armen und notleidenden Menschen sind der Beweis f&uuml;r das falsche und gescheiterte Denken und der Beweis f&uuml;r das schlechte Bewusstsein auch der heutigen Materialisten, den sie mangels jeglicher Moral aber nicht akzeptieren wollen.</FONT></P> <P style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><font style="font-size: 14px">Die extreme Gef&auml;hrlichkeit des fundamentalistischen Materialismus in der Vergangenheit wird am Beispiel Eugen D&uuml;hring sehr deutlich aber auch heute stellt der fundamentalistische Materialismus eine nicht zu untersch&auml;tzende Gefahr dar. Die Denkweise ist heute die Gleiche wie schon bei D&uuml;hring, erneut werden Religionen wie der Islam, Judentum oder auch Christentum, Fl&uuml;chtende und nat&uuml;rlich Linke Antikapitalisten f&uuml;r das scheitern der eigenen Denkweise und Einstellung verantwortlich gemacht. Der antiislamische Rassismus von Sarrazin, Pegida und AFD haben diese Denkweise als Grundlage denn die angebliche Demokratie, die angebliche Soziale Marktwirtschaft, die falsch verstandene „Aufkl&auml;rung“ werden als absolute und letzte Wahrheit angesehen und wer diese absolute und letzte Wahrheit nicht anerkennt, hat in deren Denken kein Platz in Deutschland und &uuml;berhaupt in der Welt nicht.</FONT></P> <P style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><font style="font-size: 14px">Es gibt aber auch andere Ausformungen des fundamentalistischen Materialismus, er braucht sich ideologisch nicht nur auf angebliche Demokratie st&uuml;tzen sondern es geht auch auf Volk und Nation wie in Ungarn und Polen zum Beispiel oder auf eine fundamentalistische Pseudoreligion wie in Brasilien unter Bolsonaro. Trump in den USA benutzt auch ganz genau die Denkweise des fundamentalistischen Materialismus und er braucht nat&uuml;rlich Rassismus, Volksverhetzung und Verschw&ouml;rungstheorien, weil seine materialistische Denkweise in der Praxis scheitern muss. Auch die absolutistischen Oligarchien Arabiens z.B sind von ihrer Denkweise her materialistisch auf ihren privaten Reichtum und ihre Macht gegr&uuml;ndet, wobei die angeblich religi&ouml;se Ideologie gekapert und und f&uuml;r ihre Zwecke entsprechend und nach Gutd&uuml;nken missbraucht wird. Selbst der „Kommunismus“ wird bisweilen von materialistisch denkenden B&uuml;rokraten des pers&ouml;nlichen Vorteiles willen gekapert und als Ideologie f&uuml;r pers&ouml;nliche Zwecke missbraucht.</FONT></P> <P style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><font style="font-size: 14px">Damit sind global gesehen schon kurz einige Beispiele nach oben aufgezeigt, wie die Materialisten an der Arbeit sind. Man muss aber noch tiefer gehen, um die sch&auml;dlichen Auswirkungen der materialistischen Denkweise aufzuzeigen. Noch vor AFD und Pegida war der Sozialdemokratische B&uuml;rokrat Sarrazin da, der mit Hetzschriften &auml;hnlich wie D&uuml;hring ein Wegbereiter der Faschisten gewesen ist. Und ihm wurde wie D&uuml;hring viel geholfen von Materialisten, Positivisten und von anti theistischen Atheisten. Unter Ihnen sind besonders viele die den volksverhetzenden Kreuzzug des Sarrazin unterst&uuml;tzt haben oder mit ihren „Thesen“ gar zu Stars der faschistischen Internetplattform PI-News geworden sind, die ganz genau der Denkweise des fundamentalistischen Materialismus folgen und deren Richtung vor Massenmord, wie der von Breivig in Schweden oder des Christchurch Attent&auml;ters, nicht zur&uuml;ckschrecken, durch den sie das „Abendland“ und die „wei&szlig;e Rasse“ aber eigentlich ihre privilegierte Lebensweise retten wollen.</FONT></P> <P style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><font style="font-size: 14px">Moral und Toleranz stehen diesem gef&auml;hrlichen Fundamentalismus entgegen weil er gegen die Natur des Menschen ist. Diese Moral wird allerdings auf die Probe gestellt und teilweise untergraben durch den tiefen glauben an den totalit&auml;ren Kapitalismus und die angebliche Demokratie, die auf ihm angeblich entstanden ist. Doch gerade dieses „heilige“ Wirtschaftssystem produziert global und auch in Europa und Deutschland immer mehr Arme Menschen die ausgebeutet werden, Menschen die Emigrieren m&uuml;ssen, Milliarden Menschen die Opfer dieses untergehenden Systems sind.</FONT></P> <P style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><font style="font-size: 14px">Die „Antwort“ des materialistischen Mainstream, der l&auml;ngst auch in vermeintlich Linken Parteien wie Gr&uuml;ne, SPD und Die Linke eingedrungen und mehr oder weniger verwurzelt ist, ist mehr Neoliberalismus und Kapitalismus und alles zu tun um die Opfer als Beweis f&uuml;r das Scheitern ihrer Denkweise zu T&auml;tern zu machen und wenn m&ouml;glich sie verschwinden zu lassen. So werden Europa und alle L&auml;nder abgeschottet obwohl ihr Kapitalismus und ihre kapitalistische Politik die Ursache f&uuml;r enorme Fluchtbewegungen sind. Im Inneren werden st&auml;ndig die Befugnisse der Polizei erh&ouml;ht, zahllose Menschen werden in angeblich sichere Herkunftsl&auml;nder abgeschoben und Geheimdienste haben Narrenfreiheit um Anschl&auml;ge zu f&ouml;rdern, die dann Linken oder Gefl&uuml;chteten angeh&auml;ngt werden.</FONT></P> <P style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><font style="font-size: 14px">Doch wie ist dieser gef&auml;hrliche Fundamentalismus zu bek&auml;mpfen, der zu einem guten Teil aus der Denkweise des Materialismus D&uuml;hring scher Pr&auml;gung besteht ?<BR>Die Moral und die Natur des Menschen stehen diesem gef&auml;hrlichen Fundamentalismus entgegen und dessen sch&auml;rfste Waffe ist die humanistische Denkweise des Dialektischen Materialismus.<BR>Karl Marx kritisierte die Hegelsche Rechtsphilosophie und verteidigte Emanuel Kant und entwickelte diesen weiter.<BR><I>Karl Marx</I><FONT color=#0b0080><I> </I></FONT><FONT color=#202122><I>deutet den Kategorischen Imperativ von einer individuellen Handlungsmaxime zu einem revolution&auml;ren Prinzip um.</I></FONT><FONT color=#0b0080><I> </I></FONT><FONT color=#202122><I>So endet f&uuml;r ihn die Kritik der Religion „mit der Lehre, dass der Mensch das h&ouml;chste Wesen f&uuml;r den Menschen sei, also mit dem kategorischen Imperativ, alle Verh&auml;ltnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein ver&auml;chtliches Wesen ist“. Diese negative Fassung des Kategorischen Imperativ erg&auml;nzt er durch die positive Forderung, f&uuml;r Verh&auml;ltnisse einzutreten, „worin die freie Entwicklung eines jeden die Bedingung f&uuml;r die freie Entwicklung aller ist“.</I></FONT></FONT></P> <P style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><font style="font-size: 14px">Auch wir pochen auf die Moral und die Natur des Menschen und rufen mit allen die auch so denken zu Protestaktionen gegen unmenschliche, unsoziale und undemokratische Politik auf. Wir fordern die Menschenrechte ein f&uuml;r alle Menschen und greifen all jene Politiker und Parteien an, die der materialistischen Denkweise verfallen sind oder diese unmenschliche Einstellung praktizieren, auch wenn sie in Worten ihre falsche Moral predigen. Mit dem Sturz von Trump oder der Zerst&ouml;rung von Pegida, AFD und anderer gef&auml;hrlicher Fundamentalisten wird es nicht vorbei sein da auch scheinbar „gem&auml;&szlig;igte“ der Denkweise des Materialismus und Positivismus folgen. Sie werden sich entweder auch Richtung gef&auml;hrlichen Materialismus und Fundamentalismus radikalisieren oder zumindest der Moral folgen, jedoch nur soweit ihnen das auf Grundlage des Kapitalismus m&ouml;glich und opportun erscheint. Eugen D&uuml;hring und seine materialistisch / positivistische Denkweise sind also leider keineswegs vergessen oder unbedeutend, wie f&auml;lschlich oft angenommen und geschrieben wird, sondern ein wesentlicher Bestandteil jedes gef&auml;hrlichen Fundamentalismus.<BR>Die materialistische Denkweise und sein untergehender Kapitalismus sind nicht akzeptabel und es gibt antikapitalistische Alternativen, wir sind mehr !<BR><BR>Siegfried Buttenm&uuml;ller, 09.07.20</FONT></P> <P style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><font style="font-size: 14px"><BR></FONT></P> <P style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><font style="font-size: 14px">Aktuelle Wikipedia Ausz&uuml;ge zu D&uuml;hring und die Erl&auml;uterung des Kategorischer Imperativ bei Marx in Schr&auml;gschrift</FONT></P> <P style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><font style="font-size: 14px"><BR></FONT></P> <P style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><font style="font-size: 14px">Klassiker als Anlagen</FONT></P> <P style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><A onclick="parent.phx.event.mailUrlClicked('https:\/\/www.marxists.org\/archive\/marx\/works\/1877\/anti-duhring\/'); return true;" href="https://deref-web.de/mail/client/2UgqrDDtBaI/dereferrer/?redirectUrl=https%3A%2F%2Fwww.marxists.org%2Farchive%2Fmarx%2Fworks%2F1877%2Fanti-duhring%2F" target=_blank><FONT color=#000000 size=4><SPAN style="FONT-STYLE: normal"><SPAN style="FONT-WEIGHT: normal">https://www.marxists.org/archive/marx/works/1877/anti-duhring/</SPAN></SPAN></FONT></A></P> <P style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><A onclick="parent.phx.event.mailUrlClicked('http:\/\/www.mlwerke.de\/me\/me01\/me01_378.htm'); return true;" href="https://deref-web.de/mail/client/RxqO6LP1Xcw/dereferrer/?redirectUrl=http%3A%2F%2Fwww.mlwerke.de%2Fme%2Fme01%2Fme01_378.htm" target=_blank><FONT color=#000000 size=4><SPAN style="FONT-STYLE: normal"><SPAN style="FONT-WEIGHT: normal">http://www.mlwerke.de/me/me01/me01_378.htm</SPAN></SPAN></FONT></A></P> <P style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><A onclick="parent.phx.event.mailUrlClicked('https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=C-aE_fBTANA'); return true;" href="https://deref-web.de/mail/client/rJAS2pVtQr0/dereferrer/?redirectUrl=https%3A%2F%2Fwww.youtube.com%2Fwatch%3Fv%3DC-aE_fBTANA" target=_blank><FONT color=#000000 size=4><SPAN style="FONT-STYLE: normal"><SPAN style="FONT-WEIGHT: normal">https://www.youtube.com/watch?v=C-aE_fBTANA</SPAN></SPAN></FONT></A></P> <P style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><FONT color=#000000><SPAN style="FONT-STYLE: normal"><SPAN style="FONT-WEIGHT: normal"><font style="font-size: 14px">Als H&ouml;rbuch Teil 1&nbsp;</FONT><A onclick="parent.phx.event.mailUrlClicked('https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=C-aE_fBTANA'); return true;" href="https://deref-web.de/mail/client/rJAS2pVtQr0/dereferrer/?redirectUrl=https%3A%2F%2Fwww.youtube.com%2Fwatch%3Fv%3DC-aE_fBTANA" target=_blank><FONT color=#0066cc size=4>https://www.youtube.com/watch?v=C-aE_fBTANA</FONT></A></SPAN></SPAN></FONT></P> <P style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><BR></P>]]></description>
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        <guid isPermaLink="true">http://www.antikapitalist.eu/dialektischer_materialismus.html</guid>
        <pubDate>Fri, 7 Aug 2026 15:45:06 +0200</pubDate>
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        <title>Dialektischer Materialismus - 14</title>
        <description><![CDATA[<P style="MARGIN: 0px 5px 0px 0px"><STRONG><font style="font-size: 14px">Schwere Krise der kapitalistischen Parteien:</FONT></STRONG><SPAN style="FONT-SIZE: 10pt; TEXT-DECORATION: none; FONT-FAMILY: arial,helvetica,sans-serif; COLOR: rgb(0,0,0)"><BR></SPAN><SPAN style="COLOR: rgb(255,51,51)"><SPAN style="FONT-SIZE: xx-large"><U><STRONG><font style="font-size: 19px">Kapitalismus ersetzen !</FONT></STRONG></U></SPAN></SPAN></P> <P style="MARGIN: 0px 5px 0px 0px"><SPAN style="COLOR: rgb(0,0,0)"><SPAN style="FONT-SIZE: medium"><SPAN style="TEXT-DECORATION: none"><SPAN style="FONT-WEIGHT: normal">Die kapitalistischen Parteien wie SPD, CDU, CSU und Die Linke sind in schwerer Krise. Die Gr&uuml;nen sind nur scheinbar ein Gewinner, das kleinste &Uuml;bel des kapitalistischen Politsystems, das uns keine Wahl l&auml;sst.<BR>Die SPD ist unter Ber&uuml;cksichtigung der Nichtw&auml;hler allgemein deutlich unter 10 Prozent gesunken und nach mehreren Parteivorsitzenden in kurzer Zeit ist auch die jetzige eigentlich am Ende. Auch die CDU sucht nach dramatischen Verlusten eine Nachfolgerin f&uuml;r Angela Merkel. Horst Seehofer ist nach seinen rechtspopulistischen Eskapaden, die im Fiasko der CSU geendet sind, als Parteivorsitzender zur&uuml;ckgetreten und ist schwer angeschlagen.<BR>Bei Die Linke versucht Sahra Wagenknecht in populistischer Manier einen nationaleren Kurs durchzusetzen und hat ihre Fraktion und Partei in eine Krise gest&uuml;rzt. Auch Die Gr&uuml;nen haben mit ihrem einzigen Ministerpr&auml;sidenten Kretschmann und dem T&uuml;binger OB Palmer inzwischen f&uuml;hrende Politiker, die mit Populismus versuchen von ihrem Versagen und dem des kapitalistischen Systems abzulenken. &Uuml;berhaupt ist der Populismus, der auch Teile aller Parteien erfasst hat, das Ergebnis der Krise des kapitalistischen Wirtschaftssystems und seines Politsystems. Populisten und Volksverhetzer werden vom gro&szlig;en Kapital und seinen Medien stark gef&ouml;rdert, wie eine jetzt wieder &ouml;ffentlich gewordene Gro&szlig;spende an die Fraktionsvorsitzende der Rechten AFD Alice Weidel deutlich zeigt. Auch viele Andere Populisten in allen Parteien werden vom gro&szlig;en Geld extrem gef&ouml;rdert.<BR>Die Krise der Parteien ist ein schon viele Jahre andauernder Prozess, der nun seinem Ende entgegentreibt. Aus einem urspr&uuml;nglichen „Dreiparteiensystem“ des BRD Kapitalismus wurde mit Die Gr&uuml;nen ein Vierparteiensystem, mit Die Linke ein 5 Parteiensystem und mit der Rechten AFD nun ein Sechsparteiensystem, wobei auch „sonstige Parteien“ sowie die Nichtw&auml;hler als mit Abstand st&auml;rkste W&auml;hlergruppe eine immer gr&ouml;&szlig;ere Rolle spielen.<BR>In anderen L&auml;ndern wie Italien, Frankreich oder Spanien sind diese „etablierten“ Parteien jedoch bereits noch mehr geschw&auml;cht oder sind bedeutungslos geworden. Neue Formationen treten in Erscheinung und stellen die bisherige Politik und vor allem ihre Vertreter in Frage.<BR>In Deutschland werden die etablierten Parteien des Systems vom Staat extrem gef&ouml;rdert mit vielen Milliarden Euro und enormen Privilegien. Mit Unmengen von Geld das aus s&auml;mtlichen &ouml;ffentlichen Kassen sowie auch aus Privaten Kassen an Politiker und Parteien fliest. Dieses Geld und diese Privilegien verbindet und verklebt die kapitalistischen Parteien vorl&auml;ufig noch so das sich die Krise vorerst in einer immer st&auml;rkeren Abkehr der Basis und in einer Krise der Parteif&uuml;hrungen zeigt.<BR>Die Ursache der Krise der kapitalistischen Parteien ist die Krise des kapitalistischen Wirtschaftssystems selbst, da sie ein Teil dessen sind. Viele Probleme sind ungel&ouml;st und l&auml;ngst &uuml;berf&auml;llige Reformen werden von diesem abgehobenen Politsystem und seinen Vertretern verhindert, weil sie genau von solch kapitalistischen Strukturen leben. Sei es der Abgasskandal, die Energiepolitik, die Umweltpolitik, der Agrarsektor, der „Pflegenotstand“, der Wohnungsmangel, die R&uuml;stungsexporte oder z.B. der Umstand das immer mehr Menschen fl&uuml;chten m&uuml;ssen, auf keinem Gebiet k&ouml;nnen die kapitalistischen Parteien noch L&ouml;sungen anbieten oder &uuml;berhaupt Perspektiven aufzeigen. Sie haben vor den Problemen kapituliert aber dabei geht es ihnen sehr gut, die Di&auml;ten, Parteienfinanzierungen, bezahlte „Vortr&auml;ge“ und die sonstigen Geldzufl&uuml;sse steigen weiter genau wie die Bonuszahlungen und Gewinne ihrer Klientel, den Bossen der Banken und Konzerne und dem gro&szlig;en Kapital.<BR>Das System hebt sozusagen ab doch ergeben sich damit M&ouml;glichkeiten, von unten von der Basis her ein neues politisches und wirtschaftliches System zu propagieren und letztlich zu etablieren. Der kapitalistische Sektor der Politik „funktioniert“ wie der Kapitalismus selbst nach Prinzipien wie Lohnarbeit, Profit, Geld und gro&szlig;en Privilegien. Der heutige Politadel ist Teil der Herrschenden Klasse des Kapitalismus genau wie andere Herrschende Klassen, die bereits untergegangen sind.<BR>Wir brauchen zun&auml;chst demokratische Strukturen in dem alle Gleichberechtigt sind, die Privilegien der Parteien und Politiker m&uuml;ssen daf&uuml;r abgeschafft werden. Medien m&uuml;ssen ebenso demokratisiert werden und vom Einfluss des gro&szlig;en Geldes und der kapitalistischen Parteien und Politiker befreit werden. Die Begrenzung der Verm&ouml;gen und damit der privaten Macht sowie gute Bedingungslose Einkommen sind f&uuml;r mehr Demokratie und mehr soziale Gleichheit ebenso notwendig. Dann k&ouml;nnen demokratische Debatten stattfinden und L&ouml;sungen gefunden werden, die &uuml;berhaupt nur von unten kommen k&ouml;nnen.<BR>Die n&auml;chste gro&szlig;e Welle der Finanzkrise wird dem kapitalistischen Wirtschaftssystem weitere schwere Schl&auml;ge versetzen und es hat mit samt seinem Politsystem so oder so keine Zukunft. Die AFD und die Populisten in den anderen Parteien zerschellen an der breiten Phalanx in der Gesellschaft, die sich gegen Sie wendet.<BR>Die neue Gesellschaft w&auml;chst von unten her von der Masse der Menschen und von ihren Bed&uuml;rfnissen. Die Menschen sind von unten her vernetzt und organisiert und bringen ihre Macht in den Bewegungen mehr und mehr auf die Stra&szlig;e. Der kapitalistischen Politik muss die revolution&auml;re Realpolitik entgegengesetzt werden. Der Wind aus dieser Richtung ist bereits jetzt deutlich sp&uuml;rbar doch wird das noch ein gro&szlig;er Orkan werden der die alte Gesellschaft und die finstere und grausame Epoche der B&uuml;rokratie hinwegfegen wird.<BR></SPAN></SPAN></SPAN></SPAN><SPAN style="FONT-SIZE: 10pt; TEXT-DECORATION: none; FONT-FAMILY: arial,helvetica,sans-serif; COLOR: rgb(0,0,0)"><BR></P></SPAN> <P style="MARGIN: 0px 5px 0px 0px"><SPAN style="COLOR: rgb(0,0,0)"><SPAN style="FONT-SIZE: medium"><SPAN style="TEXT-DECORATION: none"><SPAN style="FONT-WEIGHT: normal">Siegfried Buttenm&uuml;ller</SPAN></SPAN></SPAN></SPAN></P> <P style="MARGIN: 0px 5px 0px 0px"><SPAN style="COLOR: rgb(0,0,0)"><SPAN style="TEXT-DECORATION: none"><SPAN class=cmp_parsed_date data-ce-class="Dates" data-cmp_parsed_date="2018-11-14">14.11.18</SPAN></SPAN></SPAN></P>]]></description>
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        <pubDate>Fri, 7 Aug 2026 15:45:06 +0200</pubDate>
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    <item>
        <title>Dialektischer Materialismus - 15</title>
        <description><![CDATA[<P><font style="font-size: 14px"><STRONG><FONT color=#ff0000 size=5>Proletariat und Sozialismus&nbsp;gegen B&uuml;rokratie und Staatskapitalismus</FONT><BR><BR></STRONG><FONT color=black>29.12.15</FONT></FONT><FONT style="FONT-VARIANT: normal; WHITE-SPACE: normal; WORD-SPACING: 0px; TEXT-TRANSFORM: none; FONT-WEIGHT: normal; COLOR: rgb(0,0,0); FONT-STYLE: normal; WIDOWS: 1; LETTER-SPACING: normal; LINE-HEIGHT: normal; BACKGROUND-COLOR: rgb(255,255,255); TEXT-INDENT: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px" color=black></P> <P class=bodytext><STRONG><font style="font-size: 14px">Von Siegfried Buttenm&uuml;ller</FONT></STRONG></P> <P class=bodytext><font style="font-size: 14px">Am 15. Dezember 2016 findet in Berlin wieder die allj&auml;hrliche Demonstration zu ehren der ermordeten Spartakisten Rosa Luxemburg [1] und Karl Liebknecht [2] statt. Zeitweilig wurde und wird auch versucht, diese Kundgebung zur „Lenin-Demonstration" oder doch zur „Luxemburg-Liebknecht-Lenin-Demonstration" umzufunktionieren.</FONT></P> <P class=bodytext><font style="font-size: 14px">&nbsp;Zwischen Rosa Luxemburg und Lenin gab es jedoch viele grunds&auml;tzliche Kontroversen und Dispute die in diesem Artikel einmal aufgearbeitet werden sollen.</FONT></P> <P class=bodytext><font style="font-size: 14px">In Polen kreuzten sich beider Wege mehrfach, denn Rosa Luxemburg begann ihre politische Aktivit&auml;t in Ostpolen wo Sie geboren wurde, das damals zum russischen Zarenreich geh&ouml;rte. So waren beide zeitweilig Mitglied in selbiger Sozialdemokratie Ru&szlig;lands. Eine der gro&szlig;en Kontroversen zwischen beiden entz&uuml;ndete sich an Lenins Unterst&uuml;tzung f&uuml;r J&oacute;zef Klemens Pi&#322;sudski [3], die Rosa Luxemburg scharf kritisierte. Jener Pilsudski, der im August 1920 in der Schlacht bei Warschau [4] der Roten Armee der Bolschewiki [5] eine vernichtende Niederlage beibringen sollte und die als milit&auml;rische Entscheidungsschlacht zwischen „kommunistischen" und „kapitalistischen" Truppen in Europa gesehen werden kann, wie das die Bolschewiki auch getan haben.</FONT></P> <P class=bodytext><font style="font-size: 14px">&nbsp;Die Ursachen der Niederlage in dieser weltgeschichtlich sehr bedeutenden Schlacht in Polen waren jedoch letztlich nicht milit&auml;rischer sondern politischer Natur. Politische Fehler und Irrwege wie sie vorher genau in den Differenzen zwischen Luxemburg und Lenin zum Ausdruck kamen, waren urs&auml;chlich: Erst unterst&uuml;tzte Lenin das „Selbstbestimmungsrecht" der Polen, n&auml;mlich einen b&uuml;rgerlich kapitalistischen Staat gr&uuml;nden zu d&uuml;rfen sowie Pilsudski auch pers&ouml;nlich, drehte sich dann aber um 180 Grad und wurde wortbr&uuml;chig, indem er versuchte, Warschau von der Roten Armee gegen den Widerstand der Bev&ouml;lkerung besetzen zu lassen.</FONT></P> <P class=bodytext><font style="font-size: 14px">Polen war lange zwischen dem russischen Zaren, dem &ouml;sterreich-ungarischen Kaiser und dem deutschen Kaiserreich geteilt gewesen. Dadurch hatte das Land keine eigenst&auml;ndige Entwicklung und Industrialisierung gehabt und war vielmehr von au&szlig;en &uuml;ber die Ostsee und die Nachbarl&auml;nder entwickelt worden. Aufgrund dieser wirtschaftlichen R&uuml;ckst&auml;ndigkeit sah Rosa Luxemburg in einem „nationalen Befreiungskampf" der Polen und der Gr&uuml;ndung eines b&uuml;rgerlich polnischen Nationalstaates keine Perspektive. Sie setzte auf das polnische Proletariat das seinen Beitrag zur Sozialistischen Weltrevolution leisten sollte. Die Unterdr&uuml;ckung der Polen und aller anderen V&ouml;lker konnte f&uuml;r Rosa Luxemburg nur durch die sozialistische Revolution durch das Proletariat und im Sozialismus erfolgen.</FONT></P> <P class=bodytext><font style="font-size: 14px">&nbsp;Lenin ging hingegen von seiner „Etappentheorie" aus. Nach seiner Ansicht mu&szlig;ten s&auml;mtliche feudalen oder besetzten L&auml;nder zun&auml;chst b&uuml;rgerliche Nationalstaaten werden, damit der Kapitalismus die Produktivkr&auml;fte entwickle und hernach irgendwann in der Zukunft das Proletariat erst die sozialistische Revolution durchf&uuml;hren und die Macht ergreifen k&ouml;nne.</FONT></P> <P class=bodytext><font style="font-size: 14px">&nbsp;Aus diesen Gr&uuml;nden bek&auml;mpfte Rosa Luxemburg bereits in ihren jungen Jahren in Ostpolen die polnische Nationalbewegung und versuchte dort eine Kommunistische Partei des Proletariates aufzubauen. Ihr Gegner war vor allem J&oacute;zef Pilsudski, der dem rechten Fl&uuml;gel der polnischen Sozialdemokratie angeh&ouml;rte und der als Hauptziel die Gr&uuml;ndung eines polnischen Nationalstaates hatte, und gute Beziehungen zu Lenin pflegte.</FONT></P> <P class=bodytext><font style="font-size: 14px">&nbsp;Lenin unterst&uuml;tzte Pilsudski in dieser Zeit und fiel damit Rosa Luxemburg und den Linken in Polen in den R&uuml;cken. Au&szlig;erdem hatte J&oacute;zef Pilsudski und sein Bruder Bronislaw [6] zusammen mit Lenins Bruder Alexander Uljanow [7] einen Sprengstoffanschlag auf den Zaren Alexander III. [8] vorbereitet, weshalb Lenins Bruder hingerichtet wurde und die Pilsudski Br&uuml;der in das Gef&auml;ngnis und in die Verbannung mu&szlig;ten. Hierdurch ergaben sich sicher auch pers&ouml;nlich Verbindungen zwischen Pilsudski und Lenin.</FONT></P> <P class=bodytext><font style="font-size: 14px">&nbsp;Auch Rosa Luxemburg mu&szlig;te Russisch-Polen [9] verlassen. Die einzige Universit&auml;t in ganz Europa die auch Frauen als Studenten akzeptierte, war damals in Z&uuml;rich. Nur dort hatte Sie Zugang zu B&uuml;chern um ihre Studien zur politischen &Ouml;konomie, zur Philosophie und des Marxismus weiter betreiben zu k&ouml;nnen. Und Z&uuml;rich war der bedeutendste Ort f&uuml;r Sozialisten, weil dort Vertriebene oder gefl&uuml;chtete Sozialisten aus Deutschland, auch aus Ru&szlig;land und anderen L&auml;ndern ein Exil fanden. Hier gr&uuml;ndete Rosa Luxemburg ihre Gespr&auml;chskreise mit polnischen, russischen und deutschen Emigranten und Linken, die Sie unterst&uuml;tzten. Lenin geh&ouml;rte jedoch nicht zu diesen Gespr&auml;chskreisen, obwohl er auch in Z&uuml;rich wohnte. Nationalismus und Sozialismus waren f&uuml;r Rosa Luxemburg unvereinbar und sie wurde international federf&uuml;hrend f&uuml;r diese Marxistische Linie innerhalb der Sozialdemokratie.</FONT></P> <P class=bodytext><font style="font-size: 14px">Daf&uuml;r wurde sie antisemitisch angegriffen und auch als Volksverr&auml;terin beschimpft. Aber auch innerhalb der Zweiten Sozialdemokratischen Internationale bek&auml;mpfte man sie und entzog ihr zeitweilig den Delegiertenstatus und das Rederecht auf internationalen Kongressen. Doch Rosa Luxemburg und ihre Gruppe, unter Anderem mit Leo Jogiches [10], Julian Balthasar Marchlewski [11], Adolf Warski [12], Jean Jaur&egrave;s [13], Alexander Seidel und Alexander Parvus [14] hielten dagegen, gr&uuml;ndeten Zeitungen wie in Paris und ver&ouml;ffentlichte auch Artikel im Sozialdemokratischen Vorw&auml;rts [15].</FONT></P> <P class=bodytext><font style="font-size: 14px">&nbsp;Au&szlig;erdem stellte die Gruppe fest das Georgi Plechanow [16] unter anderem Schriften von Marx ins Russische falsch &uuml;bersetzt und falsch interpretiert hatte. Daher wurden diese Schriften neu &uuml;bersetzt und in Russland verteilt, was jedoch wieder Sanktionen durch die russische Sozialdemokratie unter Plechanow nach sich zog. Plechanow war jedoch eine Vater- und Freundfigur f&uuml;r Lenin gewesen und der stand deshalb nicht auf Rosa Luxemburgs Seite, wie sein Sch&uuml;ler Lenin nicht.</FONT></P> <P class=bodytext><font style="font-size: 14px">&nbsp;Als in Polen eine eigene Sozialdemokratische Partei gegr&uuml;ndet wurde und diese den „nationalen Befreiungskampf" auf ihre Fahnen schrieb, gr&uuml;ndete die Gruppe um Rosa Luxemburg eine linkssozialistische Konkurenzpartei die schlie&szlig;lich auch als Partei der Zweiten Internationalen anerkannt wurde.</FONT></P> <P class=bodytext><font style="font-size: 14px">&nbsp;Viel sp&auml;ter spaltete sich allm&auml;hlich auch die russische Sozialdemokratie in Menschewiki [17] und Bolschewiki auf. Bemerkenswert ist das Lenin und die anderen Bolschewiki von Rosa Luxemburg beeinflusst wurden und nicht umgekehrt, wie oft f&auml;lschlich angenommen wird. Lenin folgte allm&auml;hlich dem Beispiel der Gruppe von Rosa Luxemburg in Russisch-Polen und arbeitete mit den Bolschewiki in Russland auf den Aufbau einer Kommunistischen Partei unter Hinausdr&auml;ngung der Menschewiki und auch von Plechanow hin. Die Abwendung Lenins und der Bolschewiki von Plechanow und der nationalistisch gewordenen Sozialdemokratie&nbsp; war sicherlich ein gro&szlig;er Erfolg der Marxistischen Gruppe, die von Rosa Luxemburg angef&uuml;hrt wurde. Ihre Neu&uuml;bersetzung des Marxismus in das Russische und ihr Kampf f&uuml;r den Sozialismus in Russisch-Polen war die Basis f&uuml;r die Entwicklung der Bolschewiki bis zum 1 Weltkrieg und die Kriegsopposition auch in Russland.</FONT></P> <P class=bodytext><font style="font-size: 14px">&nbsp;Nach Abschlu&szlig; ihrer Studien ging Rosa Luxemburg 1898 derweil nach Deutschland und wurde gem&auml;&szlig; der Strategie ihrer Gruppe Mitglied der Sozialdemokratischen Partei. Bald war sie dort die Wortf&uuml;hrerin der Linken und bestrebt, die Einheit des polnischen, deutschen, russischen und internationalen&nbsp; Proletariates herzustellen. Durch gute Argumente und gute Reden half ihr das die Sozialdemokratie in Schlesien z.B. erstmals Sitze gewinnen konnte.</FONT></P> <P class=bodytext><font style="font-size: 14px">&nbsp;In Deutschland bek&auml;mpften die Spartakisten [18] um Rosa Luxemburg die Abspaltung der Gewerkschaften von der SPD, die damals noch als sozialistisch galt. Obwohl die „Linksradikalen" in dem damaligen SPD-Vorsitzenden August Bebel [19] z.B. gewichtige Verb&uuml;ndete hatten, konnte diese Abspaltung und Gr&uuml;ndung b&uuml;rgerlicher „Unabh&auml;ngiger Gewerkschaften" nicht verhindert werden. Eines ihrer bekanntesten Werke: „Massenstreik, Partei und Gewerkschaften", von 1906 stammt aus der Zeit des Kampfes um den Erhalt Sozialistischer Gewerkschaften.</FONT></P> <P class=bodytext><font style="font-size: 14px">&nbsp;Au&szlig;erdem wendete sich Rosa Luxemburg gegen den nach Friedrich Engels [21] Tod aufkommenden Revisionismus [22] und Reformismus [23] und die Verb&uuml;rokratisierung der SPD, deren Funktion&auml;re allm&auml;hlich mehr die Interessen ihrer eigenen Schicht vertraten anstatt die des Proletariates. Ihr Werk: „Sozialreform oder Revolution ?" von 1899 geh&ouml;rt bis heute zu den wichtigsten Ein weiterer Schwerpunkt f&uuml;r Rosa Luxemburg war der Kampf gegen den immer bedrohlicher herannahenden Ersten Weltkrieg, gegen den sich auch die anderen Internationalisten und Spartakisten wie Karl Liebknecht und Franz Mehring [25] mit alle Kraft stemmten. Deshalb wurde Rosa Luxemburg im Februar 1915 schlie&szlig;lich verhaftet und eingesperrt, konnte deshalb wie Karl Liebknecht nicht an der internationalen Zimmerwalder Konferenz [26] vom 5.-8. September teilnehmen. Beide wurden jedoch in der Schlussresolution explizit erw&auml;hnt.</FONT></P> <P class=bodytext><font style="font-size: 14px">&nbsp;Bis auf wenige Monate war Rosa Luxemburg w&auml;hrend des ganzen Ersten Weltkrieges wegen ihres Kampfes gegen den Krieg und den Kapitalismus inhaftiert. Und zwar weit im Osten in Breslau sowie bei Wronki [27] n&ouml;rdlich von Posen (Poznan), wo sie heimlich Informationen auch &uuml;ber die Lage in Russland und Polen sammelte und verarbeitete. Rosa Luxemburg machte keine Kompromisse und verb&uuml;ndete sich nie mit den herrschenden Klassen.</FONT></P> <P class=bodytext><font style="font-size: 14px">&nbsp;Lenin verhandelte dagegen mit der Reichswehrf&uuml;hrung &uuml;ber ein B&uuml;ndnis und wurde von dieser schlie&szlig;lich mit allen Freunden per Zug im M&auml;rz 1917 nach Ru&szlig;land gefahren. Karl Radek [28] war darunter, die rechte Hand Lenins, der sp&auml;ter die Zusammenarbeit von KPD und NSDAP (Schlageter [29]-Linie der KPD) begr&uuml;nden sollte. Rosa Luxemburg war nicht unter den etwa 500 Menschen, die von der Reichswehr auf Vorschlag Lenins nach Russland gefahren wurden. Die Z&uuml;ge Richtung Russland, teils &uuml;ber Schweden, fuhren jedoch nicht sehr weit am Internierungsort von Rosa Luxemburg bei Wronke im heutigen Polen vorbei und er d&uuml;rfte an sie gedacht haben, als sie links liegen blieb wenn er zur&uuml;ck blicke.</FONT></P> <P class=bodytext><font style="font-size: 14px">&nbsp;In der Entscheidungsschlacht um Warschau [4] drei Jahre sp&auml;ter und &uuml;ber ein Jahr nach Rosa Luxemburgs Tod, kamen die Kavallerie Spitzen von Lenins Roter Armee jedoch fast bis zum ehemaligen Gef&auml;ngnis von Rosa Luxemburg vor.</FONT></P> <P class=bodytext><font style="font-size: 14px">&nbsp;Fast w&auml;hrend des gesamten Ersten Weltkrieges sa&szlig; Rosa Luxemburg im Gef&auml;ngnis und war daher in ihrer Handlungsf&auml;higkeit sehr eingeschr&auml;nkt. H&auml;tte Sie ihre brillanten Reden halten und Artikel schreiben k&ouml;nnen, h&auml;tte Sie die Geschichte sicher noch mehr beeinflu&szlig;t wie sie es ohnehin getan hatte.</FONT></P> <P class=bodytext><font style="font-size: 14px">&nbsp;Sie war es gewesen, die die Unvereinbarkeit von Nationalismus und Sozialismus von Anfang an festgestellt und propagiert hatte. Ihrem Einflu&szlig; war es vor allem geschuldet, das sich die Bolschewiki von Plechanow abwendeten und sich ein Marxistisches Parteiprogramm gaben. Sie war der Kopf des internationalen Proletariates und der Sozialistischen Weltrevolution gewesen. Leo Trotzki [30] urteilte &uuml;ber sie das sie „der Adler der Revolution" gewesen sei, und damit hatte er Recht, auch wenn er das viel zu sp&auml;t bemerkt hatte.</FONT></P> <P class=bodytext><font style="font-size: 14px">&nbsp;Die russische Revolution war unter Lenin zur Diktatur der B&uuml;rokratie verkommen. Partei und Staatsb&uuml;rokraten herrschten und entm&uuml;ndigten das Volk, dem ein staatskapitalistisches Wirtschaftssystem aufgezwungen wurde.&nbsp;</FONT></P> <P class=bodytext><font style="font-size: 14px">&nbsp;Seltsam ist nun wenn Leninisten behaupten, „Lenin" sei der gro&szlig;e F&uuml;hrer des Sozialismus gewesen und wenn sie davon ausgehen, Rosa Luxemburg sei ihm nur gefolgt. Umgekehrt war es, Rosa Luxemburg war die Antreiberin und Vorbereiterin und Lenin&nbsp; ist ihr weit zur&uuml;ckbleibend und nur zeitweilig gefolgt. Luxemburg verfasste 1918 die Schrift „Zur russischen Revolution".</FONT></P> <P class=bodytext><font style="font-size: 14px">1920, dem Jahr zahlreicher selbst verschuldeter Niederlagen der Bolschewiki von der Schlacht bei Warschau bis zum Kronst&auml;tter Matrosenaufstand [32] von Ende Februar bis zum 18. M&auml;rz 1921 und der Niederschlagung von Bauernaufst&auml;nden, brachte Lenin noch sein primitives Pamphlet: „Linker Radikalismus, die Kinderkrankheit des Kommunismus" heraus. Hier verteidigte er die absolute Machtergreifung und Diktatur durch die Bolschewiki und s&auml;mtliche Ma&szlig;nahmen der B&uuml;rokratie. Rosa Luxemburg konnte darauf nicht mehr antworten, aber ganz sicher h&auml;tte sie es getan denn sie war gemeint und alle die am Sozialismus von Engels und Marx festhielten.</FONT></P> <P class=bodytext><font style="font-size: 14px">&nbsp;Wenn man also die zahlreichen Kontroversen und grunds&auml;tzlichen Meinungsverschiedenheiten bedenkt, die zwischen Luxemburg und Lenin bestanden und auch das sie sich trotz h&auml;ufiger r&auml;umlicher N&auml;he mindestens aus dem Weg gingen und nicht befreundet waren, ist es wohl kaum nachvollziehbar, warum eine Liebknecht-Luxemburg-Gedenkdemonstration [34] nun zur „Lenin-Gedenkdemonstration" umgedeutet werden sollte.</FONT></P> <P class=bodytext><font style="font-size: 14px">&nbsp;N&ouml;tig ist sich mit dem Power-Genie Rosa Luxemburg auseinander zu setzen. Sie zeigte auf wie der Kapitalismus &uuml;berwunden werden kann. Eine Aufgabe die heute noch vor uns liegt und um diese zu bew&auml;ltigen, mu&szlig; Lenin als Sackgasse und Irrweg benannt werden.</FONT></P> <P class=bodytext><font style="font-size: 14px">&nbsp;Siegfried Buttenm&uuml;ller</FONT></P></FONT>]]></description>
        <link>http://www.antikapitalist.eu</link>
        <guid isPermaLink="true">http://www.antikapitalist.eu/dialektischer_materialismus.html</guid>
        <pubDate>Fri, 7 Aug 2026 15:45:06 +0200</pubDate>
    </item>
    <item>
        <title>Dialektischer Materialismus - 16</title>
        <description><![CDATA[<font style="font-size: 14px"><STRONG>„Lenin Demonstranten“ in Berlin<BR></STRONG><STRONG><FONT color=#ff0000 size=6><U>Gegner der Spartakisten ! </U></FONT></STRONG><BR>Am 15 Januar 1919 wurden Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht von Rechten „Freicorps“ der Reichswehr im Auftrag der Sozialdemokraten ermordet.&nbsp; Zum Gedenken erinnert am Jahrestag eine gro&szlig;e Demonstration an die Spartakisten,&nbsp; die stark gegen Weltkrieg und Kapitalismus mobilisiert hatten. Beide hatten und haben bis heute gro&szlig;es Ansehen bei den unteren Schichten der Gesellschaft , die Sie mit Theorie und revolution&auml;rer Praxis verteidigten. <BR>Leninisten und ihre Unterabteilungen wie Stalinisten, Trotzkisten und teilweise Maoisten versuchten seit je her, die Gedenkdemonstration f&uuml;r die Spartakisten zu einer „Lenindemonstration“ umzufunktionieren. So soll von wenigen Demonstranten auch in den letzten Jahren immer mal wieder ein Transparent mit der Aufschrift: „Lenin Demonstration“ mitgef&uuml;hrt worden sein und wenige linke Gruppen Kolportierten, das dies doch eine „Lenin Gedenkdemonstration sei, oder das zumindest an Rosa Luxemburg, Karl Liebknecht und „Lenin“ gedacht werden soll.&nbsp; <BR>Ein solches Ansinnen ist jedoch nat&uuml;rlich total absurd, da insbesondere die Spartakistenf&uuml;hrerin Rosa Luxemburg eine politische Gegnerin und Feindin des Adligen Lenin gewesen ist. In Theorie und in der politischen Praxis passen „Leninismus“ und Marxismus in keinster Weise zusammen und auch ihr Ableben hatte ganz andere Ursachen. <BR>Die Gruppe „Internationale“ um Rosa Luxemburg, wie sich die Spartakisten erst nannten, hatten die Schriften von Karl Marx in das russische &uuml;bersetzt und dort breit verteilt, wodurch sich vorherige &Uuml;bersetzungen von Georgie W. Plechanow als verf&auml;lschend herausstellten.&nbsp; Einige Sch&uuml;ler von Plechanow wie Julius O. Martow und eben „Lenin“ hielten jedoch&nbsp; an falschen &Uuml;bersetzungen und Sozialdemokratischen Auffassungen fest, wodurch die Differenzen zwischen Marxisten und Leninisten bereits sichtbar wurden. Unter anderem entwickelte sich ein langer Streit um die angebliche „Nationale Frage“ und die „Etappentheorie“ die Lenin aufwarf und den Marxisten die als Internationalisten den Kapitalismus abschaffen wollten. <BR>Dieser Streit vor allem zwischen Rosa Luxemburg und „Lenin“ wurde zur Feindschaft als Lenin und andere Rechte Sozialdemokraten den damals ebenfalls Rechts sozialdemokratischen Polen Josef Pilsudski unterst&uuml;tzten, der heute in Polen als antikommunistischer Nationalheld von den ganz Rechten verehrt wird. Lenins Freund Pilsudski brachte der nach Westen st&uuml;rmenden Roten Armee in der Schlacht bei Warschau&nbsp; (1920) auch eine entscheidende Niederlage bei und soll auch geheime Informationen aus Moskau unter anderem gehabt haben. <BR>Auch bei der Zimmerwalder Konferenz von 1915, bei der sich die Sozialdemokratischen Kriegsgegner international zusammenschlossen,&nbsp; war Lenin ein absoluter Au&szlig;enseiter und konnte sich mit seiner Politik nicht mal eigene Freunde &uuml;berzeugen, wohingegen die Friedensk&auml;mpfer Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht von der Konferenz extra solidarisch erw&auml;hnt wurden.&nbsp; „Lenin“ weilte als wohlhabender Adliger auch in der Schweiz und versuchte die Dissidenten die verfolgt wurden auszuforschen. Viele Reisen f&uuml;hrten ihn von dort nach Deutschland zu geheimen Treffen, vermutlich mit Vertretern der Reichswehr und anderen Rechten wie den Rechtsnationalisten Leo Schlagetter, der von den Leninisten wie Karl Radek sp&auml;ter im Rahmen ihrer Zusammenarbeit mit der NSDAP&nbsp; als „Verb&uuml;ndeter“ angepriesen wurde. Lenin konnte dank sehr gro&szlig;er Unterst&uuml;tzung der mit ihm verb&uuml;ndeten Reichswehrf&uuml;hrung zuerst die Bolschewistische Partei unterwandern und von oben zensieren und auch die Macht im russischen Reich erringen. <BR>Rosa Luxemburg kritisierte „Lenins“ Politik in ihren Schriften zu russischen Revolution scharf. Allerdings wurden die Linken nicht nur von der Reichswehr international verfolgt und die Spartakisten im Januar 1919 von Lenins verb&uuml;ndeten ermordet.&nbsp; <BR>Es ist also schon immer klar das „Lenin“ nicht auf eine Gedenkdemonstration f&uuml;r die Spartakisten geh&ouml;rt, dessen Fans k&ouml;nnen ja selbst dem Antimarxisten Gedenken. <BR>Die Todesursache des „Lenin“ ist auch eine ganz andere als die der Spartakisten, die im Kampf f&uuml;r Frieden und gegen Kapitalismus verraten wurden und gefallen sind. <BR>Nach offizieller Darstellung wurde Lenin angeblich von der Linken Sozialrevolution&auml;rin Fanny Kaplan nach einer Monologveranstaltung mehrfach in den R&uuml;cken geschossen, was ein langes Siechtum und den Tot Lenins verursachte. Das Angebliche „Gest&auml;ndnis“ Kaplan war jedoch durch den leninistischen Geheimdienst Tscheka unter schwerer Folter erzwungen worden und die angebliche T&auml;terin war schnell und ohne Gerichtsverfahren ermordet worden und s&auml;mtliche Indizien und Hinweise zu der Tat waren sofort vernichtet worden. <BR>Es ist jedoch eher unwahrscheinlich das „Lenin“ als prim&auml;res Ziel nach seiner &ouml;ffentlichen Veranstaltung ohne Wachbegleitung einfach so herumgelaufen ist und ihn seine bekannte Linke Gegnerin mehrfach treffen konnte. Der Kurs „Lenins“ war auch vielen anderen zu Rechts gewesen, etwa dem Tscheka Geheimdienstboss Feliks Dzierzynski, dem ZK Organisator Jakow Swerdlow,&nbsp; zentristischen B&uuml;rokraten wie Stalin und anderen.&nbsp; Auch „Trotzki“ erw&auml;hnte das Attentat &uuml;berhaupt nicht, musste als Kriegskommissar aber informiert und involviert gewesen sein.&nbsp; <BR>Jedenfalls starb „Lenin“ nach langem Siechtum sozusagen urs&auml;chlich durch „Linke“ w&auml;hrend die Spartakisten im Kampf f&uuml;r den Frieden und gegen das kapitalistische System gegen Lenins Verb&uuml;ndete gefallen sind.&nbsp;&nbsp; <BR>Die Versuche der Leninisten das Gedenken an die Spartakisten zu unterwandern sind von der Furcht getrieben, dass Lenins reaktion&auml;re Politik niemanden &uuml;berzeugt und ihm Niemand gedenken will. <BR></FONT>]]></description>
        <link>http://www.antikapitalist.eu</link>
        <guid isPermaLink="true">http://www.antikapitalist.eu/dialektischer_materialismus.html</guid>
        <pubDate>Fri, 7 Aug 2026 15:45:06 +0200</pubDate>
    </item>
    <item>
        <title>Dialektischer Materialismus - 17</title>
        <description><![CDATA[<STRONG><font style="font-size: 14px"><FONT color=#ff0000 size=6><U>Zur Kritik des Politizismus</U></FONT> <BR></FONT></STRONG><FONT color=black><BR></FONT> <P class=bodytext><STRONG><EM><font style="font-size: 14px"></FONT></EM></STRONG></P><FONT color=black size=2 face=verdana> <P class=bodytext><STRONG><FONT size=4 face=Arial>Von Meinhard Creydt </FONT></STRONG></P> <P class=bodytext><FONT face=Arial><font style="font-size: 14px"><EM>„Das Prinzip der Politik ist der Wille. Je einseitiger, d.h. also, je unvollendeter der politische Verstand ist, um so mehr glaubt er an die Allmacht des Willens, um so blinder ist er gegen die ... Schranken des Willens, um so unf&auml;higer ist er also, die Quelle sozialer Gebrechen zu entdecken“ (MEW 1, 402).</EM> </FONT></FONT></P> <P class=bodytext><FONT size=4 face=Arial>Wer ein Medikament zu sich nimmt, informiert sich &uuml;ber die Nebenwirkungen. Sie k&ouml;nnen den beabsichtigten Nutzen infragestellen. Nicht anders verh&auml;lt es sich beim Politisieren. Allerdings ist die Aufmerksamkeit f&uuml;r dessen Probleme bislang vergleichsweise wenig verbreitet. </FONT></P> <P class=bodytext><FONT size=4 face=Arial>Das Politisieren ist schon im Ansatz verdreht, wenn es die subjektlosen Strukturen der kapitalistischen &Ouml;konomie verkennt. Nicht nur in Verschw&ouml;rungstheorien wird die These vertreten, „die Herrschenden“ k&ouml;nnten &uuml;ber die grundlegenden Gesellschaftsstrukturen bestimmen. „Wirtschaftliche Gesetzm&auml;&szlig;igkeiten“ stellen f&uuml;r Alex Demirovic (Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirates der Rosa-Luxemburg-Stiftung) „Freiheit dar, allerdings die Freiheit einer kleinen Zahl von Menschen, die diese Gesetzm&auml;&szlig;igkeiten ma&szlig;geblich gestalten und davon profitieren. Wenn die wirtschaftlichen Prozesse Ergebnis von Entscheidungen sind, dann liegt es nahe, diese Entscheidungen zu demokratisieren“ (Demirovic, in: Ulrich Brand u. a. (Hg.): ABC der Alternativen. Hamburg 2007, S. 256). „Wirtschaftliche Gesetzm&auml;&szlig;igkeiten“, so lesen wir, sind also keine Gesetzm&auml;&szlig;igkeiten, sondern … „Freiheit“. In diesem voluntaristischen Horizont (die einen haben die „Freiheit“ schon, die anderen sollen sie sich einfach ... nehmen) lautet dann die Perspektive: Lasst uns den autokratischen und unsolidarischen Willen einer kleinen Minderheit durch den Willen der Mehrheit ersetzen! Daniela Dahn formuliert das so: „Der Auftrag der Sammlungsbewegung w&auml;re, das Primat der Politik zur&uuml;ckzuerobern“ (Neues Deutschland 18.8.2018, S. 4). </FONT></P> <P class=bodytext><FONT size=4 face=Arial>Das Wort „zur&uuml;ckerobern“ (Dahn) suggeriert die fr&uuml;here Existenz des „Primats der Politik“ in der kapitalistischen Gesellschaft. Gew&uuml;nscht wird sich anscheinend folgendes: Nicht „allein“ Marktgesetze sollen die Gesellschaft pr&auml;gen, sondern „auch“ bspw. sozialstaatliche Elemente. Das Ausma&szlig; des Sozialstaats in kapitalistischen Marktwirtschaften ist jedoch faktisch langfristig vom Erfolg eben dieser &Ouml;konomie abh&auml;ngig und l&auml;sst sich unter kapitalistischen Bedingungen nicht dauerhaft gegen ihn politisch stabilisieren. F&uuml;r die Begr&uuml;ndung diese These m&ouml;chte ich auf meinen Artikel „Die Idealisierung der Staatspolitik und des Sozialstaats in der Kritik am ‚Neoliberalismus’“ hinweisen. Er erschien 2017 im Netzmagazin Telepolis (http://www.meinhard-creydt.de/archives/704). &nbsp;Die Vorstellung von einem „Vorrang der Politik“ l&auml;uft oft darauf hinaus, dass die &ouml;konomischen Sachzw&auml;nge nicht allein als wirtschaftlich n&uuml;tzlich f&uuml;r die Bev&ouml;lkerung, sondern auch als einer Politik f&uuml;r die Bev&ouml;lkerung angemessen aufgefasst werden. Die sozialstaatlichen Anbauten am Kapitalismus beg&uuml;nstigen dieses Bewusstsein. Es interpretiert die kapitalistische &Ouml;konomie um zum Bestandteil eines p o l i t i s c h e n Projekts: der „sozialen Marktwirtschaft“. Sie habe mit „blo&szlig;em“ Kapitalismus nichts gemein. </FONT></P> <P class=bodytext><FONT size=4 face=Arial>Freund und Feind identifizieren die hohe Staatsquote mit einer Einschr&auml;nkung der Imperative der Kapitalverwertung in der Gestaltung des &ouml;konomischen Ge&shy;samt(re)produktionsprozesses. „Primat der Politik“ hei&szlig;t bei manchen, „Unternehmenssubventionen, Steuer&shy;erleichterungen und Exportf&ouml;rderun&shy;gen“ sowie „Regelungen des Arbeits- und Sozialrechts sowie die Auswirkungen der diversen sozialstaatlichen Transfers“ zu bem&uuml;hen, um zu behaupten: „Schon jetzt wird die Gewinnsteuerung gesellschaftlich in eine entsprechende Richtung gesteuert und ge&shy; lenkt. Es ist daher m&ouml;g&shy;lich, die Effizienz, Kreativit&auml;t und Innovationskraft des wirtschaft&shy;lichen Wettbewerbs &uuml;ber eine gesell&shy; schaftliche Steuerung auch f&uuml;r andere Zielsetzun&shy;gen als f&uuml;r die Verfestigung einer &uuml;berlieferten Macht- und Einkommensstruktur ein&shy;zusetzen“ (Joachim Bischoff, Richard Detje: Historisches Erbe und moderner Sozialismus. In: Sozialismus H. 9, 1990, S. 19). Die Botschaft lautet: An der Vergesellschaftung hinter dem R&uuml;cken der Menschen durch Marktprozesse und den Ausgleich der Profitraten, an Konkurrenz, an Kapitalakkumulation aus Ursachen kapitalismusimmanenter Widerspr&uuml;che (die Nachfrage nach Mehrwert erzeugender Arbeit muss absolut zunehmen, weil sie relativ sinkt) braucht sich nichts zu &auml;ndern. Eine „linke“ Wirtschaftspolitik k&ouml;nne unter Gebrauch des vorhandenen staatlichen Instrumentariums Wunder wirken. Die braucht es tats&auml;chlich, um bei bestehender Voraussetzung von kapitalistischen Strukturen eine Politik zu machen, die sich an einer gegen&uuml;ber dem Kapitalismus ums Ganze unterschiedenen „anderen Zielsetzung“ orientiert. Gewiss existieren staatliche Eingriffe zur Optimierung oder St&uuml;tzung der Verwer&shy;tungsbedin&shy;gungen von Kapitalien sowie zur im Rahmen des Systems m&ouml;glichen Korrektur von Fehlentwicklungen. Dieses staatliche Instrumentarium ist jedoch nicht zu verwechseln mit der M&ouml;glichkeit, die kapitalistische &Ouml;konomie regieren zu k&ouml;nnen im Sinne von Zwecken, die mit ihr nicht konform sind. Bei der staatlichen Wirtschaftspolitik im Kapitalismus handelt es sich um eine „formale Politisierung“ der &Ouml;konomie, in der „wirtschaft&shy;liche Aufgaben zwar politisch-administrativ behandelt werden, ohne jedoch die Rationalit&auml;tskriterien privaten Marktverhaltens anzuta&shy;sten“ (Herbert Kitschelt: Materiale Politisierung der Produktion. In: Zeitschrift f&uuml;r Soziologie. Jg. 14, 1985, S. 191). </FONT></P> <P class=bodytext><FONT size=4 face=Arial></FONT>&nbsp;</P> <P class=bodytext><FONT face=Arial><font style="font-size: 14px"><STRONG>Die frohe Botschaft vom Primat der Freiheit und der Politik &uuml;ber die gesellschaftlichen Institutionen und Strukturen</STRONG> </FONT></FONT></P> <P class=bodytext><FONT size=4 face=Arial>Wer das so beschaffene Verh&auml;ltnis von &Ouml;konomie und Politik &uuml;berwinden will, kann nicht l&auml;nger f&uuml;r „die Armen“, „die Arbeitslosen“ und „die Umwelt“ f&ouml;rderliche Politprojekte schmieden auf der Grundlage der fortbestehenden kapitalistischen &Ouml;konomie. Ohne deren &Uuml;berwindung werden die kapitalistischen Sachzw&auml;nge sich gegen all diejenigen geltend machen, die sie ignorieren. Und auch gegen diejenigen, die meinen, den politischen Reiter zu spielen, der sich unter der kapitalistischen &Ouml;konomie so etwas wie ein Pferd vorstellt und sich zutraut, sie dirigieren zu k&ouml;nnen wie der Reiter das Pferd. Wer die kapitalistische &Ouml;konomie &uuml;berwinden will, wird zu beantworten haben, was an die Stelle von denjenigen positiven Anreizen und negativen Sanktionen treten kann und soll, die in der b&uuml;rgerlichen Arbeits- und Gesch&auml;ftswelt die Akteure antreiben. In der Bev&ouml;lkerung herrscht trotz der Beschwerden &uuml;ber einzelne negative Folgen wenigstens in einer Hinsicht eine hohe Akzeptanz der kapitalistischen Wirtschaftsweise. Gewiss wei&szlig; jede(r) Beispiele f&uuml;r mangelnde Effizienz und Effektivit&auml;t in der Wirtschaft zu benennen. Das ordnet sich aber im vorherrschenden Bewusstsein der Bev&ouml;lkerung einer anderen Auffassung unter. Ihr zufolge k&ouml;nne &Ouml;konomie nicht funktionieren ohne Konkurrenz, ohne Privateigentum, ohne Kontrolle von oben in Organisationen sowie ohne die selbstbez&uuml;gliche Steigerung des abstrakten Reichtums (Kapitalakkumulation). Insofern gilt die kapitalistische &Ouml;konomie als bislang einzig m&ouml;gliche und insofern n&ouml;tige Art und Weise effizienten und effektiven Wirtschaftens.&nbsp; </FONT></P> <P class=bodytext><FONT size=4 face=Arial>Bei Dahn und Demirovic spielt die Frage nach denjenigen gesellschaftlichen Strukturen der Produktions- und Reproduktionsprozesse keine Rolle, die es erst erlau&shy;ben, dass die kapitalistische &Ouml;konomie im benannten Sinne unn&ouml;tig werden und die nachkapitalistische Ordnung gelingen kann. Die einschl&auml;gigen Fragen lauten z. B.: Welche neuen Formen der Vergesellschaftung erm&ouml;glichen es, dass die verschiedenen Betriebe, Organisationen, Bereiche und Regionen nicht in Interessengegens&auml;tzen zueinander stehen bzw. sich auf ihre jeweiligen Sonderinteressen fixieren? Welche neue Ordnung &uuml;bergreift die Arbeitsteilung und funktionale Differenzierung in der Weise, dass die Fragmentierung der Aufmerksamkeiten (Tunnelblick und Bereichsautismus) nicht die Gestaltung der Gesellschaft infragestellt? Wie sehen die Strukturen einer neuen Bilanzierung der Wirtschaftsaktivit&auml;ten und die Institutionen der Koordination, Verst&auml;ndigung und Regulierung unter den Akteuren aus, die M&auml;rkte einhegen oder ersetzen k&ouml;nnen? Analysen und Vorschl&auml;ge zu solchen Fragen finden sich in meinen B&uuml;chern „Wie der Kapitalismus unn&ouml;tig werden kann” (M&uuml;nster 2014, 2. Auflage 2016) und „46 Fragen zur nachkapitalistischen Zukunft” (M&uuml;nster 2016). Die Institutionen und Strukturen der anzustrebende nachkapitalistische Gesellschaft werden sich daran messen lassen, ob sie es erm&ouml;glichen, solcherart Probleme befriedigend l&ouml;sen zu k&ouml;nnen. </FONT></P> <P class=bodytext><FONT size=4 face=Arial>Dahn und Demirovic pl&auml;dieren f&uuml;r „Selbstbestimmung” oder “Demokratisierung”, als seien diese Ja-Worte etwas anderes als Leerformeln. Eine Antwort auf die bislang ungel&ouml;sten konzeptionellen Probleme nachkapitalistischer Institutionen und Gesellschaftsstrukturen geben sie nicht. Das Pl&auml;doyer f&uuml;r das fiktive „Primat der Politik” erweist sich als &Uuml;bersprungshandlung. Der Appell (von Demirovic und Dahn) an den Triumpf des guten Willens bzw. ihr Pl&auml;doyer f&uuml;r eine nebul&ouml;s bleibende kollektive Selbsterm&auml;chtigung zeugen vom Unverm&ouml;gen oder Unwillen, sich auf die Problematik der strukturellen und institutionellen Ebene einzulassen. Dabei liegt eine gravierende Schw&auml;che linker Bewegungen gerade darin, mit den Fragen ihrer Adressaten nach den Grundrissen einer nachkapitalistischen Zukunft (auch in Bezug auf die Erfahrungen mit DDR &amp; Sowjetunion) oft wenig &uuml;berzeugend umgehen zu k&ouml;nnen. </FONT></P> <P class=bodytext><FONT size=4 face=Arial>Anh&auml;nger des „Primat der Politik” l&ouml;sen diese Probleme unter Abstraktion von deren Schwierigkeiten. Sie verlassen stillschweigend das Terrain, auf dem diese Probleme situiert sind. Sie verschieben, „versetzen” (MEW 18, 237) oder „transponieren” die Probleme in die politische „Ebene” und ihnen entgeht die damit verbundene Verfremdung der Probleme. Die Rede vom „Primat der Politik” stellt die Aufbauordnung der gesellschaftlichen Welt auf den Kopf. Keine Gesellschaftsformation kann auf dem „Primat der Politik“ gr&uuml;nden.</FONT><A href="http://www.scharf-links.de/48.0.html?&amp;tx_ttnews[pointer]=1&amp;tx_ttnews[tt_news]=66550&amp;tx_ttnews[backPid]=56&amp;cHash=70d02899ec#_ftn1" name=_ftnref1><FONT color=#0066cc size=4 face=Arial>[1]</FONT></A><FONT size=4 face=Arial> Dass das politische Bewusstsein erst von den ihm zugrunde liegenden gesellschaftsformationsspezifischen Strukturen der Produktions- und Reproduktionsverh&auml;ltnisse aus begriffen werden kann, ist f&uuml;r begeisterte Politikinsider und solche, die es werden wollen, ein hinderlicher Gedanke. Politikenthusiasten und diejenigen, die von der Politik leben wollen (zum Begriff des „Politikanten” vgl. den Exkurs), meiden folgerichtig die Kritik am zur b&uuml;rgerlichen Gesellschaft passenden Horizont von Politikern wie der Teufel das Weihwasser. Diese Kritik l&auml;sst sich analog zur Kritik am Horizont der Juristen in der b&uuml;rgerlichen Gesellschaft formulieren: Die Menschen k&ouml;nnen ihre „Lebenslage nur vollst&auml;ndig selbst erkennen, wenn sie die Dinge ohne juristisch gef&auml;rbte Brille … anschauen“ (MEW 21, 494). Wer sich wie Dahn und Demirovic auf das „Primat der Politik” fixiert, f&uuml;r den sind diejenigen Analysen und Kritiken vergeblich erarbeitet worden, die &uuml;ber die Verkehrungen und Mystifikationen des politischen Bewusstseins und der Politik in der b&uuml;rgerlichen Gesellschaft aufkl&auml;ren.</FONT><A href="http://www.scharf-links.de/48.0.html?&amp;tx_ttnews[pointer]=1&amp;tx_ttnews[tt_news]=66550&amp;tx_ttnews[backPid]=56&amp;cHash=70d02899ec#_ftn2" name=_ftnref2><FONT color=#0066cc size=4 face=Arial>[2]</FONT></A><FONT size=4 face=Arial> </FONT></P> <P class=bodytext><FONT size=4 face=Arial></FONT>&nbsp;</P> <TABLE class=contenttable style="BORDER-COLLAPSE: collapse; MARGIN-LEFT: 3.2pt" cellSpacing=0 cellPadding=0 border=0> <TBODY> <TR> <TD style="BORDER-TOP: black 1pt solid; BORDER-RIGHT: black 1pt solid; WIDTH: 481.25pt; BORDER-BOTTOM: black 1pt solid; PADDING-BOTTOM: 2.75pt; PADDING-TOP: 2.75pt; PADDING-LEFT: 2.75pt; BORDER-LEFT: black 1pt solid; PADDING-RIGHT: 2.75pt; border-image: none" vAlign=top width=642> <P class=" "><FONT size=4 face=Arial>Exkurs zum „Politikant“ </FONT></P> <P class=" "><FONT size=4 face=Arial>Je gr&ouml;&szlig;er die Apparate von Gewerkschaften und linken Parteien werden, und je st&auml;rker deren „Institutionalisierungsprozess fortschreitet, desto mehr muss sich die Gewinnung der ‚K&ouml;pfe’ tendenziell der Gewichtung von Posten unterordnen, und desto mehr treten die nur durch Hingabe an die ‚Sache’ gebundenen Mitstreiter zur&uuml;ck hinter den ‚Pfr&uuml;ndnern’, wie sie Weber nennt, einer Art von Klienten, die durch die Vorteile und Profite, die er ihnen sichert, dauerhaft mit dem Apparat verbunden sind und die soweit zum Apparat halten, wie er sie h&auml;lt, indem er ihnen einen Teil der materiellen oder symbolischen Beute zuteilt, die er dank ihrer erringt“ <SPAN>(Pierre Bourdieu: Die Politische Repr&auml;sentation. In: Berliner Journal f&uuml;r Soziologie, H. 4 1991, S. 507). Diese „P f r &uuml; n d n e r</SPAN>“ lassen sich auch „P o l i t i k a n t e n“ nennen. Dieser Terminus bildet ein Resultat der von Fritz Brupbacher (1874-1945) formulierten lesenswerten Reflexionen auf die Erfahrungen mit der Arbeiterbewegung sowie mit Sozialdemokraten und Kommunisten der 1910er-1930er Jahre. „Wir nennen Politikanten einen Politiker, bei dem der Dienst am Kollektiv ein Vorwand ist, um &ouml;konomische oder psychologische Gesch&auml;fte zu machen“ (Fritz <SPAN>Brupbacher: Hingabe an die Wahrheit. Berlin</SPAN> 1979, S. 114. F&uuml;r die Kritik am<SPAN>&nbsp; </SPAN>Politizismus ist ebenfalls unbedingt zu empfehlen sein Buch: Sechzig Jahre Ketzer. Selbstbiographie. Z&uuml;rich 1973). „Der Wille, mit dem Aufsteigen nicht zu warten, bis die Produktionsverh&auml;ltnisse f&uuml;r den Aufstieg aller Ausgebeuteten reif sind, (gibt) dem („linken“ – Verf.) Politikanten Fingerspitzengef&uuml;hl und sicheren Instinkt: wann muss man wie weit nach links halten? Wo ist was zu lernen, auszupl&uuml;ndern und abzustauben, um es an geeigneter Stelle einer erstaunten Welt vorzutrompeten? Welche Leute meidet man zur Zeit besser? Wo soll man mitmischen, wo sich einhaken? Wie halte ich mich oben?“ (Schwarze Protokolle, Nr. 3. West-Berlin 1973, S. 18f.).</FONT></P></TD></TR></TBODY></TABLE> <P class=bodytext><FONT size=4 face=Arial></FONT>&nbsp;</P> <P class=bodytext><FONT size=4 face=Arial>Die politisierende Pseudosouver&auml;nit&auml;t meint, in vermeintlicher Unabh&auml;ngigkeit vom „stummen Zwang der Verh&auml;ltnisse“ (MEW 23, 765) &uuml;ber die Entwicklung der Gesellschaft in aller „Freiheit” „entscheiden” (Demirovic) zu k&ouml;nnen. Die Politik und die Demokratie der b&uuml;rgerlichen Gesellschaft verhalten sich zu den mit der herrschenden Arbeitsteilung, der Konkurrenz und den Entwicklungsma&szlig;st&auml;ben des abstrakten Reichtums implizierten Spaltungen, Hierarchien und Bornierungen, indem sie „sich auf eine abstrakte und beschr&auml;nkte, auf partielle Weise &uuml;ber diese Schranken erheben“ (MEW 1, 354) und sie f&uuml;r „unpolitisch“ bzw. die Demokratie nur &auml;u&szlig;erlich tangierend erkl&auml;ren. Dahn und Demirovic radikalisieren die f&uuml;r den politischen Stand typischen Mystifikationen ins Verstiegene. Sie gehen vom Politisieren zum Politizismus &uuml;ber. </FONT></P> <P class=bodytext><FONT size=4 face=Arial>Den der b&uuml;rgerlichen Gesellschaft eigenen Formen des politischen Bewusstseins und der Politik sind Momente des Scheins eigen. Der Politizismus verh&auml;lt sich zu den Momenten des Scheins im politischen Bewusstsein als Magnet, der sie anzieht, sowie als Gestaltschlie&szlig;ung und Verabsolutierung dieser Momente. „Schein“ hei&szlig;t: Etwas real Unselbst&auml;ndiges wird von seinen konstitutiven und reproduktiven Zusammenh&auml;nge abgel&ouml;st, als unmittelbar und selbst&auml;ndig wahrgenommen. Das solcherart Erscheinende dreht sich in sich selbst ein. Seine scheinhafte Autonomie bew&auml;hrt sich darin, sich als souver&auml;n aufzufassen. Souver&auml;n scheint es nicht nur &uuml;ber das, wovon es faktisch abh&auml;ngt, sondern auch &uuml;ber das, was seine eigenen Inhalt konstituiert. Adorno spricht davon, „verdinglichte Arbeitsteilung laufe Amok“ (Theodor W. Adorno: &Auml;sthetische Theorie. Frankfurt M. 1970, S. 384). „Materialistische Kritik“ gelte der „Verblendung der Unmittelbarkeit“, die „ideologisch die eigenen Vermittlungen“ nicht wahrhaben wolle (Ebd.). </FONT></P> <P class=bodytext><FONT size=4 face=Arial></FONT>&nbsp;</P> <P class=bodytext><STRONG><FONT size=4 face=Arial>Alles kann so bleiben, wie es ist, nur das „politische Kr&auml;fteverh&auml;ltnis“ nicht </FONT></STRONG></P> <P class=bodytext><FONT size=4 face=Arial>Mit einer materialistischen Analyse der gesellschaftlichen Aufbauordnung wird es m&ouml;glich, den bestimmten Zusammenhang zu analysieren, in dem die gesellschaftlichen Prozesse der Erwirtschaftung und Formung des Reichtums sowie die Politik, das Recht, die Moral und die Kultur zueinander stehen.</FONT><A href="http://www.scharf-links.de/48.0.html?&amp;tx_ttnews[pointer]=1&amp;tx_ttnews[tt_news]=66550&amp;tx_ttnews[backPid]=56&amp;cHash=70d02899ec#_ftn3" name=_ftnref3><FONT color=#0066cc size=4 face=Arial>[3]</FONT></A><FONT size=4 face=Arial> Das Wissen von der gesellschaftlichen Aufbauordnung verh&auml;lt sich zur jeweiligen Binnenlogik ihrer verschiedenen Bereiche nicht reduktiv, sondern rekonstruktiv. Bspw. kommt es in den staatlichen Aktivit&auml;ten zur Bearbeitung von Folgen und Voraussetzungen bestimmter durch die kapitalistischen Formen und Strukturen des gesellschaftlichen Produktions- und Reproduktionsprozesses gegebenen Trennungen, Gegens&auml;tze und Ausblendungen. Diese Bearbeitung findet auf der Grundlage dieser Formen und Strukturen statt. Die scheinhaften Bewusstseinsinhalte in Politik, Recht und Moral lassen sich aus der „Selbstzerrissenheit“ ihrer „weltlichen Grundlage erkl&auml;ren“ (MEW 3, S. 6). Die (relative) Emanzipation des Scheins von den ihm zugrundeliegenden gesellschaftlichen Strukturen und Formen ist aus ihnen zu erkl&auml;ren – vgl. Marx’ Analyse der Bewusstseinsformen in seiner ‚Kritik der Politischen &Ouml;konomie’. „Es ist … nicht der Mensch, der sich selbst &uuml;ber die Realit&auml;t t&auml;uscht, es ist die Realit&auml;t, die ihn dadurch t&auml;uscht, dass sie unvermeidlich in einer Form erscheint, die sich dem spontanen Bewusstsein der in der Gesch&auml;ftswelt lebenden Menschen auf verdrehte Weise zeigt und verbirgt“ (Maurice Godelier, Maurice: Perspectives in Marxist Anthropology. New York 1977, S. 170). In der scheinhaften Autonomie des Politischen ist „beides enthalten, die freie von allem abstrahierende Reflexion und die Abh&auml;ngigkeit von dem innerlich oder &auml;u&szlig;erlich gegebenen Inhalte und Stoffe“ (Hegel Bd. 7, S. 66). Um nicht missverstanden zu werden: Es geht an dieser Stelle nicht um eine hinreichende Analyse z. B. der Staatst&auml;tigkeit und des juristischen Apparats in der Gesellschaft mit kapitalistischer &Ouml;konomie. F&uuml;r eine solche Analyse ist die Erkenntnis der Konstitution der scheinhaften Bewusstseinsinhalte in diesen Bereichen e i n erforderliches, also nicht zu &uuml;bergehendes Moment. </FONT></P> <P class=bodytext><FONT size=4 face=Arial>Demirovic wendet sich nicht nur im Hinblick auf die nachkapitalistische Gesellschaft, sondern auch in Bezug auf die Analyse der kapitalistischen Gegenwart gegen die materialistische Gesellschaftsstruktur-Theorie. Seine Intervention steht im Kontext der „Wiederkehr eines einfachen Marxismus“, die Michael Wendl in seinem lesenswerten Buch „Machttheorie oder Werttheorie“ (Hamburg 2013) beschreibt. „Einfacher Marxismus“ hei&szlig;t u. a.: Statt Kapitalismuskritik Kapitalistenkritik. An die Stelle der Analyse der mit der kapitalistischen &Ouml;konomie verbundenen Strukturen und Formen der Gesellschaft tritt ein handlungstheoretische Verst&auml;ndnis. Ihm gelten die M&auml;chtigen und Reichen als herrschende Kollektivsubjekte der Gesellschaft. All das, was durch die Studien des Marx’schen ‚Kapitals’ und der ‚Grundrisse’ seit den 1970er Jahren an Erkenntnis erreicht wurde, soll abger&auml;umt und vergessen werden. Demirovic ist in diesem Kampf gegen die Lekt&uuml;re der ‚Kritik der Politische &Ouml;konomie’ als Gesellschaftsstrukturtheorie nicht allein. In Anlehnung an Laclau und Mouffe hei&szlig;t es: „Die &Ouml;konomie selbst ist … ein Kampffeld, das keine anderen ‚Bewegungsgesetze’ kennt, als die, welche einem Feld antagonistischer Kr&auml;fte entstammen. Auch der &ouml;konomische Raum konstituiert sich ausgehend von einem politischen Kr&auml;fteverh&auml;ltnis“</FONT><A name=_ftnref111></A><FONT size=4 face=Arial> (Sonja Buckel: Neo-Materialistische Rechtstheorie. In: Dies., Ralph Christensen, Andreas Fischer-Lescano (Hg.): Neue Theorien des Rechts. Stuttgart 2006, S. 135). Gewiss spricht nichts dagegen, Kr&auml;fteverh&auml;ltnisse zu analysieren. Etwas ganz anderes ist jedoch die These, Gesellschaftsstrukturen und die &ouml;konomische Gesetze des Kapitalismus seien auf „politische Kr&auml;fteverh&auml;ltnisses“ zu reduzieren. Buckel und Demirovic l&ouml;sen denjenigen Begriff von Strukturen und Gesetzen auf, der in der ‚Kritik der Politischen &Ouml;konomie’ entwickelt wurde. „Das Kr&auml;fteverh&auml;ltnis“ und „der Kampf“ emanzipieren sich bei Demirovic und Buckel – M&uuml;nchhausen gleich – von all denjenigen Kontexten und Hindernissen, &uuml;ber die erst die Analyse der kapitalistischen Gesellschaftsstrukturen und des Waren-, Geld-, Lohn- und Kapitalfetisches sowie der Mystifikationen des Zinses und der „Gleichwertigkeit der Produktionsfaktoren“&nbsp;aufkl&auml;rt. Das Extrem der politizistischen Weltanschauung („Hauptsache Kampf“) hat ein &Ouml;konom aus der fr&uuml;hen Zeit des Stalinismus auf den Punkt gebracht: „Es ist nicht unsere Aufgabe, die Wirtschaft zu studieren, sondern sie zu ver&auml;ndern. Wir sind nicht durch Gesetze gebunden. Es gibt keine Festungen, die nicht von den Bolschewiki eingenommen werden k&ouml;nnten“</FONT><A name=_ftnref311></A><FONT size=4 face=Arial> (zit. n. Leonard Shapiro: Die Geschichte der Kommunistischen Partei der Sowjetunion. Berlin 1961, S. 386). </FONT></P> <P class=bodytext><FONT size=4 face=Arial>Der Voluntarismus von Demirovic, Dahn und anderen ist bescheidener: Letztendlich wollen sie so etwas wie eine Regierung von Ypsilanti bis Wagenknecht. Unter „Ver&auml;nderung des Kr&auml;fteverh&auml;ltnisses“ verstehen sie die Mobilisierung f&uuml;r das Projekt „Wasch den Pelz, aber mach ihn nicht nass“. Ein solcher „politischer Kurswechsel“ bei Nichtantastung der Grundstrukturen der kapitalistischen Gesellschaft soll viel Anklang in der „Zivilgesellschaft“ finden. Pr&auml;gnant artikuliert Wagenknecht die dazugeh&ouml;rige Realit&auml;tsverweigerung. „Primat der Politik“ hei&szlig;t f&uuml;r sie, einzutreten f&uuml;r „risikolose Geldanlagen“ mit einer „Rendite“, die dem Anleger erlaubt, ein „Verm&ouml;gen anzusparen“</FONT><A href="http://www.scharf-links.de/48.0.html?&amp;tx_ttnews[pointer]=1&amp;tx_ttnews[tt_news]=66550&amp;tx_ttnews[backPid]=56&amp;cHash=70d02899ec#_ftn4" name=_ftnref4><FONT color=#0066cc size=4 face=Arial>[4]</FONT></A><FONT size=4 face=Arial>&nbsp;– als ob eine solche Anlageform im Kapitalismus existieren k&ouml;nnte. Da fehlt nur noch die Hoffnung auf Atomkraft ohne Radioaktivit&auml;t. Der Politizismus fungiert als „eine fortw&auml;hrende Ablenkung, die nicht einmal zur Besinnung kommen l&auml;sst, wovon sie ablenkt“ (Franz Kafka: Hochzeitsvorbereitungen auf dem Lande und andere Prosa aus dem Nachlass. Frankf. M. 1983, S. 242). Der politizistische Projektemacher ist „so ausschlie&szlig;lich mit seinen Hoffnungen besch&auml;ftigt, dass ihm nichts, was ihnen widerspricht, jemals wahr, eindeutig und sp&uuml;rbar genug erscheint“ (Ben Johnson). Der Politizist „hat ja ein Ziel vor den Augen“ und ordnet seinem Willen und seinen „Projekten“ die Vergegenw&auml;rtigung der Wirklichkeit unter. </FONT></P> <P class=bodytext><FONT size=4 face=Arial></FONT>&nbsp;</P> <P class=bodytext><FONT size=4 face=Arial>PS: Ein f&uuml;r den Politizismus zentrales Missverst&auml;ndnis betrifft das Verh&auml;ltnis von Struktur und Handlung im Kapitalismus. Es bildet ein schwieriges und bislang in der Diskussion h&auml;ufig unbew&auml;ltigtes Problem. Wer sich f&uuml;r eine eingehendere Darstellung interessiert, findet meinen Artikel „Zum Verh&auml;ltnis zwischen Struktur und Handlung im Kapitalismus“&nbsp;in: Kritiknetz – Zeitschrift f&uuml;r Kritische Theorie der Gesellschaft. </FONT><A href="https://www.kritiknetz/" target=_blank><FONT color=#0066cc size=4 face=Arial>https://www.kritiknetz</FONT></A><A href="https://www.kritiknetz.de/kritikderpolitischenoekonomie/1415-zum-verhaeltnis-zwischen-struktur-und-handlung-im-kapitalismus" target=_blank><FONT color=#0066cc size=4 face=Arial>.</FONT></A><FONT size=4 face=Arial> In Abschnitt 2 und 3 des Textes stelle ich „konstruktive“ &Uuml;berlegungen zum Verh&auml;ltnis von Struktur und Handlung im Kapitalismus vor. Abschnitt 4-6 haben typische Missverst&auml;ndnisse zum Thema (am Beispiel von Demirovic). </FONT></P> <P class=bodytext><FONT size=4 face=Arial></FONT>&nbsp;</P> <P class=bodytext><FONT size=4 face=Arial></FONT></P><FONT size=4 face=Arial> <HR> </FONT> <DIV id=ftn1> <P class=" "><A href="http://www.scharf-links.de/48.0.html?&amp;tx_ttnews[pointer]=1&amp;tx_ttnews[tt_news]=66550&amp;tx_ttnews[backPid]=56&amp;cHash=70d02899ec#_ftnref1" name=_ftn1><SPAN class=Funotenzeichen1><SPAN><SPAN class=Funotenzeichen1><SPAN><FONT color=#0066cc size=4 face=Arial>[1]</FONT></SPAN></SPAN></SPAN></SPAN></A><FONT face=Arial><font style="font-size: 14px"><SPAN>&nbsp;&nbsp; </SPAN>Zur Kritik an unangemessenen Auffassungen der feudalen Gesellschaftsformation, die sie charakterisiert sehen durch unmittelbare Herrschaftsverh&auml;ltnisse, vgl. Barry Hindess, Paul Q. Hirst: Vorkapitalistische Produktionsweisen. Frankf. M. 1981, S. 178ff. Millionen von Chinesen haben infolge des von Mao Tse Tung bef&uuml;rworteten „Primats der Politik“ durch das voluntaristische &Uuml;bergehen &ouml;konomischer Strukturgesetze in den Zeiten des „Gro&szlig;en Sprunges“ und der „Kulturrevolution“ ihr Leben verloren. </FONT></FONT></P></DIV> <DIV id=ftn2> <P class=" "><A href="http://www.scharf-links.de/48.0.html?&amp;tx_ttnews[pointer]=1&amp;tx_ttnews[tt_news]=66550&amp;tx_ttnews[backPid]=56&amp;cHash=70d02899ec#_ftnref2" name=_ftn2><SPAN class=Funotenzeichen1><SPAN><SPAN class=Funotenzeichen1><SPAN><FONT color=#0066cc size=4 face=Arial>[2]</FONT></SPAN></SPAN></SPAN></SPAN></A><SPAN class=Absatz-Standardschriftart1><SPAN lang=EN-GB><FONT face=Arial><font style="font-size: 14px"><SPAN>&nbsp;&nbsp; </SPAN>Diese Analysen und Kritiken finden sich z. B. bei Marx (MEW 1, 355, 357, 368, 370), bei Oskar Negt, Alexander Kluge: Geschichte und Eigensinn. Frankf. M. 1981, S. 816, 818, bei Pierre Bourdieu: Die Feinen Unterschiede. Frankf. M. 1982, 8. Kapitel, insbesonders S. 699.</FONT></FONT></SPAN></SPAN></P></DIV> <DIV id=ftn3> <P class=" "><A href="http://www.scharf-links.de/48.0.html?&amp;tx_ttnews[pointer]=1&amp;tx_ttnews[tt_news]=66550&amp;tx_ttnews[backPid]=56&amp;cHash=70d02899ec#_ftnref3" name=_ftn3><SPAN class=Funotenzeichen1><SPAN><SPAN><SPAN class=Funotenzeichen1><SPAN><FONT color=#0066cc size=4 face=Arial>[3]</FONT></SPAN></SPAN></SPAN></SPAN></SPAN></A><FONT face=Arial><font style="font-size: 14px"><SPAN>&nbsp;&nbsp; </SPAN>Zu einer Skizze der Konstitution des juristischen, politischen, moralischen und kulturellen Bewusstseins in der kapitalistischen Gesellschaft vgl. Meinhard Creydt: Die Aufbauordnung der &Uuml;berbauten. Phase zwei, Nr. 27, 2008. Leipzig. </FONT></FONT><A href="http://www.meinhard-creydt.de/archives/87" target=_blank><FONT color=#0066cc size=4 face=Arial>http://www.meinhard-creydt.de/archives/87</FONT></A><FONT size=4 face=Arial> Vgl. auch das Kapitel zur „gesellschaftlichen Aufbauordnung“ in Creydt, 46 Fragen, S. 178-185. Zur Kritik am Konstrukt der „funktionalen Differenzierung“ vgl. ebd., S. 69. Vgl. auch Hans-Heino Ewers: Die sch&ouml;ne Individualit&auml;t. Zur Genese des b&uuml;rgerlichen Kunstideals. Teil 2. Stuttgart 1978</FONT></P></DIV> <DIV id=ftn4> <P class=" "><A href="http://www.scharf-links.de/48.0.html?&amp;tx_ttnews[pointer]=1&amp;tx_ttnews[tt_news]=66550&amp;tx_ttnews[backPid]=56&amp;cHash=70d02899ec#_ftnref4" name=_ftn4><SPAN class=Funotenzeichen1><SPAN><SPAN class=Funotenzeichen1><SPAN><FONT color=#0066cc size=4 face=Arial>[4]</FONT></SPAN></SPAN></SPAN></SPAN></A><SPAN><FONT face=Arial><font style="font-size: 14px"><SPAN>&nbsp;&nbsp; </SPAN>Sahra Wagenknecht meint, es sei Zeit einzutreten f&uuml;r „eine solide und soziale Politik in Deutschland und Europa, die seri&ouml;se und risikolose Geldanlagen mit einer angemessenen Rendite f&uuml;r alle wieder m&ouml;glich macht. … In Merkels Niedriglohnparadies Deutschland hat sogar jeder zweite B&uuml;rger kein Verm&ouml;gen mehr und kann nichts ansparen, geschweige denn in Aktien investieren“ (Berliner Zeitung 4.8.2018). </FONT></FONT></SPAN></P></DIV> <P><FONT size=4 face=Arial></FONT></P><BR><BR><BR></FONT>]]></description>
        <link>http://www.antikapitalist.eu</link>
        <guid isPermaLink="true">http://www.antikapitalist.eu/dialektischer_materialismus.html</guid>
        <pubDate>Fri, 7 Aug 2026 15:45:07 +0200</pubDate>
    </item>
    <item>
        <title>Dialektischer Materialismus - 18</title>
        <description><![CDATA[<FONT face=Verdana><STRONG>Imperialismus und Nationalismus<BR></STRONG></FONT><FONT color=black size=2 face=verdana><FONT color=#ff0000 size=5><STRONG><U>Wohinn treibt der Kapitalismus ?</U></STRONG></FONT> <BR>“Imperialismus“ und „Nationalismus“ sind zentrale Begriffe in den theoretischen Diskussionen der Linken. In unserer Zeit, wo die Entwicklung Europas und der ganzen Welt eine neue Qualit&auml;t annimmt und diese Entwicklung mit den „Brexitern“ in England sowie zahlreichen weiteren separatistischen und nationalistischen Bewegungen weltweit auf Widerstand st&ouml;&szlig;t, mehr denn je. Diese Begriffe werden jedoch oft nur oberfl&auml;chlich und umgangssprachlich gedeutet und verwendet und auf dieser Grundlage wird „Antiimperialismus“ und „Antinationalismus“ betrieben und zur politischen Richtung erkl&auml;rt. Der Kapitalismus ist jedoch die Ursache des Imperialismus und des Nationalismus und ohne dies zu verstehen und ohne antikapitalistisch zu sein, ist Antiimperialismus und Antinationalismus gar nicht m&ouml;glich. <P class=bodytext>Der Kapitalismus ist ein Wirtschaftssystem das nach Karl Marx aus einem Gef&uuml;ge aus Lohn, Preis und Profit besteht und Formen von Kapital wie Geld, Kredit sowie Formen kapitalistischer Sachwerte beinhaltet. Dieses System ist in sich krisenhaft und ben&ouml;tigt zum Ausgleich des zwangsl&auml;ufig entstehenden und immer mehr anwachsenden Defizits st&auml;ndig Expansion, das auch Wachstum genannt wird. Ohne dieses Wachstum bricht das ganze kapitalistische System in sich zusammen, all die &uuml;ber Jahrhunderte gemachten Schulden werden auf einmal f&auml;llig und alle Formen von Kapital werden radikal entwertet. Marx bezeichnet diese Situation als „Tendenziellen Fall der Profitraten“ und die kapitalistische Politik ist st&auml;ndig gezwungen das Wachstum zu erm&ouml;glichen und damit den totalen Zusammenbruch zu verhindern. Eine harmonische und dynamische Entwicklung ist deshalb auf Basis des Kapitalismus unm&ouml;glich (Revisionisten, Reformisten, Zentristen, Staatskapitalisten sowie alle kapitalistischen Richtungen bestreiten diesen Umstand). Dies w&uuml;rde nur der Sozialismus im Sinne von Karl Marx erm&ouml;glichen, der deshalb zwangsl&auml;ufig auf den Kapitalismus folgen muss. </P> <P class=bodytext>Der Kapitalismus muss also st&auml;ndig expandieren und das tut er auf jeden Fall, egal welche Ansichten und „Analysen“ verschiedene politische Richtungen oder Politiker vertreten. Und er tut das schon immer und wird es immer schneller tun, so lange er besteht. S&auml;mtliche Herrschenden Klassen und ihre politischen Gebilde wurden in der ganzen langen Geschichte vernichtet, wenn Sie sich dieser f&uuml;r den Kapitalismus &uuml;berlebenswichtigen Tendenz zur Expansion in den Weg gestellt haben. </P> <P class=bodytext>Zum Beispiel der Adel der im „Heiligen R&ouml;mischen Reich“ mit seinen kleinen F&uuml;rstent&uuml;mern lange herrschte. Solche Herrschenden Klassen waren urspr&uuml;nglich im Sinne des Kapitalismus einmal zwingend n&ouml;tig gewesen, weil sie die kapitalistische Expansion garantiert und vorangetrieben haben. Als Rechtfertigung f&uuml;r diese Spaltung der Gesellschaft in Klassen kaperten die Herrschenden die Religion und dogmatisierten sie im Interesse der kapitalistischen Expansion. Aber irgendwann stie&szlig; diese Expansion an die engen Grenzen der vom Adel beherrschten Gesellschaft und ihrer F&uuml;rstent&uuml;mer. Die allgemeine Tendenz zur Expansion des Kapitalismus f&uuml;hrte zu immer mehr „Flurbereinigungen“, insbesondere mit aufkommen der Industrialisierung und einer stark expandierenden Warenproduktion und der Notwendigkeit der radikalen Vergr&ouml;&szlig;erung der Absatzm&auml;rkte. Das Gro&szlig;b&uuml;rgertum erlangte als Fabrikanten oder Finanzkapitalisten in der Produktion und damit in der Gesellschaft entscheidenden Einfluss. Der Adel stellte sich dieser aus Sicht des kapitalistischen Systems zwingend notwendigen Expansion mit seiner Religion entgegen. Das B&uuml;rgertum zielte auf gr&ouml;&szlig;ere M&auml;rkte, auf Abbau der Z&ouml;lle, Vereinheitlichungen der W&auml;hrung, der Ma&szlig;e und Gewichte, der Verbesserung der Infrastruktur wie einheitlichen Eisenbahnsystemen und einheitlicher Normen in Industrie und Handwerk. Aus diesen kapitalistischen Notwendigkeiten heraus f&ouml;rderte das Gro&szlig;b&uuml;rgertum auch die allm&auml;hliche Entstehung der Nationen und der Nationalstaaten, die sich in jeweiligen Wirtschaftsr&auml;umen separat entwickelten, weil auch einheitliche Sprache und Schrift notwendig wurde. Die „Nation“ und der Nationalismus wurden allm&auml;hlich zur Ideologie die zun&auml;chst gegen die Herrschende Klasse des Adels mit seiner religi&ouml;sen Ideologie gewendet wurde, um diese zu Fall zu bringen und der kapitalistischen Expansion den Weg zu ebnen. Es gab jedoch in Europa mehrere kapitalistische Staaten, also mehrere Imperien. Die Gr&uuml;ndung der Nationalstaaten f&uuml;hrte zun&auml;chst zu einem gro&szlig;en Wirtschaftsaufschwung mit radikaler Ausweitung der Warenproduktion, des Handels und der Geldmengen und damit auch zur allgemeinen Verschuldung. Der Kapitalismus entfachte das typische Strohfeuer doch wurde mit den Jahrzehnten f&uuml;r den Kapitalismus auch der Nationalstaat aufgrund der st&auml;ndig notwendigen Expansion zu eng. In den Imperien, also in den f&uuml;hrenden kapitalistischen Nationalstaaten, drohte jeweils der Tendenzielle Fall der Profitraten und damit der Zusammenbruch der kapitalistischen Wirtschaft und Gesellschaft &uuml;berhaupt. Die jeweils Herrschenden Klassen des B&uuml;rgertums richteten ihre Expansionsziele mehr nach au&szlig;en, zun&auml;chst auf Kolonien in &Uuml;bersee oder auf wirtschaftlich r&uuml;ckst&auml;ndigere Gebiete in Europa. Als auch diese Expansionsm&ouml;glichkeiten ausgenutzt waren blieben die Unterwerfung und Einverleibung der konkurrierenden Imperien als einziger Ausweg aus dem kapitalistischen Expansionszwang, wenn man die notwendige Ersetzung des Kapitalismus verhindern wollte. Nationalistische Propaganda, Chauvinismus, Militarismus und Rassismus nahmen immer mehr zu und m&uuml;ndeten letztlich in den Weltkriegen mit den bekannten und verheerenden Ergebnissen. </P> <P class=bodytext>Der Imperialismus ist also durch den kapitalistischen Zwang zur Expansion begr&uuml;ndet. Ideologien wie der Nationalismus oder auch die Religion sind Werkzeuge um dieser Expansion auf kapitalistischer Grundlage zum Durchbruch zu verhelfen. Auf den „Sozialimperialismus“ der staatskapitalistischen L&auml;nder soll hier nicht eingegangen werden da diese Epoche bereits beendet ist und alles im globalen Imperialismus gem&uuml;ndet ist. <BR><BR>Speziell der deutsche Imperialismus wurde in den Weltkriegen milit&auml;risch besiegt aber auch die anderen Imperien in Europa wurden erheblich geschw&auml;cht. Europa und seine Imperien haben ihre dominierende Rolle in der Welt an Staaten wie die USA, China, Japan und zeitweilig auch an die Sowjetunion z.B. verloren. Der Kapitalismus ist in die globale Welt hinaus expandiert und hat in sehr vielen Staaten die kapitalistischen Strohfeuer erzeugt. Der Kapitalismus musste und muss global expandieren um seine Implosion abzuwenden. Das unwichtiger gewordene Europa ist heute gezwungen seine inneren Grenzen, Z&ouml;lle, W&auml;hrung, Verkehrswege, Industriellen Normen, Gesetze usw. abzubauen und zu vereinheitlichen. Neue Nationalstaaten k&ouml;nnen sich in Europa und global gar nicht mehr herausbilden oder behaupten, sie sind gezwungen sich Europa oder &auml;hnlichen Gebilden anzuschlie&szlig;en und sich dem weiterentwickelten und globalen Kapitalismus, also dem Imperialismus, zu unterwerfen. Nationalistische oder separate imperialistische Str&ouml;mungen haben von daher keine Grundlage mehr da sie sich den kapitalistischen Sachzw&auml;ngen entgegenstellen m&uuml;ssten. Dies ist die tiefere Ursache des Scheiterns der Brexiter in England, der Aufsplitterung der AFD in Deutschland und s&auml;mtlicher Nationaler Bewegungen in allen L&auml;ndern. Auch die sogenannten „nationalen Befreiungsbewegungen“, die nationalreligi&ouml;sen Bewegungen und separatistischen Bewegungen scheitern weltweit, auch wenn sie mit ihrem Rassismus zeitweilig gro&szlig;es Leid verursachen und gro&szlig;en Schaden anrichten k&ouml;nnen. <BR><BR>Letztlich scheitert auch die Linke an ihren „antiimperialistischen“ und „antinationalen“ Einstellungen, da sie auf kapitalistischer Politik basieren. Die Frage ist nat&uuml;rlich wie sich Antikapitalisten positionieren oder wie sich Linke positionieren sollten. </P> <P class=bodytext>Karl Marx erkannte die zentrale Eigenschaft des Kapitalismus immer expandieren zu m&uuml;ssen und sah die Nationalstaaten als zeitweilige und vor&uuml;bergehende Gebilde an. Der Kapitalismus erstrebt selbst die Weltgesellschaft, kann diese aber aufgrund der immer weiter bestehenden Expansionsnotwendigkeit nicht vollenden und nicht nachhaltig etablieren oder gestalten. Der Tendenzielle Fall der Profitraten wird zwangsl&auml;ufig eintreten und der komplette Zusammenbruch l&auml;sst sich nicht aufhalten. Antikapitalisten sind nat&uuml;rlich wie Marx nicht gegen die Weltgesellschaft ganz im Gegenteil. Wir weisen jedoch auf die Krisenhaftigkeit des Kapitalismus und die Notwendigkeit der Ersetzung dieses Wirtschaftssystems und seiner Gesellschaft hin und zeigen im Rahmen der Revolution&auml;ren Realpolitik Wege dazu auf. <BR>Der „Antiimperialismus“ der auf kapitalistischer Politik basiert ist extrem Reaktion&auml;r und so wundert es nicht das es zu vielen Querfronten von „linken“ Antiimperialisten und Nationalbewegungen kommt. Seien es „linke“ Brexiter, die gescheiterte „Aufstehen Bewegung“ in Deutschland und &auml;hnliche populistische Str&ouml;mungen in anderen L&auml;ndern. Der Nationalstaat oder das separate Kleinimperium ist eben keine Alternative zum globalen Kapitalismus. Und er ist keine „Etappe“ zum Kommunismus sondern eine r&uuml;ckst&auml;ndige Form des Kapitalismus, genau wie die F&uuml;rstent&uuml;mer oder die nationalreligi&ouml;sen Staaten. <BR><BR>Der „Antinationalismus“ basiert auch auf kapitalistischer Politik und ist ebenfalls extrem reaktion&auml;r. Teilweise ist in solchen Kreisen der „Morgenthau-Plan“ popul&auml;r, der eine absurde R&uuml;ckentwicklung auf kapitalistischer Grundlage vorsah. Diesem Plan stand und steht aber der kapitalistische Zwang zur Expansion entgegen und somit lag der Marshallplan in der kapitalistischen Logik, gerade in Zentraleuropa. </P> <P class=bodytext>Weitere Kreise dieses Spektrums sind gegen „deutschen Imperialismus“, womit es zu &Uuml;berschneidungen „antiimperialistischer“ und „antinationaler“ Richtungen kommt. Und gemeinsam &uuml;berschneidet sich dieses Spektrum mit nationalen, separatistischen, nationalreligi&ouml;sen und imperialistischen Richtungen in anderen L&auml;ndern, die damit unterst&uuml;tzt werden. </P> <P class=bodytext>Die Nationalstaaten haben jedoch keine „Souver&auml;nit&auml;t“ wie Antiimperialisten und Antinationale in ihrer kapitalistischen „Logik“ annehmen. Nationalstaaten sind ein tempor&auml;res Produkt der kapitalistischen Entwicklung in einer bestimmten Eppoche und insbesondere des Zwanges zur Expansion. </P> <P class=bodytext>Der deutsche Imperialismus wurde in den Weltkriegen besiegt und die BRD existiert aufgrund der Vereinbarungen der Siegerm&auml;chte sowie neuerdings aufgrund der 2 + 4 Vertr&auml;ge zwischen BRD und der ehemaligen DDR einerseits und den 4 Siegerm&auml;chten des 2 Weltkrieges andererseits. Die Vereinigung der 2 Deutschen Staaten ist sozusagen an die Vereinigung Europas gekoppelt, die gleichzeitig forciert wurde. Dies tr&auml;gt dem kapitalistischen Zwang zur Expansion Rechnung, in den gro&szlig;e Teile West und Osteuropas einbezogen wurden. Der nun gr&ouml;&szlig;ere Markt f&uuml;hrte zu einem kapitalistischen Aufschwung aber aufgrund des weiteren Expansionszwanges st&ouml;&szlig;t auch dieser zwangsl&auml;ufig an seine Grenzen.&nbsp; </P> <P class=bodytext>Die sogenannte „M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz“ tr&auml;gt der Staatsr&auml;son der BRD Rechnung. Hier werden M&ouml;glichkeiten und Strategien die zur kapitalistischen Weltgesellschaft f&uuml;hren k&ouml;nnten, er&ouml;rtert. Insbesondere die &Uuml;berwindung nationaler Zust&auml;ndigkeiten ist hier Thema verschiedener Szenarien und &Uuml;berlegungen. Diese k&ouml;nnten sozusagen als „Imperialismus als h&ouml;chstem Stadium des Kapitalismus“ bezeichnet werden, aber es ist kein „deutscher Imperialismus“ im umgangssprachlichen Sinne. „Deutsch“ ist dieser Imperialismus allenfalls in der Hinsicht das Deutschland durch die verlorenen Weltkriege zeitweilig und weiterhin von den Siegerm&auml;chten, besser gesagt vom internationalen und vom nationalen Kapital, bestimmt wurde und wird. Dieser Status war und ist auch die Grundlage daf&uuml;r das die BRD ein bevorzugter weil sicherer Standort f&uuml;r Kapitalanlagen und Produktionsanlagen ist und somit weit entwickelt ist. </P> <P class=bodytext>In L&auml;ndern wie Frankreich und allen L&auml;ndern der Welt st&ouml;&szlig;t der Kapitalismus inzwischen an die nationalen Grenzen und eine Expansion dar&uuml;ber hinaus ist unausweichlich. Sie haben sich damit dem Status der BRD angen&auml;hert und selbst Trump als Pr&auml;sident der Supermacht USA oder die Premieministerin Mae des britischen Empire sind nicht in der Lage, gegen den kapitalistischen Zwang zur Expansion und Globalisierung anzugehen. <BR>Auch Frankreich ist in der Krise und die Vereinigung mit Deutschland und Europa wurde dort von der Regierung auf die Agenda gesetzt und forciert. <BR>Solche Expansion, die mit st&auml;ndiger Ausweitung der Geldmengen und der Verschuldung einhergeht, bringt jedoch nur noch kurzfristig Entlastung. </P> <P class=bodytext>Anstatt der „antiimperialistischen“ und „antinationalen“ Sandkastenspiele ist antikapitalistische Propaganda dringend erforderlich. Das kapitalistische System n&auml;hert sich zwangsl&auml;ufig immer mehr dem tendenziellen Fall der Profitraten und wird auch durch Verstaatlichungen nicht mehr zu retten sein. Kapitalverkehrskontrollen, die Reduzierung der Barverm&ouml;gen, „einfrieren“ der B&ouml;rsen sowie die Zwangsverwaltung der Banken und gro&szlig;en Verm&ouml;gen nebst letztmaliger und radikaler Ausweitung der Geldmengen stehen selbst f&uuml;r kapitalistische Krisenmanager in Aussicht. Das ist der Anfang vom logischen Ende des Kapitalismus der mit der neuen Weltgesellschaft Schwanger ist. Das kapitalistische Gef&uuml;ge aus Lohn, Preis und Profit funktioniert nicht mehr, es ist durch Bedingungslose Einkommen und basisdemokratische Produktion nach Bedarf der Menschen zu ersetzen. Nur so werden weitere Kriege verhindert und nur so wird eine R&uuml;ckentwicklung der &uuml;berdimensionierten Produktivkr&auml;fte und damit die Schonung der Umwelt m&ouml;glich. Soziale Gleichheit, Demokratie und Teilhabe aller Menschen kann nur auf Basis dieser Weiterentwicklung der &ouml;konomischen Basis der Gesellschaft verwirklicht werden. </P> <P class=bodytext>&nbsp;</P> <P class=bodytext>27.01.19 </P> <P class=bodytext>Siegfried Buttenm&uuml;ller </P></FONT>]]></description>
        <link>http://www.antikapitalist.eu</link>
        <guid isPermaLink="true">http://www.antikapitalist.eu/dialektischer_materialismus.html</guid>
        <pubDate>Fri, 7 Aug 2026 15:45:07 +0200</pubDate>
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        <title>Dialektischer Materialismus - 19</title>
        <description><![CDATA[<P> </P> <P style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><font style="font-size: 14px"><FONT face="Arial, sans-serif">Ein Beitrag zur Diskussion der aktuellen Lage:<BR></FONT><FONT color=#ff0000><FONT face="Arial, sans-serif"><FONT style="FONT-SIZE: 16pt" size=4><U><STRONG>Im Zusammenbruch des Kapitalismus!</STRONG></U></FONT></FONT></FONT></FONT></P> <P style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><font style="font-size: 14px"><FONT face="Arial, sans-serif">Die gegenw&auml;rtige Situation ist beispiellos in der Geschichte der Menschheit. Die Krise um das neue Coronavirus trifft auf eine bereits geschw&auml;chte, kapitalistische, im Niedergang befindliche und globale Klassengesellschaft und rei&szlig;t diese in den Untergang. Diese Entwicklung wird in Quantit&auml;t und Qualit&auml;t einen Generalstreik oder auch die revolution&auml;ren Erhebungen wie zum Beispiel im November 1918 oder auch die von 1848/49 weit &uuml;bertreffen.</FONT></FONT></P> <P style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><FONT face="Arial, sans-serif"><font style="font-size: 14px">In diesem Artikel soll es nicht um tagespolitische Diskussionen und Einsch&auml;tzungen dieser oder jener Ma&szlig;nahme gehen, sondern um den Versuch, mittels der wissenschaftlichen Gesellschaftsanalyse die Hintergr&uuml;nde zu beleuchten und damit auf das Licht am Ende des Tunnels und damit auf die neue Gesellschaft hinweisen.</FONT></FONT></P> <P style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><FONT face="Arial, sans-serif"><font style="font-size: 14px">Im ersten Teil m&ouml;chte der Autor auf das „Bewusstsein der Massen“ eingehen, auf den subjektiven Faktor der nat&uuml;rlich auch eine nicht geringe Rolle spielt. Dieser ist aber nicht das entscheidende, sondern die Lage des Wirtschaftssystems, auf die im zweiten Teil eingegangen wird. Im dritten Teil wird auf m&ouml;gliche weitere Perspektiven und Handlungsans&auml;tze eingegangen.</FONT></FONT></P> <P style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><BR></P> <P style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><FONT face="Arial, sans-serif"><font style="font-size: 14px"><STRONG>Zur Entwicklung des Bewusstseins</STRONG></FONT></FONT></P> <P style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><FONT face="Arial, sans-serif"><font style="font-size: 14px">Zun&auml;chst sollte man beobachten wie die herrschende Klasse auf dieses Virus reagiert, das auch eine t&ouml;dliche Bedrohung des kapitalistischen Wirtschaftssystems darstellt. Hier sind die Reaktionen &uuml;berall gleich egal ob in der Provinz Hubei oder in ganz China und Asien, in Italien, Gro&szlig;britannien, im restlichen Europa, den USA, Brasilien oder in ganz Amerika und auch in &Auml;gypten und ganz Afrika bis hin nach Australien, dem f&uuml;nften bewohnten Kontinent: Die Kapitalisten ignorieren und relativieren das Virus und die Krankheit so lange es geht, weil sie zu Recht schwerste wirtschaftliche Folgen bef&uuml;rchten. Am liebsten w&auml;re Ihnen die Pandemie wie einen Grippevirus durchlaufen zu lassen, egal ob es Millionen oder Hunderte Millionen Todesopfer fordert. Das globale kapitalistische System ist so schon extrem labil und damit ist vor allem auch seine herrschende Klasse samt seiner B&uuml;rokratie massiv bedroht.</FONT></FONT></P> <P style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><BR></P> <P style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><FONT face="Arial, sans-serif"><font style="font-size: 14px">Die herrschende Klasse kann diese Politik jedoch nirgends sehr lange durchhalten, immer mehr Kranke und immer mehr Tote f&uuml;hren zur Verunsicherung der Menschen und quasi zu einem Aufstand gegen diese Politik. Hier macht sich die immer breitere Vernetzung der Menschen mittels sozialen Medien und Kurznachrichtendiensten bemerkbar und zeigt eine Machtverschiebung nach unten an. Fr&uuml;her w&auml;re so etwas kaum aufgefallen und wenn dann h&auml;tte es ewig gedauert, bis diese Stimmung nach „oben“ durchgeschlagen w&auml;re. Nunmehr verfolgen Millionen die globale Ausbreitung des Virus in Echtzeit, auch den Abtransport der Toten in Oberitalien zum Beispiel. In den Netzwerken wird diskutiert und es wurde entschieden, dass etwas getan werden muss. Die untere Verwaltungsebene, mit zum Beispiel B&uuml;rgermeistern, wurde unter Druck gesetzt „zu handeln“ und so preschten einige vor und schlossen Schulen, veranlassten Grenzg&auml;nger aus dem Ausland in &ouml;ffentlichen Betrieben zuhause zu bleiben oder erlie&szlig;en Ausgangsbeschr&auml;nkungen und Verbote von Veranstaltungen und Versammlungen. Dieses Vorpreschen setzte wiederum Regierungspr&auml;sidien und im Gefolge Landesregierungen unter Druck, die ihrerseits vorpreschten und jeweils entsprechende Erlasse t&auml;tigten. Getrieben von den Alleing&auml;ngen lud die Kanzlerin nun am Sonntag die Ministerpr&auml;sidentInnen ein, um entsprechend wenigstens einheitliches Handeln zu erreichen, was Sie nur zum Teil erreicht hat.</FONT></FONT></P> <P style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><FONT face="Arial, sans-serif"><font style="font-size: 14px">Ob diese Ma&szlig;nahmen nun sinnvoll sind oder nicht, und ob es Alternativen gegeben h&auml;tte soll hier dahingestellt bleiben. Es kann jedoch festgestellt werden, dass durch den Druck von unten sehr massive Eingriffe in das kapitalistische System erfolgten. Dar&uuml;ber k&ouml;nnen auch populistische Reden und Appelle der Kanzlerin oder der Ministerpr&auml;sidenten wie S&ouml;der in Bayern nicht hinwegt&auml;uschen. Sie sind eindeutig getrieben durch den Druck von unten und ihre Appelle und Reden sind nur eine Kapitulation, ein Nachgeben um nicht in die Schusslinie zu geraten. Auch die kapitalistische Wissenschaft mit ihrer milliardenschweren Virusindustrie konnte den kapitalistischen Politikern nur zeitweilig helfen. Sie r&auml;umen ein, dass es gar keine Daten gibt um festzustellen ob diese oder jene Ma&szlig;nahme nun sinnvoll sei, weil die Staaten ganz unterschiedlich und nicht vergleichbar die F&auml;lle z&auml;hlen. Im Wesentlichen bleibt es bei den Empfehlungen der Gr&uuml;nder der Zunft wie Louis Pasteur oder Robert Koch, also H&auml;nde waschen und Abstand halten.</FONT></FONT></P> <P style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><BR></P> <P style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><FONT face="Arial, sans-serif"><font style="font-size: 14px">Wie immer man zu den Ma&szlig;nahmen wie Grenzschlie&szlig;ungen, Ausgangsbeschr&auml;nkungen und Versammlungsverboten nun steht, die Massen haben, gest&auml;rkt durch die immer breitere Vernetzung, ihre Entscheidung letztlich durchgesetzt. Es entsteht ein neues „Wir Gef&uuml;hl“ aber das kann in keinerlei Weise dar&uuml;ber hinwegt&auml;uschen, dass der gegenw&auml;rtigen Ordnung ein schwerer Schlag versetzt wurde.</FONT></FONT></P> <P style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><FONT face="Arial, sans-serif"><font style="font-size: 14px">Dieser Schlag trifft auch und besonders das l&auml;ngst &uuml;berkommene und in die Krise geratene Parteiensystem, dass sich in der Debatte in den Netzwerken immer mehr als Relikt von Gestern erweist. Alle Parteien vertreten sozusagen alles und streiten intern &uuml;ber Selbiges wie auch in der ganzen Gesellschaft gestritten wird.</FONT></FONT> <FONT face="Arial, sans-serif"><font style="font-size: 14px">Auch die Medien, sowohl die b&uuml;rgerlichen Zeitungen, als auch Fernsehen und Radio mitsamt ihren Medienunternehmern trifft es voll.</FONT></FONT></P> <P style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><FONT face="Arial, sans-serif"><font style="font-size: 14px">Und der Schlag trifft auch die faschistischen und rechtspopulistischen Parteien. Zwar verkaufen sie die nunmehr getroffenen Ma&szlig;nahmen zum Teil als ihren „Sieg“, doch bewirkt dieser ihren eigenen Untergang. Faschisten sind nat&uuml;rlich nicht gegen das kapitalistische System, ganz im Gegenteil: Ihre Aufgabe ist sozusagen als Hilfstruppe der herrschenden Klasse die Zwangsarbeit, die Lohnsklaverei und Diktatur durchzusetzen und Opposition dagegen zu spalten und zu eliminieren. Basisdemokratischere Debatten und Entscheidungen aus den Netzwerken sind nicht ihre Sache und das System selbst, dass sie verteidigen wollen wird sozusagen angegriffen und ist in gro&szlig;er Gefahr, worauf im zweiten Teil noch n&auml;her eingegangen wird. Selbst rechtspopulistische Pr&auml;sidenten wie Trump in den USA, Bolsonaro in Brasilien oder Premierminister Johnson in Gro&szlig;britannien m&uuml;ssen sich dem Druck von unten beugen und „Ma&szlig;nahmen“ beschlie&szlig;en. Doch diese Reaktionen auf das Virus treffen ihr eigenes kapitalistisches Wirtschaftssystem, sie sind gezwungen selber den Ast anzus&auml;gen, auf dem sie sitzen.</FONT></FONT></P> <P style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><FONT face="Arial, sans-serif"><font style="font-size: 14px">Allgemein kann man zum „Bewusstsein der Massen“ wohl sagen, dass die Basis st&auml;rker und selbstbewusster geworden ist, und merkt, dass sie den herrschenden Eliten ihren Willen aufzwingen kann. Das ist auf jeden Fall vergleichbar mit den Aufst&auml;nden von 1848 /49 oder der R&auml;tebildung im November 1918. Wie damals ist bei den meisten Menschen das Bewusstsein widerspr&uuml;chlich, die untergehende Gesellschaft ringt mit der neuen in allen K&ouml;pfen. Mit der Vernetzung in den Netzwerken zeigt heute eine neue Ebene ihre Macht, und dass sie in der Lage ist Debatten breit zu f&uuml;hren und die Umsetzung von Beschl&uuml;ssen durchzusetzen.</FONT></FONT></P> <P style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><BR></P> <P style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><FONT face="Arial, sans-serif"><font style="font-size: 14px">Die Basis der Gesellschaft ist jedoch nicht das Bewusstsein, sondern die Art und Weise der Produktion und Verteilung der G&uuml;ter, das Wirtschaftssystem. Dieses beeinflusst seinerseits das Bewusstsein der auf ihr gegr&uuml;ndeten Gesellschaft wesentlich.</FONT></FONT></P> <P style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><BR></P> <P style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><FONT face="Arial, sans-serif"><font style="font-size: 14px"><STRONG>Die Auswirkungen auf das kapitalistische Wirtschaftssystem</STRONG></FONT></FONT></P> <P style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><BR></P> <P style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><FONT face="Arial, sans-serif"><font style="font-size: 14px">Die Herrschenden sind nun also gezwungen ihr kapitalistisches Wirtschaftssystem zu stoppen und zwar in gr&ouml;&szlig;erem Ausma&szlig; als es ein Generalstreik oder auch eine R&auml;tebildung &uuml;berhaupt tun k&ouml;nnte oder je getan haben. Auch ein Krieg hatte niemals solch desastr&ouml;sen Auswirkungen, denn die Kriegsproduktion, Kriegsanleihen und die scheinbar in Aussicht stehende Zerschlagung konkurrierender Imperien schienen angeblich und zeitweilig zumindest einen Ausweg aus der kapitalistischen Krise aufzuzeigen.</FONT></FONT></P> <P style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><FONT face="Arial, sans-serif"><font style="font-size: 14px">Nun haben wir aber das Gegenteil: Die Autoindustrie und die meiste sonstige Industrie, sowie das meiste Gewerbe muss ihre Produktion anhalten, die Leute sollen zuhause bleiben. Eigentlich ist es eher das was die neue Umweltbewegung FFF verlangt hat, und die Verschmutzung von Luft und Wasser soll auch erheblich zur&uuml;ck gehen, was nat&uuml;rlich gut f&uuml;r das Klima ist.</FONT></FONT></P> <P style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><FONT face="Arial, sans-serif"><font style="font-size: 14px">Der Einbruch bei der materiellen Produktion von Industrie, Handwerk, Dienstleistern und anderen Sektoren der kapitalistischen Wirtschaft ist ein Faktor und wird sich mittelfristig erheblich auswirken, auch auf die Staatsfinanzen mit starken Steuerausf&auml;llen. Zudem droht eine riesige Pleitewelle, die zu massiven Kreditausf&auml;llen und damit die auch so schon bedrohten Banken in zus&auml;tzliche Turbulenzen bringen wird. Aber der Finanzsektor mit B&ouml;rsen und Banken ist sozusagen der systemrelevanteste Teil der kapitalistischen Wirtschaft und dieser ist massiv bedroht. Deshalb versprechen die deutsche und alle kapitalistischen Regierungen der Welt schon seit gut einer Woche Hilfen durch den Staat und Staatsbanken in „unbegrenzter H&ouml;he“, genau wie das alle Notenbanken zus&auml;tzlich machen. Doch Staaten, Banken oder Notenbanken haben gar kein wirkliches Geld zur Verf&uuml;gung das sie ausgeben k&ouml;nnten, und sind bereits massiv &uuml;berschuldet. Diese ganzen Summen werden deshalb einfach durch eine noch radikalere Ausweitung der Geldmengen durch EZB, FED und andere Notenbanken generiert und die Zinsen f&uuml;r dieses Spielgeld werden weiter Richtung 0 Prozent gesenkt.</FONT></FONT></P> <P style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><FONT face="Arial, sans-serif"><font style="font-size: 14px">Es droht jedoch nicht nur, dass private Schuldner oder Firmen den Banken die Kredite nicht zur&uuml;ckzahlen. Ganze Staaten k&ouml;nnen und wollen ihre Kredite nicht zur&uuml;ckzahlen, und damit ber&uuml;hrt ein weiteres Damoklesschwert bereits das kapitalistische System, das vor dem Kollaps steht. Die Notenbanken als letzte Verteidiger des erheblich angeschlagenen Wirtschaftssystems k&ouml;nnen nichts mehr tun, denn die st&auml;ndige Ausweitung der Geldmengen f&uuml;hrt zu dessen Wertverlust und damit zur Unwirksamkeit dieser letzten M&ouml;glichkeit. Dieser Bogen war schon vorher weit &uuml;berspannt.</FONT></FONT></P> <P style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><FONT face="Arial, sans-serif"><font style="font-size: 14px">Das kapitalistische Wirtschaftssystem befindet sich in seiner letzten Krise doch was k&ouml;nnen wir tun?</FONT></FONT></P> <P style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><BR></P> <P style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><FONT face="Arial, sans-serif"><font style="font-size: 14px"><STRONG>Perspektiven und Handlungsm&ouml;glichkeiten</STRONG></FONT></FONT></P> <P style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><FONT face="Arial, sans-serif"><font style="font-size: 14px">Die kapitalistische Politik ist zu Grenzschlie&szlig;ungen, Ausgangsbeschr&auml;nkungen, Betriebsschlie&szlig;ungen usw. durch Druck von unten gezwungen worden, was das System in seine Endkrise st&uuml;rzt. China ist sozusagen am weitesten und hat diese Ma&szlig;nahmen bereits wieder weitgehend aufgehoben und im ganzen Land die Produktion wieder aufgenommen. Danach strebt mittelfristig nat&uuml;rlich auch die kapitalistische Politik in Europa und im Rest der Welt. M&ouml;glich ist dies oder w&auml;re dies durch ein Hochfahren der Gesundheitssysteme mit mehr und besseren Behandlungsm&ouml;glichkeiten, durch eine &Auml;nderung der Z&auml;hlweisen und damit der Statistiken bei erkrankten und Verstorbenen, die bisher diesem Virus zugeschrieben werden und einer Ausweitung der Kapazit&auml;ten zur Bestattung der Leichen. Oder auch falls eine Durchseuchung und damit eine Immunisierung der Bev&ouml;lkerung stattfindet.</FONT></FONT></P> <P style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><FONT face="Arial, sans-serif"><font style="font-size: 14px">Unter den Umst&auml;nden der katastrophalen Folgen f&uuml;r die kapitalistische Wirtschaft, die existenzbedrohend f&uuml;r Millionen Menschen sind, wird der Druck von unten mit der Zeit schw&auml;cher werden, sodass auch in Europa und allen anderen Teilen der Welt die kapitalistische Produktion wieder hochgefahren werden wird.</FONT></FONT></P> <P style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><FONT face="Arial, sans-serif"><font style="font-size: 14px">Allerdings wird sich der Kapitalismus von diesem Schlag nicht mehr richtig erholen und in ein Siechtum verfallen, die Probleme werden ihn immer wieder einholen. Die kapitalistische Politik wird zu weiteren Ma&szlig;nahmen gezwungen sein, die sich eigentlich gegen das kapitalistische Wirtschaftssystem richten und dieses zum Teil au&szlig;er Kraft setzen. Es sind dies Kapitalverkehrskontrollen, die nichts anderes als eine zumindest teilweise und zeitweilige Enteignung gro&szlig;er Verm&ouml;gen sind. Auch die B&ouml;rsen werden teilweise „eingefroren“ werden, um einen totalen Absturz auszusetzen. Des Weiteren wird es Verstaatlichungen geben, Staaten werden versuchen Pleitebanken und Pleitekonzerne zu &uuml;bernehmen und damit zu „retten“.</FONT></FONT></P> <P style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><FONT face="Arial, sans-serif"><font style="font-size: 14px">All dies wird das Vertrauen und den Glauben an das kapitalistische System weiter ersch&uuml;ttern, der Ruf nach grunds&auml;tzlichen Reformen und Alternativen wird immer mehr zunehmen, das Bewusstsein der Massen wird sich weiter entwickeln und es wird mehr und mehr auch auf antikapitalistische Politik gedr&auml;ngt werden.</FONT></FONT></P> <P style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><FONT face="Arial, sans-serif"><font style="font-size: 14px">Bewegungen spielen schon immer eine wichtige Rolle und diese gilt es weiter zu st&auml;rken. Das sich entwickelnde Bewusstsein und der unaufhaltsame Niedergang des Wirtschaftssystems bilden daf&uuml;r immer bessere Bedingungen. Kein Schwanz hat je mit dem Hund gewedelt wie auch keine Partei jemals eine Bewegung unter Kontrolle bekommen konnte. Bewegungen sind &uuml;berparteilich, in der ganzen Gesellschaft verankert und ihrem Ziel verpflichtet. Und sie k&ouml;nnen auch in den Netzwerken wirksam f&uuml;r ihre Ziele streiten und gewinnen.</FONT></FONT></P> <P style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><FONT face="Arial, sans-serif"><font style="font-size: 14px">Hierbei kommt es darauf an Alternativen zum Kapitalismus auf die Tagesordnung zu setzen.</FONT></FONT></P> <P style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><FONT face="Arial, sans-serif"><font style="font-size: 14px">Die neue Gesellschaft kann und darf keine kapitalistische Klassengesellschaft mehr sein, Jeder Mensch hat Anspruch auf kostenlose Versorgung mit allen G&uuml;tern und alle Menschen m&uuml;ssen gleichberechtigt sein. Es muss basisdemokratisch in den Netzwerken und Foren diskutiert werden, wie die n&ouml;tigen G&uuml;ter f&uuml;r alle Menschen produziert und verteilt werden k&ouml;nnen. Und wie solche Politik und eine neue Gesellschaft durchgesetzt werden kann. Geld, Profit, Lohnarbeit, Banken und sonstiges Kapital darf bei diesen &Uuml;berlegungen keine Rolle spielen denn das kapitalistische System wird bald von Gestern sein.</FONT></FONT></P> <P style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><BR></P> <P style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><FONT face="Arial, sans-serif"><font style="font-size: 14px">Siegfried Buttenm&uuml;ller</FONT></FONT></P> <P style="MARGIN-BOTTOM: 0cm"><FONT face="Arial, sans-serif"><font style="font-size: 14px">24.3.2020.</FONT></FONT></P>]]></description>
        <link>http://www.antikapitalist.eu</link>
        <guid isPermaLink="true">http://www.antikapitalist.eu/dialektischer_materialismus.html</guid>
        <pubDate>Fri, 7 Aug 2026 15:45:07 +0200</pubDate>
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